{"status":"available","doknr":"CEBGHSTR-BGH_Strafsenat-4_NA_1952-05-08_4_StR_894_51_NA_NA_NA","ecli":null,"court":"BGH","senate":"4. Strafsenat","decided":"1952-05-08","aktenzeichen":"4 StR 894/51","doktyp":"Urteil","leitsatz":"Die gemäss § 49 a StGB bestrafte Verabredung\n\neines schweren Diebstahls ist zur Rückfalltegründung nach § 244 StGB geeignet.","text_plain":"2305 092 15\n\nFür das Nachschlagewerk }\n\n- Urteil vom 8. Mai 1952 LG Essen\n\nFür_die_ Amtliche Sammlung ! .\nGesetz; StGB §§ 49a, 244\nRechtssatz: Die gemäss § 49 a StGB bestrafte Verabredung\n\neines schweren Diebstahls ist zur Rückfalltegründung nach § 244 StGB geeignet.\n\nAktenzeichen; 4 StR 894/51 ._ ed\n\nPR PR}\n\n.\nne\n\nSr, vage\n\nPR;\n\na Sie\n=\n\nE-,\n\n3\n2a\n.\n\nmu——uritie te\n\nım Namen des Vnlkes\n\nDEP ERREREN\nFRE\n\nIn der Strafsache\ngegen\n\nden Arbeiter Ludwig G EEE zus TB,\ndort geboren am EEE 1928,\n\n| mn - 00 0.\nPe - -\nD “eete.n\n\nwegen schvieren Diebstahls\n\nhat der 4. Strafsenat des Bundesgerichtshofs ın der\nSitzung vom 8. Kai 1952, an der teilgenommen haben:\n\nSenalspräsident Dr. Gross\nals Vorsitzender,\nBundesrichter Krumme\nBimdesrichter Dr. Hörchner\nBurdesrichter Tr, üngels\nSundesrichter Dr. Augustin\nals peisitzende Richter,\nBundesanwalt\nels Vertreter der Bundesanwaltschaft,\nJustizangestellter\nals Urkundsbeanter der Geschäftssteile,\n\nfür Recht erkannt;\n\nAuf die Reristion der Staatsanwaltschaft wird des\nUrteil des üendgerichts in Essen vom 1. September\n1951, soweit der Angelilagte GEB wegen schweren\nLietstarls in drei Fällen verurteilt worden ist, im\nStrafausspruch semt den Ciesem zugrunde liegenden\nFoststellungen aufgehoben, Auch die gegen den Ange--\nklagten G gebildete Gesamistrafe wird aufger.oden. Im Umfange der Aufhebung wird die Sache zu\nneuer Verhandlung und „niccheidung, auch über die\nKosten des llechtsmittels, an das Landgericht zurückverwiesen. oo.\n\n‘ Von Rechts ‚wegen\n\nTS\n\nDer Angeklagte GER ist u.a. wegen schweren Dietstalis in drei Fällen verurteilt worden. Die Strafkamnmer\nhat das Vorliegen der Fückfallvoraussctzungen (§ 244 SYC$)\nyerneint, weil die als erste Vortat in Betracht komrende\nVerabredung eines schweren Liebstehls (§ 49 a StGB) den\nI nicht zu begründen vermöge, Die nulässigervelse\n\niesen Punkt beschränkte (RGSt 54, 180) Rorision der\nenatsensaltscheft hat Erfolg.\nBe\n\n£E3 1st in der Rechtsprechung seit jeher anerkannt,\ndass Gio krscheinungsform der Straftaten ?ür die Anwendbarkeit des 5 244 StGB unerheblich ist; denn da die Strafser!rTung desvregen eintritt, weil eine Wiederholung die\nStärie und Gefährlichkeit der Tiebstahlsneigung beweist\nund die © Wichibeberzigung der früheren \\ernung eine orhühte Tekuld begründet, ist es mit Recht für ausreichend\n.raulivot Norden. dass der Angeklagte „Lech des Verrueis\n\nv\n\n(RG Rspr 4, 40; EGSt 31, 41), der Anstiftung (RG GA 38, 441),\nder Feihilfe (RGSt ?, 261) oder der als Beihilfe zu bestra-\n\nferden Eegüinctigung nach § 257 Abs % StGB (RGSt 8, 317;\n40, 784; 57, 349) schuldig 5 gezacht kat. Eine Vorbestrafung\nist somit, worauf such schon der nur den Teliktsbegriff\n\nin allgemeinen bezeictnende Wortlaut des § 244 StGB hinweist, irmer dann in Betracht su ziehen, wenn die Strafe\nden Bistirrungen Ces Strafgesetzbuchs über den Licbstahl\nentnormen war. Tess es entgegen der Luifassung der Strafkerwer nicht auf die tatst chliche. Begehung enkormt, eret: sich bereits zus der Cleichwe rilgkeit des untaug-\n\nli.chen Versuchs,\n\narmen\n\nen\n\nrg w\n\nne m ua\n\nne\n\n\\\n4\ny\n\nor ZL RAT\n\n—\n\nIT yet\n\naa et >\n\nDiese Gesichtsrunkte treffen auch auf dis Verabredung .\n\n3 eines schzeren Liehstahls gemäss § 1) a u\n\nSsGR in der resrung der VFeroränvng Tom Pa, Vai 1945 zu:\nTa\n\n:cchluss zum Diebstehl. urd 154+ demitv\nnes Tiebes auf sich. Pengenlen wird er eich\n\nung eines schweren Ticebs5ahls ist somit ihren lesen nach\nnur eine weitere Ercscheimu nsstorm Ciesos Verbrechens\nisst. Cie geeignet ist, eine zei »öhriicke Diebstahlsbe.-\nveitsctats zu oflenberen, vnd deren Bestrefung vor der\nZegekung künftiger Liebstühle warnen: muss, \\Vienn zudem\nunenszeichlich sur TückZellbegründung bereits dic Austiftung zu einen unseuglichen Versuche genügt, so ist\nin der Det kein Crund ersichtlich, warum hierzu die\nweit gefü ihrlichere, gemäss § 49 a StGB erundsktrlich ,\nuls insilriung cbreibare Verabreaung Sum schweren Die\n\nstahl unteuglich sein sollte.\n\nDie Bestrafung des Angeklagten wegen Verabredung eines schweren Liebstehls kann somit seinen\nRückfall kegründen; die Einzelstrefen für seine\n&rei Tiebstäöhle wEren denn dem § 244 StGB zu entnehmen. an\n\nTa die Voraussetzungen des Fück?alls gemäss\n5 26% Lbs 3 StPO von der Schuldfrage nicht umfasst\n\nwerden, var das angefochtene Urteil, soweit es auf\n\n-4-\n\nehnng cines schueren Diebstahla verabzelet,”\n\n9’\nen Tiebstahler vL nokri? ten bes etreft vo Die Yerebre-\n\nYin amp me wen te DESCLIPER, mn.\n\nGITTER we EIER ne nen ET u LL.1I.22% = ä nn\n= PORN AinREEEE > m m\n- ... u nen lee PER N” ni BE TE TE BT\ner Fe d .\n.. 2 ..\n\n3\n\n.\ner\n\nHörchner\nDr. Augustin\n\nKrurme\n\ne\nEngels\n\nGross\n\nc\navfzuheben,\n\nee Duo - ..2,.\n\non.\n\n\".. .\nVa N a u 2 Ta TR a a SL BEL SIR SSR Set er ni a ah","source":"ce-bgh-str","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/1952-05-08/4-str-894-51","cited_norms":[{"jurabk":"StGB","ref":"§ 244","ref_norm":"244","n":3}],"authoritative_source":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","attribution":{"source":"Bundesgerichtshof","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","license":"Creative Commons Zero (CC0 1.0)","license_url":"https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/","notice":"Amtliche Entscheidung des Bundesgerichtshofs (§ 5 UrhG). Bereitgestellt über den Datensatz »Entscheidungen des Bundesgerichtshofs in Strafsachen aus dem 20. Jahrhundert« von Seán Fobbe und Tilko Swalve, https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377, veröffentlicht unter Creative Commons Zero (CC0 1.0). Der Text wurde per Texterkennung (OCR) aus Scans des Gerichts gewonnen; die Erkennungsqualität schwankt."},"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/1952-05-08/4-str-894-51","upstream":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","retrieved":"2026-08-21 23:11:13.258273+00:00"}}