{"status":"available","doknr":"CEBGHSTR-BGH_Strafsenat-4_NA_1951-07-27_4_StR_269_51_NA_NA_NA","ecli":null,"court":"BGH","senate":"4. Strafsenat","decided":"1951-07-27","aktenzeichen":"4 StR 269/51","doktyp":null,"leitsatz":null,"text_plain":"2289 052\n\n4_St_R 269/51\n\nIm ilamen des Volkes !\n\nIn der Strafiszche gegen den Gastwirt Willi\n\naus A\n\nwegen' Unzucht mit:Männern\n\n‚ geboren an GE 1907 in >\n7\n\nhat der 1. Ferienstrafsenat des Bundesgerichtshofs in\nder litzung vom 27. Juli 1951, an der teilgenommen\n\nheben:\n\nSenatspräsident Richter\nals Vorsitzender,\nBundesrichter hWentel\n\nBundesrichter Dr.\n3undesrichter Dr.\nSundesrichter Dr.\n\nals beisitzende\n\nCeier\n„ngels\nLülle\nRichter,\n\nOberstaatsanvalt iD\n\nels Vertreter der Bundesanwaltschalt,\n\n‚Justizobersekretär mn\n\nels Urkundsbeanter ücr Geschäftsstelle,\n\nfür \\lecht erlar:nt:\n\nDie Revision des Angeklagten\ngegen das Urteil des Landzerichts in\nArnsberg vom 12. Tebruar 1951 wird\n\nverworfen.\n\nDer Angeklagte hat die Zosten\ndes kechtsmittels zu tragen.\n\nVon Rechts wegen\n\n.\na SR\n\nZum” ı\n\n.\nDER NO\n\nar,\n\n„als\n\n.\nDr 3\nRO ar Prrga\n\nu a—_o-..\n\n.. \"|\n\nGründe:\n\nva\n\nDer Anzchklagte ist wesen Verbrechens nach § 175 a\n\nir 3 GtC3 in Felle VW (Frühjahr 1950) und wegen\nVergekens gegen § 175 StG3 in den zwei Füllen Bi\n(Frühjehr 1948) und Dip (Osterzeit 1950) zu einer '\nGesentgeflüin:nisotrefe, ausserdem wegen des Falles\nVOEMD zur verlust der bürge: lichen ihrenrechte verurteilt worden. Seine Revision rüst Jie Verletzung\nforaellen und neteriellen Lechtes.\n\n. Zu Unreckt meint die hevision, dass die Verurteilung im Falle Be die Vorschriften des Straf-Treikcitsgesotzes von 31. Dezember 1949 ausser Acht\nlzs55c. De üio Streikammer Tür Ciescs Vergchen eine\nLinselstrafe von 9 - also mehr c.1ls 6 - Loueten Ge-Iin,nis für erforderlich gehalten hat, var insoveit\nfür eine Verfahrenseinstellung nach { 3 des Gesetzes kein _cun. Vielmehr neren gemüss Ger zwinsenden Vorschrift des 5 74 8163 slle zugleich aus-Sesprochonen Zinzelstrafen zu einer Geseutstrafe\nzusımıenzufessen (GH 3 St R 65/51 - 5. ipril 1951).\n“ber die Frage, ob die Voraussetzungen eines bedingten Irlcssos bestehen, hat nicht das erkennende Gericht, sondern die Vollstrechungsbehörde\nund gegebenenfells Gas Vollstreckun;;cgericht\n\n(§ 462 StIO) zu entscheiden (BET 1 \\tR 223/51\n\n- 19. Juni 1951).\n\nDie Lüge einer Verletzung der Aufklärungspflicht im Falle VW greift ebenfells nicht\n\nno\n\n®\n.\n— wm “u. -\n\n.——\n\nmens BE. I nommen ne\n\nee „remaın a\n\n—n\n\nen IT\n\nDe > 2\n\nZU er\n\n.- —— — -—— —\n\n_ rn __ \"er\n\n- 3.\n\ndurch. ilach den im angefochtenen Urteil getroffenen\nFeststellungen, die das kevisionsgericht seiner\nFrüfung allein zu Grunde legen kann, hatte die\nStrafkemmer schon anhand der ihr vorliegenden\nBeweisergebnisse die Jberzeugung erlangt, dass\nder Arigeklagte den l18jährigen Vgl in Ausrutzung seiner geschlechtlichen Unerfahrenheit\ndurch anfäncliche Zärtlichkeiten bewusst zur Unzucht Gefügig gemacht hat. Damit war der innere\nTatbestand der Verführung als der Geneigtmachung\neines en sich zur Unzucht nicht Bereiten durch\nEinvirkung auf seinen Willen (R6$t 70, 199) er-Tillt. Var aber somit die Strefkammer schon auf\nC:und der erhobenen Beweise dc.von überzeugt, dass\nder Angeklagte den VB vorsätzlich verführt\nhat, so bedurfte es zu diesem Funkte Feiner\nweiteren Aufklürung, insbesondere nicht danin,\nin welcher Form Ve den Angeklagten vorgsestellt und in die gleichgeschlechtliche Gesellschaft eingeführt worden ist. Das angefochtene\nUrteil bietet daher keinen Anhalt dafür, dass\ndie Straikammer ihre Pflicht, von imts wegen die\nWahrheit zu ermitteln, unerfüllt gelassen hätte.\n\nDa auch die allgemeine sachliche Prüfung des\nangefochtenen Urteils weder zum Schuläspruch noch\nhinsicittlich der Strafzumessung einen zum Nachteil\ndes Anscklagten wirkenden kechtsfenler ergeben\n\n. An\n\nu 3\n\nve\n\n3\n\nhat, war dessen Revision, unter Kostenfolge aus\n§ 473 StPO, zu verwerfen.\n\nRichter Mantel Dr. Geier\nEngels Dr. Hülle\n\n>\nPR Fee\n\n. .\n— ru tour\n\n“me . >","source":"ce-bgh-str","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/1951-07-27/4-str-269-51","cited_norms":[{"jurabk":"StPO","ref":"§ 473","ref_norm":"473","n":1}],"authoritative_source":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","attribution":{"source":"Bundesgerichtshof","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","license":"Creative Commons Zero (CC0 1.0)","license_url":"https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/","notice":"Amtliche Entscheidung des Bundesgerichtshofs (§ 5 UrhG). Bereitgestellt über den Datensatz »Entscheidungen des Bundesgerichtshofs in Strafsachen aus dem 20. Jahrhundert« von Seán Fobbe und Tilko Swalve, https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377, veröffentlicht unter Creative Commons Zero (CC0 1.0). 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