{"status":"available","doknr":"CEBGHSTR-BGH_Strafsenat-4_NA_1951-06-27_4_StR_993_51_NA_NA_NA","ecli":null,"court":"BGH","senate":"4. Strafsenat","decided":"1951-06-27","aktenzeichen":"4 StR 993/51","doktyp":null,"leitsatz":null,"text_plain":"vaRgS 00 57 .\n\nTür der Techschlageverk Ü\n\nNicht für die Amtliche _sernlüng [_ _ | ._o EB;\nGesetz: StGB § 735 Stvz0 8 2 . AN\nRechtesatzss tiehrere selbständige strafbare andlungen Ir\n\n(hier Körserverletzsung und Fehrerflucht) ,\nwerden Curch eine teteinheitlich nit beiden 6\nbegengene minderschwere Deuverstra? tat\n(nier übertretung des § 2 StVZO) nicht zu\neiner rechtlichen T’andlunsceinheit zu-'\n\nsarmengefasst (vgl 2% St 1, 57).\n\n“\n\nAktenzeichen; 4 str 995/51 |\nUrteil von 2. iai 1952 16 Bielefeld\n\n4 StR 993/51\n\n-. m CFPRRnE 2 =\n\nIm Tanmnen des Volkes\n\nIn der Strafseche\ngegen\n\nden Autorchlosrer Nens Gerherd EK w us >GER\ndort geboren arı EEE 19265:\n\nuegen fehrläsceiger Körnervorletzung u.E.\n\n\"hat der 4. Strofsenat des Zundesgerichtcekofs in Cer\nSitzunz; von 2. ai 1958, an der teilgeno:ten hrben:\n\nSenatspräsident Dr. Groß\n\nals Vorsitzender,\nBundesrichter Krumue\nBundesrichter Dr. Ingels\nDundesrichter Dr. Lülle\nBundesrichter Dr. Augustin\n\nals beisitzende Richter,\nOberotaestsanvelt u\n\nals Vertreter der Jundesanwaltschait,\nJustizengestellter ip\n\nels Urlzundsbea’'.ter der Geschüitretelle,\n\nfür Recht erkannt:\n\nDie Revision des Angeklagten gegen das\nUrteil des Lendgerichts in 3iclefeld vom\n27. Juni 1951 wird verworfen.\n\nDer Angelllegte ket die Kosten des Acchtemittels zu tragen.\n\nVon Rechts wegen\n\n27\n\nGründes\n\n‘Der infolge Alkoholgenusses fehruntiichtige Ingelilagte\nverursechte en 4. liovember 1950, indern er den von ihn Koh\nsteuerten Kraftwagen plötzlich wendete, ohne sich ver\ndie rlickmürtige Verkehrslage zu unterrichten oder seine\nRichtungsünderung anzuzeigen, einen Zusamienstoss nit dem\n‚lotorradfehrer TER, der dabei erheblich verletst vurdes\n\"die Bitte des Verletzten, ihn zum Arzt zu bringen, lehnte\nder angella,te ab und fuhr weiter, um der äntnchne einer\n3lutyrobe zu entgehen. Die Jerufungsikemer het ihn we;en\n. Zehrliisriger Zürperverletzung in Tateinheit nit übertretungen ver Stragsenverl:ehrsordnung (35 1, 7 abs 3, 11\n“bs 1, 49) und der Straoeenverkehrszulessungsoränung (§§ 2\nibs 1, 71) sowie vegen Fahrerfluckt in Dcteinheit nit unterlascener Tilfeleistung zu einer Gesent/jelüninisstrafe\nverurteilt. Die Sechbesckwerde des ıngelicgten mech.t inebesondere geltend, das \"Landgericht habe zu Unrecht Yatmehrlieit angenonmen, weil die Vorschri®t des 8 2 StVZO\nvom Angeklagten auch während der Ferrerilucht übertreten\nworden sei. Das Oberlandesgericht in Fern hült die Revision für unbes sründet, sieht sich aber wegen § 121 bs 2\nGVG mit Recht an eigener. Entscheidung deshelb- gehindert,\nweil das Oberlandesgericht Düeseldor? in einem Urteil von\n25. Juni 1951 (121. HRU 1951, 229) ‘den Standpunkt vertritt, die mit jeder der beiden Verfehlungen ideell koakurrierende übertretung des g 2 StVZO begründe els Dauerdelikt Tateinheit zuischen Verkehrestreftet und nacıı?ol-\n\n\\ gender Fe: ‚rerflucht.\n\nDer in der Sechtsprechung des Sundesgerichtcho”s\nanerkannte Satz, dass mehrere gelbstlinäige, etrafbare\n\n«:\n——\n\n„s\n\n\"\ng\n\nun gen namen >\nmw ummundmu\n\nwiege\nnt A ET\nnr\n\nei EEE\n=\n\nwong,\n\nBEE ET.\nKripier\n\nvornernlich darin, dacss ec den Tatcaciten und Inrchauun-\n\n‚ Zehler. Yass der Angeklegte nicht auch in Drteinkeit ..it\n\n- 3.\n\nAenclung;sn nicht durch eine tateinheitlich becengene in\nderschvere Tortgeretzte Streftat zu einer Jirhceit zusmuengefaset erden !önnen, ?indot seine Nechtfertizun; j\n\ngen des Lebens und dauit zugleich scchgerüscser Gesetzesauslegung; „iderspräche, wenn men untereincnder en sich\nselbständige, schwerer straibsre FErnälunger els unesellesinüige Zeile ciner minder ec!ver sträfbcren Tot aulzaesen wollte (36St 1, 67, 70). Dieser Grund trif?t Zir\nein =inder zchveres Deuerdelikt in gleichen .lscse zu vie\nir eine mindercchvere Tortcscotzte Streltst. „Jin vecernilicher Untercchied zwischen beiden Arten dor reektlichen\nTendälungseisheit besteht incoreit ninlien nicht, Inehssondere wird bei natürlicher Yutrechtung Cie Dewuerstrer- j\ntet nicht echon dadurch zum beherrcc..enden lenent Ges\nGesentgerchehens, dass sie - in Gegensatz zur Tortgesetzten \\erdlung - ohne zeitliche Unterbrechrng veriirl:-\nlicht wird. Die fortgosetzte Kendlun: wird ebenfells els\neine ununterbrochene Sinheit aufgefasst und die unurterbrochene Vcerwirlilichung dcs’ inneren Tetberterdes cuch bei\neiner Deuerztreftat nicht vorcusgesetzt. us diesen Irv- ö\nsungen werden mehrere selbstlindige, strs?bare !Tanüluuzen\nAurch eine einheitlich nit beiden begenzene, sindercchvere\nIruerstraitat ebeneovienig zu einer ZJinheit zurei.iengeschloreen, wie durch eine .zindersciwere Sortgesetste Streftat. a “ 3\n\nDr\n\nDie Annahme von Tetmehrkeit zwischen Taurlürsiger\nmisr,erverletzung in Tateinheit mit Verkohreibertretungen\neinerseits unü Tehrerflucht in Jateinneit nit unterlancener Tilleleictung andererseits enthält co.:it !ieinen eshts-\n\n-L-— I:\nvahrerflucht wegen übertretung des § 2 StVZO verurteilt “\nworden ist, beschwert ihn nicht. el\n\nZuch ia übrigen lüest das engefochtene Urteil keiuen Be\nzun Lochteil des Angeklagten susschlagenden Teckhtsirrtw. “\nhervortreien. Zin die Zurechnu:geflhigkeit cusschliessen- E)\nder nauschzustend het nach Überzeugung der Lemmer bein Ki:\nNneeklagten nicht vorgelegen;z seine Verurteilung cus Ri\n8 370 a -StG2 ken dsher nicht in 3etrccht. Die feotgestellte, a;\nZehruntichtijteit 12 Sinne des \"8 2 Stvrzo is t ait den von Ri\nder Streikerner ebgelehnten ‚Voraussetzungen des 4 51 ..%02 “R\nnicht gleichzsusetsen (2GSt 69, 364). Dees die Vorechri?t Bi '\ndee 5 230 c 5t@> in der Tascung von 28. Juni 1975 (ncsi u\n\nu 1 842) geltendes Nscht ist und deher eine v»olizeiliche SR\n\" Aufforderung zur rilfeleirtung nicht rots sendig vorausectzt, ee\n\nwilnn\n\nist in der Zechtsyrechung des Bundesgericlitrh ofs creriichut\nvers 1, 268). Ob die Straike gizer aus der Bertismung tes\n. 5 T2ba 3 StVO, die! seine selbst näige Strafroc!..tsnorz, 80N-En dern nur einen Leßstab für die enzuniendende Sorß?elt\n\" stellt, rechtsirrig einen selbstlindigen Schulävorvur? herseleitet hat, kann auf sich beruhen, weil er den gesetzlichen Stra?rehmen sonie die Strefzunen scungstatsschen und\nsomit des Strafmass nicht beeinflusst heben würde.\n\n.\n”\n\nNur\nu ne\n-» .\n\nnn nn nen ne\n\n-5.\n\nDie hiernach zebotene Ververfung der Revision ertspricht dei: Antrase des Oberbundesanvalts.\n\nGros GE Krumne üngels\nDr. Hülle Dr. Augustin","source":"ce-bgh-str","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/1951-06-27/4-str-993-51","cited_norms":[],"authoritative_source":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","attribution":{"source":"Bundesgerichtshof","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","license":"Creative Commons Zero (CC0 1.0)","license_url":"https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/","notice":"Amtliche Entscheidung des Bundesgerichtshofs (§ 5 UrhG). 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