{"status":"available","doknr":"CEBGHSTR-BGH_Strafsenat-4_NA_1951-06-05_4_StR_628_51_NA_NA_NA","ecli":null,"court":"BGH","senate":"4. Strafsenat","decided":"1951-06-05","aktenzeichen":"4 StR 628/51","doktyp":null,"leitsatz":null,"text_plain":"4a anf 2m\n\nheleue‘ e n n ce FW\n\nIn der Strafsache\ngegen .\n\n1.) den \\lohproduktenhndlcr Richard C EB, -;evoren arı ED 1912 :: -Umm (OUT )\n\n2.) dessen .hefreu Hildsgerd C NED co. ED\n@:. zeborsn zu Ep 1921 in Sen (GERD\nIR\n\nbeide wohnhe?t in mumuminmmmmmunp, ' -\n\nwesen Hehlerci u.a.\n\nhrt der 4. Strefsenat des Bundesgerichtshofs in der Sitzung vom 17. Avril 1952, an der teilgenormmen haben:\n\nSenntsprüisident Dr. Gro3\nals Vorsitzender,\nBunde;:richtsr Dr. Hörchner\nBundesrichter Dr. Engels\nBundesrichter Dr. Hülle\nBundesrichter Dr. Augustin\nals beisitzende Richter,\n\nBundesanwalt! '\nals Vertreter der Buhdesanvaltpghaft, -\n\nJustizang estellter u - j\nals Urtundsbeanter der Geschäftsstelle,\n\n°\ntür Recht erkannt:\nDie Revisionen der Angeklasten ge;en das Urteil des\nLandgerichts in ıssen vom 5. Juni 1951 werden verworfen.\n\nJeder An;eklaste trügt die Kosten seines \\lechtrmittels. .\nVon techts wegen\n\n2 - 19\n\nGrände:\n\nDer Ansiıilagte Richart CE ist unt:r Freisvec!: ı;\nim übri,;on.. zen Jdehlserei an Stelle einer cn-sich verwirkten Gelinznisstrafe von einem Monct zu 300 2.1 Gelidstrefe und we;en Srv:erhs von Altmetall von einem lLiinderjährigen (Verschen z2;ea § 5 5, 16 äbe 1 Zi2L 4 des Gesatzes \\her den Verkehr ait unedlen Hetalicna) zu einer\nweiteren Geldstrafe von 50 Dil, hilfsweise fünf Tayen\nGefngnis, die An;etlayta {lldegard CB ezcn Yeihilfe zur Hehlerci an Stelle einer en sich verirkten\n»efüngnisstrafe von 14 YTasen zu 140 Du Gelästr.fe verurteilt voruen. . on\n\nCegen diosco Entscheidung haben beide An;exlagten\nohne Beschrän'tun; Revision eingelegt. Sie rüsen die Verletzung des sachlichen Strafrechts. “enn auch die Beschwerdeführer ‘reine bestinmten Revisionsamträse g0-\nst3l1l*+ und die Sachrüge nur insoweit nüher bozrindet haben, als sie ween dellerei bezw. wesen Beihilfe hierzu\nverurteilt worden sind, so hat. doch. des Urteil als in\nvollem Umfang engefochten zu \"gelten (nest 56, 225).\n\nEtage, BR “\nDen Revisionen muss seroch der Srfolg, veraagt ver-\n\n”».\n.\n\n2 EEE ze hr BE . Dre\n> Ehne Hechtoirrtum hat das‘ Landgericht ‚In dem Erwerb\nder kupfernen Heizschlange eine’ Hehlerei des Angeklagten\nRichard OWEEEB zefunden und die Ehefrau | vegen\n\nSeihilfe zu dieser Straftat vor teilt. . ur\nDie im angefochtenen Unter. singengs getroffene\nknappe Feststellung, 3ichard habe von seiner „he-\n\n... ur ” ‘ :\ns aeg .\nı. R Es, ’ L > -\ns\n“ N ot\n\nnn\n\n_«\ns\n\nee ee rl, >\nrn nun Zn,\n\nvIZn8\n\nN. RAU KR: REN\ns\n\nL 2\n\nPe\n\nv\nN“ ve\n\nziff 4 des erwähnten Ganstnen. gefunden hats‘\n\n‚gen Rechtsprechun; zu § 59 StGB aus betrechtet, zu bean-\n\nzrau \"den Sıchvernalt des Änkaufs\" erfuhren, hut lıs\nLeacsericht an späterer Stolle der Urteils;;ründe nach\nein;ehender Darlezunz der Umstiinde, dic für die Dös;liubi,keit der vhefrau sprechen, dahin ergänzt, dnss dem\n„smann CE, bevor er Gen ınkauf der leizschlange\nbillisgte, durch seine shefrcu von allen dicosen „inzel.-\nheiten dcs Snchverhslts in Kenntnis gesetzt “orden sei,\nDer innere Tatbest:nd der Ilehlerei bezir. der Beihilfe\nhierzu ist -— ent ;ss;2n der Zasicht der Revisionen - Gen\nUrteilsgründen ausrsichend zu entnehmen.\n\nvie weiteren Ausführungen der Besch‘.crdeführer richtan sich ze,;en Cie tetrichterliche Seweicevrüirdi;un; und\nsind deshalb unbeschtlich (§ 337 StPO).\n\nDie Hichtan.endung der §§ 1, 5, 16 Ziff 1 und 4 des\nGesetzes über Gen Verkehr mit unedlen lietallen kann zuf\nsich beruhen, da die Anzeirlagten hierdurch nicht beschwert sind:\n\n2. 208 angefochtene Urteil begegnet im irgobnie auch\ninsoweit keinem äurchgreifenden rechtlichen, 3eden:en,\n\nals das Landgericht in dem weiteren rverb einer ! ilei- <E\nnen lienge Kupferrohr von dem länder jührigen ' b ein A\nVergehen des Angeklagten. Richard 6 ‚gegen § 5, 16 \"\n\nDie Ausführung en der Strafkenner zun. inneren Tatbestand würden allerdings, von der Grundla;e der bisheri-\n\nstenden sein. Zwar führt das Landgericht aus, \"ie ilinderjährigkeit des Veräusserers sei für den .n;eillagten ticherd\nCO er’cennber ;e.:esen, de es sich um einen schnüchtigen\nüdonschen handle, der nicht übernormal entiicielt sci\n\n24\n\n#\n4\n\n.\nBA\n7\n\nY)\n\nLe\n3\n\nWr\n\n$\n\nv\n\n. EEE Zr zur. > ec\n\nSET:\n\nr N SREN\nTRINE\n\nN\n\nne\nR BE 55\n\n. Pr 7 ne\n\nol 15\n\nund dem aan „ins Sid _ejÜbriskeit onnce .eiterss unsehe „za Ist sinnzen’sc die Teststellun; zu entnehien,\na>ss Richird CM dic Liinderjährigkeit dos Verlussevers auch tatsächlich erkannt hat, An anderer Stelle\n\ndes Urteils ist jedoch dargelegt worden, die ’ihefrau\nCHE habe sich dshin ein;selcasen, sie hause den Verzu.,serer [ir ‘ner 15 d.ure alt gehalten und iur Alemann habe ihr erklärt, sie \\önns von Über 18 Jahre alten Personen -ıetnll er.'erben, da diese vollj'hriL,; seien.\nAngesichts dieses als unvwiderlegbar bezeichneten Vertci-Gdigungsvorbrin ;ens Cer Jheirzu CO ':; itte das Lanügericht - auf 6er Grundlage der bisherigen Rechtsprechung\nzu 3 59 StCB - .larstellen wüssen, ob äie von Zicherä\nCE ze,;sniner seiner :!hefrau abje; ‚ebene rlläruns.\niner 18 Jahre alte !crsonen hätten als volljühris zu\n„elten, seinar ei ;enen Jberzeugung entsyrach und ob er\nven Veriusserer Tlir bereits 18 Jahre elt hielt. ?Talls\nälose beiden Pr..;en zu bejahen wi Üören, vürde sich\nticherd CM ch ar bisherigen stechts ‚rcchung in\neinem vom Str ./richter zu beachtenden , ‚ausserstre. ‚frechtlichen Ir:tun beiunden haben (vgl Olshauscen 12. aufl\n\n§ 59 Anm 0 15 \\bs 3 und d.d.engef. J; da der Bezriit der .\ninderjlhrigseit den bürg ;erliohen ‘Recht entiehnt ist\n\n„aest 35, 37, 8). SET Reel\n\nJedoch ist durch FR z ndue iprehtun. des \"Bun-Gesgerichtsbofs zu § 59 StCB,, die mit dem 32 »schl.1ss des\n‚Grossen Sen:ts Zir Str.lsachen vom 18. ‚Hirz 1952 (63 +\n2/51) ein;zeleitet ordon ist, die herkö ;siliche und von\nSschrifttun bersie,;on abgelehnte Unterscheidung wi\nschen Stragroohtlehen und susserstrafroehtlichen Irr-\n\n* « .\nx >\na -\n\nx\nx x\n28 m nd\n\n..\n\n« -\n‚+\n\nbus «vP,» abea Stloc. Der iugaere Tntb.»trad ist vieiehr urlee cc. Conichteyenkt zu prüfen, oh bei dem „n-L2sten ela Jatbes-tradsirrtwi oder ein Verbot.irrtun\n\nern der An,tlaste lichard CB der Uns .1-\n\nIR\nke)\nmn\n\nter des Veriusserers zeirrt hat, komnts ein Irrtun über\nDe } ‘\n\n3\nein Tatbestandsmerkmal in 3etracht.\n\nBsji der zaiteren !r.ıge jedoch, ob cer . ng2ilı,502\nirrtümlich anzenomacn hat, der Begril? der .!inderj/hri,;-\nkeit im Sinne des 5 5 sa0 bestimme sich nach der Str T-\naundigkeit (8 1 RICE) md nicht nach der bürzerlichrechtlichen Volljüari keit, es sei also erlaubt, von\neiner über 15 Jcure alten ?orson Altmer:11 zu er. erben\n»rnleit es sich um ciaen Verbotsirrtum in inne der\nnmer Nocnts;rechun.; des Bundesgerichsshofs. La Sereicas des Verbotsirrtuns zenüst es nach Cem er:\"haben ezchluss cs Crossen Senats, dass der inzeklagte das Ver-Yosenvein, dos rechtlich Unerlaubte der Tut zarıntc oder\nbei gehöriszer \\nspormnung seines Gewissens bezw. bei zu:\nmiıtbarer -riwuligzun,; erkennen !ronnte. Lic,t diase Voraussetzung vor, so steht der Verbotsirrtum der str- frechtiichen !Ihndung nicht entg2 ;en.\n\n.\n\nN\nIm vorlie,;enden Fall var der etwaiye Irrtum über\ndas Verbot des Trrrerbs von einem Veräusserer im Alter\nzwischen 18 und 21 Jahren für den Angeklagten Richors\nCO ersichtlich verneidbar. Der Basch ;erdeführer. ist\nvon Haus aus Schlo' ser, betätigte sich zur Tatzeit als\ntohproduktenh''nöler, besass als solcher den „ondergze-\n\n-6-\n\nscbeschein wrü befiuste sich auch -— caa;leich one\nbosondera Senehmizung -— mit dem gewv2rblichen An- und\nVerkauf von uısdlen \\irtallen. ss vor iha ausesichts\nSlesor Berulstitigseit oüne eiteres ‚zuzunutsn, “ass\n\ner zich, bsvor er 'ltmatall von ju, endliche en Psrsonen\nankaufte, Geänten derönoer machte und !irkundiza,;m\ndarüber cinzo;, .er als Linderjähri ;er im Sinae des\n\n8 5 aa0 anzuschen ist. Siner onderrieitizen tatrichterlichen Wwfilärun; bedurfte es insoweit nicht, “da den\nUrtzilsgrinden das ‘irforderliche zu entnehmen ist. Sollte sich Richard Ca, wie unterstellt ‚'erden naz, in\neinen Irrtum über d:s Verbotensein seines Verhaltens be-Zunden haben, so ist ium die Tat- dennoch vor: eribar.\n\nx\na 20\n\nPs mt, 2\nSen\n\n,\n\nDarauf, ob der Ani: sklagte Richard CU an Verdusserer für über 13 Jahre :alt gehalteh, hat, konnt es\nsonach nicht an. Dass er ihn etwa für über 21 Johre alt gehalten hebe, schcidet aus, \"ie der Urteilszusa.menhang\n\n‘\n\naueifelsfrei r'scnnen ” Hast. ' “ “\nx ı >» DR \\ zei\n\n“ Kr we Rx “\nIm ürgebnis erweist sich: ade; fe Verurteilung des\n\nAngeklasten Nichard CORE auch in diesen Falle als beu. . BL, £ > 3\nsr’indet. EEG RR Be:\nun Rt EEE Ri %\n“r ’ ” Due EN Z Zu AN \"er ER 7 \\ “ Be\nZu einer 'arn&seigung der: johnnen ‚Sehr! ’gering benesse- Be;\n‚nen Gelästrafe. von, 50 Srkehn. nach‘ ‚Lage, des. Falls, die ad- ,.%4\n. vrth\nveichende „ürdigung,' die’ der! \"innere: ‚Pe, ‚tbestand im. ‚Ver- . a\nru\" Der se BG.\nhi ältnis zur tatrichterlichen' Feststellung erfährt, offen-\n\"sichtlich keine Ver onlansung bieten;, ‚Deshalb bedurf es\nsuch nicht der, Aufhebüng ‚äse. anche,\nEzEBRE Ze 7) > ’ .\n= wurst, . zn. A 2; FE x Bye 3% RE 1% \\ + .’ x L> s ’ 8 8.\nBe >’ < ‘ REN x, £ : % CH\nes ve : ve. 4 yon \\. un \\ 3:\n«i 4 u mr ri %, j “ : Ir\nRi - E3 %\n\nArt\n2\n\n27\n\nPar: .\n=\n\nARE\nr\n\nP\n\n070\nx\nRn\nB\ns\n\nmai\n\nDi Tichtonvendun; Ges § 259 StGB und der SS 1. ıa :\n\n2alif ı des Gosctzes \"ber den Verkehr mit unedlen !letal- ’\n\nRe Es\n\n‘\n\n. - . 6%\nicon kann auch in diesem Falle auf sich berullen, dn der Be\nangeklasto hierdurch nicht beschwert ist. 2\n\ngen\n\nNie Rsvisionen beider Angeklagten vw. ren nach alle- .\ndem mit der zus § 473 .35t?0 sich er ;cbenden Kostenfoise\nals unbegründet zu ver..crfen, »\n\n‘ -\n\n..\n\nGroß . Hörchner . a sels R\nYülle Ir, usustin\n\nRi\n* “\n.\n” »\nF .\n‘ x ea\nRi > ‘\n.\nx R ,\n* „>\n»\nI son\nt :\n‘ .\ne\nR ’ . j i BR &\nBR ı 2 , y\n. ’ ‘ «\n‚ EL} s s -\ns Ss „N r3 ’\n. en ,\n> ar ” ‘» * “ . £\n> hen tn» { F\nDu} t >\nRt we hr sr ”\n“ ü : . NY vo. , ,\n” « . “ .\n. “ Fi v0 B ’\n.. .. or >\nx .. D 27, . y\n- ‘\nN ann. 4 4, er yet ALBN er “\nvw.’ Dr . % wyt I 7\n“ oo. “ „.e.. . % uno, Br r R io.\n. « “4 x v d EN) sc r N, “r\nı nen x sr s% ”.\n. x‘, Y y RE; IN . i ‘\n. ‘ > N 64 .’\nvar w “. ı wer re rn >; va AND } iR\n’ ? 2‘, » v a. s i Soı » \" F\n” $° PC Da es, “\nv “ ® a. &; E; . : Pas . u\nr ” rm Ei} ’ .\n“ For %\n” 23° EEE g\n\"Tone ‘ ’ tr\n: re RER BE .\n0% u.\nr £% R ERS\nDen zw...\nN * u. “r\nDue Sn Ze\nCZ zur °\nx GE GER eu...\nx nr “ :\nN > 2 u .‘ TEN 8x *\nFR 0 N\nER P TS .. DEE 5 Zu 1.2 ‘\ns ur SZ x\nx\n.\n? Ä\n' . ES De ’ v “ *\n’ :\n»\n- PR . .\ns .\n»","source":"ce-bgh-str","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/1951-06-05/4-str-628-51","cited_norms":[{"jurabk":"StGB","ref":"§ 59","ref_norm":"59","n":1},{"jurabk":"StGB","ref":"§ 259","ref_norm":"259","n":1},{"jurabk":"StPO","ref":"§ 337","ref_norm":"337","n":1}],"authoritative_source":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","attribution":{"source":"Bundesgerichtshof","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","license":"Creative Commons Zero (CC0 1.0)","license_url":"https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/","notice":"Amtliche Entscheidung des Bundesgerichtshofs (§ 5 UrhG). Bereitgestellt über den Datensatz »Entscheidungen des Bundesgerichtshofs in Strafsachen aus dem 20. Jahrhundert« von Seán Fobbe und Tilko Swalve, https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377, veröffentlicht unter Creative Commons Zero (CC0 1.0). 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