{"status":"available","doknr":"CEBGHSTR-BGH_Strafsenat-3_NA_1999-05-07_3_StR_178_99_NA_NA_NA","ecli":null,"court":"BGH","senate":"3. Strafsenat","decided":"1999-05-07","aktenzeichen":"3 StR 178/99","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"BUNDESGERICHTSHOF\n\nBESCHLUSS\n\n3 StR 178/99\n\nvom\n7. Mai 1999\nin der Strafsache\ngegen\n\nwegen sexuellen Mißbrauchs von Kindern\n\nDer 3. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat auf Antrag des Generalbundesanwalts und nach Anhörung des Beschwerdeführers am 7. Mai 1999 gemäß 8 349 Abs. 1 StPO beschlossen:\n\nDie Revision des Angeklagten gegen das Urteil des Landgerichts Itzehoe vom 14. Dezember 1998 wird als unzulässig\n\nverworfen.\n\nDer Beschwerdeführer hat die Kosten des Rechtsmittels und\ndie der Nebenklägerin im Revisionsverfahren erwachsenen\n\nnotwendigen Auslagen zu tragen.\n\nGründe:\n\nDie Revision ist unzulässig, da der Beschwerdeführer eine unzulässige\n\nVerfahrensrüge und keine Sachrüge erhoben hat.\n\nDie Verfahrensrüge ist unzulässig, weil die Revisionsbegründung weder\nden Inhalt des Beweisamtrags auf Einholung eines psychologischen Gutachtens zur Glaubwürdigkeit des Opfers noch den Ablehnungsbeschluß mitteilt\n(§ 344 Abs. 2 Satz 2 StPO).\n\nEntgegen § 344 Abs. 2 Satz 1 StPO läßt weder die Revisionseinlegungs- noch die Revisionsbegründungsschrift erkennen, ob das Urteil auch\nwegen Verletzung einer materiellen Rechtsnorm angegriffen wird. Die bloße\nErklärung der Revisionseinlegung und der Aufhebungsamtrag, mit dem der tatsächliche Umfang und das Ziel der Revision klargelegt werden, genügen diesen Anforderungen nicht (BGHR StPO 8 344 Il 2 Beweiswürdigung 4\n\nm.w.Nachw.; BGH, Beschl. vom 6. Mai 1992 -2 StR 21/92). Eine Sachrüge\nkann auch nicht in dem ersten Satz der Revisionsbegründung (\"Das angefochtene Urteil beruht auf der Verletzung des Gesetzes.\") gesehen werden, da\nsich an ihn unmittelbar die Beanstandung anschließt, dem Beweisamtrag sei\nfehlerhaft nicht entsprochen worden. Mit der \"Verletzung des Gesetzes\" ist da-\n\nmit nur die Verletzung des Verfahrensrechts gemeint.\n\nKutzer Rissing-van Saan Miebach\nWinkler Pfister","source":"ce-bgh-str","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/1999-05-07/3-str-178-99","cited_norms":[{"jurabk":"StPO","ref":"§ 344","ref_norm":"344","n":2}],"authoritative_source":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","attribution":{"source":"Bundesgerichtshof","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","license":"Creative Commons Zero (CC0 1.0)","license_url":"https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/","notice":"Amtliche Entscheidung des Bundesgerichtshofs (§ 5 UrhG). Bereitgestellt über den Datensatz »Entscheidungen des Bundesgerichtshofs in Strafsachen aus dem 20. Jahrhundert« von Seán Fobbe und Tilko Swalve, https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377, veröffentlicht unter Creative Commons Zero (CC0 1.0). Der Text wurde per Texterkennung (OCR) aus Scans des Gerichts gewonnen; die Erkennungsqualität schwankt."},"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/1999-05-07/3-str-178-99","upstream":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","retrieved":"2026-08-21 23:23:58.651853+00:00"}}