{"status":"available","doknr":"CEBGHSTR-BGH_Strafsenat-3_NA_1998-03-11_3_StR_591_97_NA_NA_NA","ecli":null,"court":"BGH","senate":"3. Strafsenat","decided":"1998-03-11","aktenzeichen":"3 StR 591/97","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"BUNDESGERICHTSHOF\n\nBESCHLUSS\n\n3 StR 591/97\n\nvom\n11. März 1998\n\nin der Strafsache\n\ngegen\n\nwegen Landfriedensbruchs u. a.\n\nDer 3. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat auf Antrag\ndes Generalbundesanwalts und nach Anhörung der\n\nBeschwerdeführer am 11. März 1998 einstimmig beschlossen:\n\n1. Der Angeklagte D. wird auf seinen\nAntrag gegen die Versäumung der Frist\n\nzur Begründung der Revision gegen das\n\nUrteil des Landgerichts Neuruppin vom\n16. Mai 1997 in den vorigen Stand\n\nwiedereingesetzt.\n\nDie Kosten der Wiedereinsetzung trägt\n\nder Angeklagte.\n\nDie Revisionen der Angeklagten gegen\ndas vorbezeichnete Urteil werden als\nunbegründet verworfen, da die\nNachprüfung des Urteils auf Grund der\nRevisionsrechtfertigungen keinen\nRechtsfehler zum Nachteil der\nAngeklagten ergeben hat (S 349 Abs. 2\nStPO).\n\nJedoch wird die Urteilsformel im\nSchuldspruch zur Klarstellung dahin\nneu gefaßt, daß die Angeklagten\nschuldig sind wie folgt:\n\nDer Angeklagte M. des\nLandfriedensbruchs in Tateinheit mit\ngefährlicher Körperverletzung, mit\nSachbeschädigung und mit Ausüben der\ntatsächlichen Gewalt über einen\n\nSchlagring,\n\nder Angeklagte H. des\nLandfriedensbruchs in Tateinheit mit\ngefährlicher Körperverletzung und mit\nAusüben der tatsächlichen Gewalt über\n\neinen Schlagring,\n\nder Angeklagte Sch. des\nLandfriedensbruchs in Tateinheit mit\ngefährlicher Körperverletzung und mit\n\nSachbeschädigung,\n\nder Angeklagte D. des\nLandfriedensbruchs in Tateinheit mit\nSachbeschädigung und mit Verwenden von\nKennzeichen verfassungswidriger\nOrganisationen, sowie des Ausübens der\ntatsächlichen Gewalt über einen\n\nTotschläger.\n\n§ 125 a StGB ist keine den\nLandfriedensbruch qualifizierende\nVorschrift, sondern eine\nStrafzumessungsregel (BGHR StGB § 125\na Waffe 1), deren Vorliegen nicht in\ndie Urteilsformel aufgenommen wird\n(BGHSt 23, 254, 256; 27, 287, 289).\nDie einzelnen Straftatbestände des\nWaffengesetzes sind genau zu\nbezeichnen, die Formulierung \"Verstoß\ngegen das Waffengesetz\" ist\nunzureichend (vgl. Steindorf,\nWaffenrecht 6. Aufl. § 53 WaffG\n\nRdn. 2).\n\nJeder Beschwerdeführer hat die Kosten\nseines Rechtsmittels und die dem\nNebenkläger im Revisionsverfahren\nentstandenen notwendigen Auslagen zu\n\ntragen.\nKutzer Blauth Miebach\n\nwinkler Pfister","source":"ce-bgh-str","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/1998-03-11/3-str-591-97","cited_norms":[{"jurabk":"StGB","ref":"§ 125a","ref_norm":"125a","n":1},{"jurabk":"WaffG 2002","ref":"§ 53","ref_norm":"53","n":1}],"authoritative_source":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","attribution":{"source":"Bundesgerichtshof","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","license":"Creative Commons Zero (CC0 1.0)","license_url":"https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/","notice":"Amtliche Entscheidung des Bundesgerichtshofs (§ 5 UrhG). Bereitgestellt über den Datensatz »Entscheidungen des Bundesgerichtshofs in Strafsachen aus dem 20. Jahrhundert« von Seán Fobbe und Tilko Swalve, https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377, veröffentlicht unter Creative Commons Zero (CC0 1.0). Der Text wurde per Texterkennung (OCR) aus Scans des Gerichts gewonnen; die Erkennungsqualität schwankt."},"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/1998-03-11/3-str-591-97","upstream":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","retrieved":"2026-08-21 23:23:38.020537+00:00"}}