{"status":"available","doknr":"CEBGHSTR-BGH_Strafsenat-3_NA_1997-10-29_3_StR_481_97_NA_NA_NA","ecli":null,"court":"BGH","senate":"3. Strafsenat","decided":"1997-10-29","aktenzeichen":"3 StR 481/97","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"BUNDESGERICHTSHOF\n\nBESCHLUSS\n\n3 StR 481/97 vom\n\n29. Oktober 1997\n\nin der Strafsache\n\ngegen\n\nwegen Nötigung\n\nDer 3. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat auf Antrag des\nGeneralbundesanwalts und nach Anhörung des Beschwerdefüh-\n\nrers am 29. Oktober 1997 einstimmig beschlossen:\n\nDie Revision des Angeklagten gegen das\nUrteil des Landgerichts Dresden vom\n\n2. Oktober 1996 wird als unbegründet verworfen, da die Nachprüfung des Urteils\nauf Grund der Revisionsrechtfertigung\nkeinen Rechtsfehler zum Nachteil des Angeklagten ergeben hat (S 349 Abs. 2\nStPO).\n\nDie auf $S 230 Abs. 1, $S 338 Nr. 5 StPO gestützte Verfahrensrüge ist auch deshalb\nnicht zulässig erhoben, weil vom Beschwerdeführer nicht mitgeteilt worden ist, was\nder Mitangeklagte M. in der Sitzung\nvom 23. September 1996 auf die ergänzenden\nFragen, \"die die Herkunft der Waffen betrafen\", im einzelnen bekundet hat\n\n(Bd. IV b, Bl. 37 d. Akten). Denn nach der\nSchilderung des Beschwerdeführers liegt es\nnahe, daß der geltend gemachte Verfahrensmangel (mögliche Angaben des Mitangeklagten M. zur Herkunft der Waffen wäh-\n\nrend der Beurlaubung des Angeklagten\n\nF. nach § 231 c StPO am 19. September\n1996) durch die Wiederholung dieser Angaben des Mitangeklagten M. in Anwesenheit des Angeklagten F. geheilt wor-\n\nden ist (vgl. dazu BGHSt 30, 74, 76; 33,\n\n99, 100; Pfeiffer in KK-StPO 3. Aufl. Einleitung Rdn. 158; Kleinknecht/Meyer-Goßner\nStPO 43. Aufl. § 337 Rdn. 39 und § 338\nRdn. 3). In einem Fall wie hier, in dem\nnach dem eigenen Vortrag des Beschwerdeführers die Möglichkeit der Heilung in Betracht kommt, muß der Sachverhalt auch in\ndieser Hinsicht vollständig mitgeteilt\nwerden, um dem Revisionsgericht die Beurteilung zu ermöglichen, ob ein bis zum Ur-\n\nteil fortwirkender Mangel vorliegt.\n\nDer Beschwerdeführer hat die Kosten seines\n\nRechtsmittels zu tragen.\n\nKutzer Blauth Miebach\n\nwinkler Pfister","source":"ce-bgh-str","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/1997-10-29/3-str-481-97","cited_norms":[{"jurabk":"StPO","ref":"§ 231c","ref_norm":"231c","n":1}],"authoritative_source":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","attribution":{"source":"Bundesgerichtshof","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","license":"Creative Commons Zero (CC0 1.0)","license_url":"https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/","notice":"Amtliche Entscheidung des Bundesgerichtshofs (§ 5 UrhG). Bereitgestellt über den Datensatz »Entscheidungen des Bundesgerichtshofs in Strafsachen aus dem 20. Jahrhundert« von Seán Fobbe und Tilko Swalve, https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377, veröffentlicht unter Creative Commons Zero (CC0 1.0). Der Text wurde per Texterkennung (OCR) aus Scans des Gerichts gewonnen; die Erkennungsqualität schwankt."},"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/1997-10-29/3-str-481-97","upstream":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","retrieved":"2026-08-21 23:23:31.398524+00:00"}}