{"status":"available","doknr":"CEBGHSTR-BGH_Strafsenat-3_NA_1997-03-19_3_StR_80_97_NA_NA_NA","ecli":null,"court":"BGH","senate":"3. Strafsenat","decided":"1997-03-19","aktenzeichen":"3 StR 80/97","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"Lime\nu\n($\n»\n\nBUNDESGERICHTSHOF\n\nBESCHLUSS\n\n3 StR 80/97\n\nvom\n19. März 1997\n\nin der Strafsache\n\ngegen\n\nSelahaddin E EEEB aus FO geboren am\nGE 1971 ir Ve Türkei),\n\nwegen Landfriedensbruchs u. a.\n\nDer 3. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat auf Antrag des\nGeneralbundesanwalts und nach Anhörung des Beschwerdeführers\n\nam 19. März 1997 einstimmig beschlossen:\n\nDie Revision des Angeklagten gegen das Urteil des\n\nLandgerichts Dortmund vom 8. Oktober 1996 wird als\nunbegründet verworfen, da die Nachprüfung des Ur-\n\nteils auf Grund der Revisionsrechtfertigung keinen\nRechtsfehler zum Nachteil des Angeklagten ergeben\n\nhat (§ 349 Abs. 2 StPO).\n\nDie Auswahl eines geeigneten Dolmetschers, bzw. die\nZuziehung eines weiteren Dolmetschers für die kurdische Sprache lag grundsätzlich im pflichtgemäßen\nErmessen des Gerichts (vgl. Mayr in KK 3. Aufl.\n\nSs 185 GVG Rdn. 7). Eine Verletzung dieser Pflicht\nund damit ein relativer Revisionsgrund nach § 337\nStPO i.V. mit § 185 GVG kann bereits deswegen nicht\nfestgestellt werden, da weder der Angeklagte noch\nsein Verteidiger in der Hauptverhandlung eine unzureichende Verständigungsmöglichkeit geltend gemacht\nhaben. Daß der Angeklagte, der nach den getroffenen\nFeststellungen während seiner zweijährigen Militärzeit die türkische Sprache erlernt hatte, hierzu\nnicht in der Lage gewesen wäre, ist angesichts des\nUmstandes, daß er mit Hilfe des Dolmetschers für\ndie türkische Sprache zur Sache eine umfangreiche\nund detaillierte Einlassung abgeben konnte, nicht\n\nersichtlich.\n\nDer Beschwerdeführer hat die Kosten des Rechtsmit-\n\ntels zu tragen.\n\nKutzer Blauth\nWinkler\n\nMiebach\n\nBoetticher","source":"ce-bgh-str","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/1997-03-19/3-str-80-97","cited_norms":[{"jurabk":"StPO","ref":"§ 337","ref_norm":"337","n":1},{"jurabk":"StPO","ref":"§ 349","ref_norm":"349","n":1},{"jurabk":"GVG","ref":"§ 185","ref_norm":"185","n":1}],"authoritative_source":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","attribution":{"source":"Bundesgerichtshof","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","license":"Creative Commons Zero (CC0 1.0)","license_url":"https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/","notice":"Amtliche Entscheidung des Bundesgerichtshofs (§ 5 UrhG). Bereitgestellt über den Datensatz »Entscheidungen des Bundesgerichtshofs in Strafsachen aus dem 20. Jahrhundert« von Seán Fobbe und Tilko Swalve, https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377, veröffentlicht unter Creative Commons Zero (CC0 1.0). Der Text wurde per Texterkennung (OCR) aus Scans des Gerichts gewonnen; die Erkennungsqualität schwankt."},"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/1997-03-19/3-str-80-97","upstream":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","retrieved":"2026-08-21 23:23:20.400098+00:00"}}