{"status":"available","ecli":null,"court":"BGH","senate":"3. Strafsenat","decided":"1996-05-08","aktenzeichen":"3 StR 132/96","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"BUNDESGERICHTSHOF\n\nBESCHLUSS\n3 StR 132/96\n8. Mai 1996\n\nin der Strafsache\n\ngegen\n\nEver Hop aus DEE, Tenoren am\n@®. EEE 1965 in ce TEE (Susoslawien),,\n\nwegen Vergewaltigung u.a.\n\nDer 3. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat nach Anhörung\ndes Beschwerdeführers und des Generalbundesanwalts am 8. Mai\n1996 gemäß S 349 Abs. 1 StPO einstimmig beschlossen:\n\nDie Revision des Angeklagten gegen das Urteil\ndes Lanägerichts Düsseldorf vom 23. November\n1995 wird als unzulässig verworfen.\n\nDer Beschwerdeführer hat die Kosten des\nRechtsmittels und die der Nebenklägerin im\nRevisionsverfahren entstandenen notwendigen\nAuslagen zu tragen.\n\nGründe:\n\nDas Landgericht hat den Angeklagten wegen Vergewaltigung in Tateinheit mit sexueller Nötigung in zwei Fällen zu\neiner Gesamtfreiheitsstrafe von fünf Jahren und sechs Monaten verurteilt. Seine dagegen gerichtete Revision ist als\nunzulässig nach $S 349 Abs. 1 StPO zu verwerfen, weil die Begründung des Rechtsmittels nicht den formellen Anforderungen\ndes § 344 StPO genügt.\n\nZwar hat der Verteidiger des Angeklagten mit Schriftsatz vom 24. November 1995 Revision eingelegt und ausgeführt, die Revision werde \"auf Strafgrund und Strafmaß bezogen\" und \"darüber hinaus\" eine Verfahrensrüge nach § 338\nNr. 6 StPO geltend gemacht. Die Verfahrensrüge entspricht\nnicht, wie bereits der Generalbundesanwalt zutreffend darge-\n\nlegt hat, den Begründungsanforderungen des S 344 Abs. 2\n\nSatz 2 StPO und ist deshalb unzulässig. Aber auch eine zulässig erhobene Sachrüge kann dem Schriftsatz vom 24. November 1995 nicht entnommen werden.\n\nDer für die Annahme einer allgemein erhobenen Sachrüge\nallein in Betracht kommende erste Satz, die Revision werde\nauf Strafgrund und Strafmaß bezogen, ist schon nach der\nWortwahl unklar. Der Senat kann ihn zugunsten des Angeklagten noch als den nach § 344 Abs. 1 StPo erforderlichen Revisionsamtrag dahin auslegen, daß das Urteil insgesamt angefochten und aufgehoben werden soll. Eine darüber hinausgehende Begründung des Inhalts, daß auf den im Urteil festgestellten Sachverhalt materielles Recht falsch angewendet\nworden sei, vermag der Senat dem Schriftsatz vom 24. November 1995 hingegen nicht zu entnehmen. Ein Antrag nach § 344\nAbs. 1 StPO, mit dem der tatsächliche Umfang und das Ziel\nder Revision dargelegt werden, stellt keine auslegungsfähige\nRevisionsbegründung dar (BGH NJW 1991, 710; BGHR StPO 8 344\nIIıl Revisionsbegründung 1). Eine zulässig erhobene Sachrüge\n\nsetzt vielmehr voraus, daß die Revision allein oder neben\nder Verfahrensrüge zweifelsfrei erkennbar auf die Verletzung\nsachlichen Rechts gestützt werden soll (BGHSt 25, 272, 275;\nBGH NStZ 1991, 597; BGHR StPO S 344 II 1 Revisionsbegründung\n2; BGH, Beschl. v. 6. Mai 1992 - 2 StR 21/92).\n\nKutzer zschockelt Rissing-van Saan\nRiBGH Dr. Miebach ist\nwegen Urlaubs verhindert\nzu unterschreiben.\nKutzer Winkler","source":null,"source_url":null,"url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/1996-05-08/3-str-132-96","cited_norms":[{"jurabk":"StPO","ref":"§ 344","ref_norm":"344","n":3},{"jurabk":"StPO","ref":"§ 338","ref_norm":"338","n":1}],"authoritative_source":null,"attribution":null,"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","attribution":"Source: nu:legal – recht.nulegal.eu","license_url":"https://recht.nulegal.eu/license","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/1996-05-08/3-str-132-96","retrieved":"2026-08-21 23:23:07.784355+00:00"},"card":{"id":"bgh/1996-05-08/3-str-132-96","court":"BGH","court_id":"bgh","court_as_stated":"BGH","panel":"3. 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