{"status":"available","doknr":"CEBGHSTR-BGH_Strafsenat-3_NA_1993-04-21_3_StR_115_93_NA_NA_NA","ecli":null,"court":"BGH","senate":"3. Strafsenat","decided":"1993-04-21","aktenzeichen":"3 StR 115/93","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"BUNDESGERICHTSHOF\n\nBESCHLUSS\n\n3 StR 115/93\n\nvom\n\n21. April 1993\nin der Strafsache\n\ngegen\n\nPeter Roland C EEE zus SCHNEE. seboren\nU BEE |\n\nwegen schwerer räuberischer Epressung\n\n310\n\nDer 3. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat auf Antrag des\nGeneralbundesanwalts am 21. April 1993 gemäß S 346 Abs. 2\nSatz 1, 8 46 Abs, 1 StPO beschlossen:\n\nDie Anträge des Angeklagten auf Entscheidung\ndes Revisionsgerichts und auf Wiedereinsetzung in den vorigen Stand gegen die Versäumung der Frist zur Einlegung der Revision gegen das Urteil des Bezirksgerichts Leipzig\nvom 17. September 1992 werden auf seine Kosten verworfen.\n\nGründe:\n\nDie Revisionseinlegungsschrift des Angeklagten vom\n23. September 1992 ist erst am 28. September 1992 bei Gericht eingegangen und damit nicht innerhalb der am 24. September 1992 ablaufenden Frist des § 341 Abs. 1 StPO. Der\nseine Revision als unzulässig verwerfende Beschluß des Bezirksgerichts Leipzig vom 9. Oktober 1992 ist deshalb zu\nRecht ergangen.\n\nDer Antrag des Angeklagten vom 18. Oktober 1992 ist\nauch unbegründet, soweit er einen Antrag auf Wiedereinsetzung in den vorigen Stand enthält.\n\nDer Angeklagte, der sich zum Zeitpunkt der Revisionseinlegung in Untersuchungshaft in der Justizvollzugsanstalt\nLEBE befand, hat die Revisionseinlegungsfrist nicht ohne\neigenes Verschulden versäumt. Er verfaßte am 23. September\n\n58\n\n1992 ein Revisionsschreiben, das er erst am 24. September\n1992 in den Geschäftsgang der Justizvollzugsanstalt gab.\nSeine Behauptung, er habe seine Rechtsmittelschrift noch am\nMorgen des 23. September 1992 zur Post der Justizvollzugsanstalt gegeben, ist durch die Stellungnahme der Anstalt und\neine zu den Akten gereichte Fotokopie der Postregistratur\nwiderlegt. Danach hat der Angeklagte sein Schreiben vom\n\n23. September 1992 erst am 24. September 1992 in der Justizvollzugsanstalt abgegeben, das daraufhin - wie üblich - in\nder Besuchsabteilung geprüft und registriert und am folgenden Tag vom Gerichtskurier abgeholt wurde. Ein in Untersuchungshaft befindlicher Antragsteller muß jedoch die gewöhnliche Postlaufzeit von einem Tag zwischen Abgabe an die Justizvollzugsanstalt und Eingang bei Gericht in Rechnung\nstellen, so daß er schuldhaft handelt, wenn er seine Rechtsmittelschrift erst am letzten Tag der Frist der Justizvollzugsanstalt zur Weiterleitung übergibt (vgl. BGHR StPO § 44\nSatz 1 Verhinderung 4).\n\nRuß zZschockelt Rissing-van-Saan\nBlauth Miebach","source":"ce-bgh-str","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/1993-04-21/3-str-115-93","cited_norms":[{"jurabk":"StPO","ref":"§ 341","ref_norm":"341","n":1}],"authoritative_source":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","attribution":{"source":"Bundesgerichtshof","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","license":"Creative Commons Zero (CC0 1.0)","license_url":"https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/","notice":"Amtliche Entscheidung des Bundesgerichtshofs (§ 5 UrhG). Bereitgestellt über den Datensatz »Entscheidungen des Bundesgerichtshofs in Strafsachen aus dem 20. Jahrhundert« von Seán Fobbe und Tilko Swalve, https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377, veröffentlicht unter Creative Commons Zero (CC0 1.0). Der Text wurde per Texterkennung (OCR) aus Scans des Gerichts gewonnen; die Erkennungsqualität schwankt."},"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/1993-04-21/3-str-115-93","upstream":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","retrieved":"2026-08-21 23:22:36.745897+00:00"}}