{"status":"available","doknr":"CEBGHSTR-BGH_Strafsenat-3_NA_1993-02-03_3_StR_612_92_NA_NA_NA","ecli":null,"court":"BGH","senate":"3. Strafsenat","decided":"1993-02-03","aktenzeichen":"3 StR 612/92","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"BUNDESGERICHTSHOF\n\nBESCHLUSS\n\n3 StR_612/92\n\nvom\n\n3. Februar 1993\nin der Strafsache\n\ngegen\n\nAlexander C ON zus Hemp/ SEE, geboren\nam EEE in : GER,\n\nwegen Vergewaltigung\n\nS\n\nDer 3. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat auf Antrag des\nGeneralbundesanwalts und nach Anhörung des Beschwerdeführers\nam 3. Februar 1993 gemäß S 349 Abs. 1 StPO einstimmig beschlossen:\n\n1. Die Revision des Angeklagten gegen das\nUrteil des Landgerichts Wuppertal vom\n14. Juli 1992 wird als unzulässig verworfen.\n\n2. Der Beschwerdeführer hat die Kosten des\nRechtsmittels zu tragen.\n\nGründe:\n\nDer Angeklagte erklärte am 17. Juli 1992 zu Protokoll\nder Geschäftsstelle des Landgerichts Stade, daß er gegen das\nUrteil des Landgerichts Wuppertal vom 14. Juli 1992 Revision\neinlege und die Verletzung formellen und materiellen Rechts\nrüge. Die nähere Begründung erfolge durch seinen Rechtsanwalt. Das Urteil ist am 2. September 1992 dem Verteidiger\nzugestellt worden; eine weitere Revisionsbegründung ist\nnicht eingegangen.\n\nDas Rechtsmittel ist nicht zulässig, da es nicht in der\nnach § 345 Abs. 1 Satz 1 und Abs. 2 StPO vorgeschriebenen\nForm und Frist begründet worden ist. Die Erklärung zu Protokoll der Geschäftsstelle des Landgerichts Stade vom 17. Juli\n1992 genügt hierfür nicht, da bei einem in Freiheit befindlichen Angeklagten nach der Regelung des § 345 Abs. 1 Satz 1\n\nund Abs. 2 StPO nur die Geschäftsstelle des Landgerichts\nWuppertal, dessen Entscheidung angefochten worden ist, zuständig gewesen wäre. Die Beurkundung durch das unzuständige\nLandgericht Stade macht die Revisionsbegründung unwirksam\n(vgl. Hanack in Löwe/Rosenberg, StPO 24. Aufl. 8 345 Rdn. 30\nm.w.N.).\n\nDer Senat hat den Angeklagten auf die Möglichkeit, bei\nunterbliebener Belehrung durch den Rechtspfleger des Landgerichts Stade Wiedereinsetzung in den vorigen Stand zu erlangen, hingewiesen, dieser hat hiervon jedoch keinen Gebrauch\ngemacht.\n\nRuß Rissing-van Saan Blauth\nMiebach winkler","source":"ce-bgh-str","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/1993-02-03/3-str-612-92","cited_norms":[],"authoritative_source":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","attribution":{"source":"Bundesgerichtshof","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","license":"Creative Commons Zero (CC0 1.0)","license_url":"https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/","notice":"Amtliche Entscheidung des Bundesgerichtshofs (§ 5 UrhG). Bereitgestellt über den Datensatz »Entscheidungen des Bundesgerichtshofs in Strafsachen aus dem 20. Jahrhundert« von Seán Fobbe und Tilko Swalve, https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377, veröffentlicht unter Creative Commons Zero (CC0 1.0). Der Text wurde per Texterkennung (OCR) aus Scans des Gerichts gewonnen; die Erkennungsqualität schwankt."},"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/1993-02-03/3-str-612-92","upstream":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","retrieved":"2026-08-21 23:22:33.533225+00:00"}}