{"status":"available","doknr":"CEBGHSTR-BGH_Strafsenat-3_NA_1992-04-10_3_StR_550_92_NA_NA_NA","ecli":null,"court":"BGH","senate":"3. Strafsenat","decided":"1992-04-10","aktenzeichen":"3 StR 550/92","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"BUNDESGERICHTSHOF\n\nBESCHLUSS\n3 StR 550/91\n\nvom\n\n10. April 1992\nin der Strafsache\n\ngegen\n\n1. Hafez Kassem H mE „(De ), genoren am\n®: Em 1945,\n\n2. Abdel Fattah CHE ., seboren an &. BED\n&®§ 1941.\n\nwegen versuchten Mordes u.a.\n\n37?\n\nDer 3. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat auf Antrag des\nGeneralbundesanwalts und nach Anhörung der Beschwerdeführer\nam 10. April 1992 einstimmig beschlossen;\n\nDie Revisionen der Angeklagten gegen das Urteil des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main\nvom 3. Juni 1991 werden als unbegründet verworfen, da die Nachprüfung des Urteils auf\nGrund der Revisionsrechtfertigungen keinen\nRechtsfehler zum Nachteil der Angeklagten ergeben hat (§ 349 Abs. 2 StPO).\n\nZutreffend hat das Oberlandesgericht die beiden Sprengstoffanschläge vom 31. August 1987\nund vom 26. April 1988, die jeweils die Tatbestände der SS 211, 22 StGB sowie der SS 311\nAbs. 1, 315 Abs. 1 Nr. 1 und Abs. 3 Nr. 1\nStGB erfüllen, als zueinander in Tatmehrheit\nstehend gewertet. Das gemäß S 154 a StPO ausgeschiedene Verbrechen des $S 129 a StGB hat\nnicht die Kraft, die mit höherer Strafe bedrohten, durch beide Anschläge erfüllten Verbrechen des versuchten Mordes und der Herbeiführung einer Sprengstoffexplosion miteinander zur Tateinheit zu verbinden (vgl. grundsätzlich BGHSt 31, 29, 31; BGH bei Holtz; MDR\n1982, 969; BGHR StGB S 52 I Klammerwirkung 4\nund 5).\n\n37\n\nHinsichtlich der Verfahrensrügen der Verletzung der SS 250, 261 StPO bemerkt der Senat:\nDie Feststellungen zu den in der Wohnung\nSandweg 28 aufgefundenen Waffen und anderen\nGegenständen beruhen auch auf den Bekundungen\ndes Zeugen EKHK SED (vol. UA S. 63).\nDer Senat schließt aus, daß das Oberlandesgericht sie ohne die gemäß S 249 Abs. 2 StPO\neingeführten Sicherstellungsverzeichnisse\nnicht getroffen hätte.\n\nJeder Beschwerdeführer hat die Kosten seines\nRechtsmittels zu tragen.\n\nRuß zschockelt Kutzer\nRissing-van Saan Blauth","source":"ce-bgh-str","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/1992-04-10/3-str-550-92","cited_norms":[{"jurabk":"StPO","ref":"§ 349","ref_norm":"349","n":1}],"authoritative_source":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","attribution":{"source":"Bundesgerichtshof","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","license":"Creative Commons Zero (CC0 1.0)","license_url":"https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/","notice":"Amtliche Entscheidung des Bundesgerichtshofs (§ 5 UrhG). Bereitgestellt über den Datensatz »Entscheidungen des Bundesgerichtshofs in Strafsachen aus dem 20. Jahrhundert« von Seán Fobbe und Tilko Swalve, https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377, veröffentlicht unter Creative Commons Zero (CC0 1.0). Der Text wurde per Texterkennung (OCR) aus Scans des Gerichts gewonnen; die Erkennungsqualität schwankt."},"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/1992-04-10/3-str-550-92","upstream":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","retrieved":"2026-08-21 23:22:21.308489+00:00"}}