{"status":"available","doknr":"CEBGHSTR-BGH_Strafsenat-3_NA_1991-11-27_3_StR_477_91_NA_NA_NA","ecli":null,"court":"BGH","senate":"3. Strafsenat","decided":"1991-11-27","aktenzeichen":"3 StR 477/91","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"#33\n\nBUNDESGERICHTSHOF\n\nBESCHLUSS\n\n3 StR 477/91\n\nin der Strafsache\n\ngegen\n\nThomas Roger B EB , geboren an & BED 1959 in\nsm,\n\nwegen Diebstahls\n\nwımll\n\nAZE\n\nDer 3. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat nach Anhörung\ndes Generalbundesanwalts am 27. November 1991 gemäß S 346\nAbs. 2 Satz 1 StPO beschlossen:\n\nAuf Antrag des Angeklagten wird der Beschluß\ndes Landgerichts Kleve - auswärtige Strafkammer Moers - vom 24. September 1991 auf-\n\ngehoben.\n\nGründe:\n\nDas Landgericht hat die Revision des Angeklagten gegen\ndas am 19. Juni 1991 verkündete Urteil gemäß $S 346 Abs. 1\nStPO verworfen. Der Antrag des Angeklagten gemäß S§ 346\nAbs. 2 StPO ist zulässig und begründet.\n\nDie Frist für die Begründung der rechtzeitig eingelegten Revision ist nicht versäumt worden, weil sie bisher\nnoch nicht in Lauf gesetzt worden ist. Voraussetzung hierfür\nist gemäß $S 345 Abs. 1 Satz 2 StPO die wirksame Zustellung\ndes Urteils. Hieran fehlt es. Der Vorsitzende hat in seiner\nZustellungsanordnung als Zustellungsempfänger nicht, wie es\nerforderlich gewesen wäre, den Pflichtverteidiger des\nAngeklagten, Rechtsanwalt BEER. bezeichnet, sondern\ndessen Sozius, Rechtsanwalt Dr. M®. Das schriftliche\nEmpfangsbekenntnis trägt auch nicht den handschriftlichen\nNamenszug des Pflichtverteidigers, sondern eines anderen\n\nRechtsanwalts der Sozietät, möglicherweise des Rechtsanwalts\n\nDr. MED. Im Falle der Bestellung eines Pflichtverteidigers muß die Zustellung des Urteils an diesen angeordnet\nwerden und kann nur wirksam an ihn oder seinen allgemeinen\nVertreter im Sinne des § 53 BRAO erfolgen (vgl. BGH bei\nPfeiffer/Miebach NStZ 1985, 208 und 496; BGH wistra 1988,\n238; BGH, Beschluß vom 22. Januar 1991 - 5 StR 4/91).\nDafür, daß Rechtsanwalt Dr. MB allgemeiner Vertreter\ndes Rechtsanwalts BEE sewesen ist, ergibt sich nichts\naus den Akten. Die Zustellung ist deshalb nachzuholen.\n\nRuß Rissing-van Saan Blauth\nMiebach Terno","source":"ce-bgh-str","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/1991-11-27/3-str-477-91","cited_norms":[{"jurabk":"StPO","ref":"§ 346","ref_norm":"346","n":1},{"jurabk":"BRAO","ref":"§ 53","ref_norm":"53","n":1}],"authoritative_source":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","attribution":{"source":"Bundesgerichtshof","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","license":"Creative Commons Zero (CC0 1.0)","license_url":"https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/","notice":"Amtliche Entscheidung des Bundesgerichtshofs (§ 5 UrhG). Bereitgestellt über den Datensatz »Entscheidungen des Bundesgerichtshofs in Strafsachen aus dem 20. Jahrhundert« von Seán Fobbe und Tilko Swalve, https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377, veröffentlicht unter Creative Commons Zero (CC0 1.0). Der Text wurde per Texterkennung (OCR) aus Scans des Gerichts gewonnen; die Erkennungsqualität schwankt."},"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/1991-11-27/3-str-477-91","upstream":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","retrieved":"2026-08-21 23:22:15.138707+00:00"}}