{"status":"available","doknr":"CEBGHSTR-BGH_Strafsenat-3_NA_1991-05-29_3_StR_197_91_NA_NA_NA","ecli":null,"court":"BGH","senate":"3. Strafsenat","decided":"1991-05-29","aktenzeichen":"3 StR 197/91","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"BUNDESGERICHTSHOF\n\n3 StR 197/91 . BESCHLUSS\n\nin der Strafsache\n\ngegen\n\nMuoi T > aus HOW, geboren am 9. BED 1354 in\nMB-DEB (Vietnam),\n\nwegen Totschlags\n\nwIlII\n\n58\n\nDer 3. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat auf Antrag des\nGeneralbundesanwalts am 29. Mai 1991 gemäß $S§ 44, 46 StPO\nbeschlossen:\n\nDer Antrag des Nebenklägers auf Wiedereinsetzung\nin den vorigen Stand gegen die Versäumung der\nFrist zur Einlegung der Revision gegen das Urteil\ndes Landgerichts Osnabrück vom 17. Dezember 1990\nwird auf dessen Kosten als unzulässig verworfen.\n\nGründe:\n\nDie Revision des Nebenklägers ist erst am 27. Dezember\n1990 und damit verspätet bei Gericht eingegangen. Mit\nBeschluß vom 22. Februar 1991 hat das Landgericht Osnabrück\ndie Revision deshalb zu Recht als unzulässig gemäß § 346\nAbs. 1 StPO verworfen.\n\nDer Antrag des Nebenklägers auf Wiedereinsetzung in den\nvorigen Stand vom 7. März 1991 ist zwar rechtzeitig gestellt, jedoch schon deshalb unzulässig, weil er keine Angaben dazu enthält, warum die Versäumung der Revisionseinlegungsfrist weder von ihm noch von seinem Prozeßbevollmächtigten zu vertreten ist. Die genaue Darlegung aller für die\nEntscheidung über einen Wiedereinsetzungsamtrag wesentlichen\nUmstände ist Zulässigkeitsvoraussetzung eines Wiedereinsetzungsamtrages und muß innerhalb der Wochenfrist des S 45\nAbs. 2 Satz 1 StPO erfolgen (vgl. BGHR StPO § 45 II\n\nTatsachenvortrag 2 und 6; Maul in KK 2. Aufl. § 45 StPpo\n\nRdn. 6). Hieran fehlt es. Das weitere Schreiben des\nProzeßbevollmächtigten des Nebenklägers vom 18. April 1991\nwürde - abgesehen von seiner Verspätung - den Anforderungen\neines begründeten Wiedereinsetzungsamtrages nicht genügen,\nda die behaupteten Hindernisgründe, die der rechtzeitigen\nEinlegung der Revision entgegengestanden haben sollen, nicht\nglaubhaft gemacht werden.\n\nRuß Kutzer Rissing-van Saan\nBlauth Miebach","source":"ce-bgh-str","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/1991-05-29/3-str-197-91","cited_norms":[{"jurabk":"StPO","ref":"§ 44","ref_norm":"44","n":1},{"jurabk":"StPO","ref":"§ 46","ref_norm":"46","n":1},{"jurabk":"StPO","ref":"§ 346","ref_norm":"346","n":1}],"authoritative_source":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","attribution":{"source":"Bundesgerichtshof","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","license":"Creative Commons Zero (CC0 1.0)","license_url":"https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/","notice":"Amtliche Entscheidung des Bundesgerichtshofs (§ 5 UrhG). Bereitgestellt über den Datensatz »Entscheidungen des Bundesgerichtshofs in Strafsachen aus dem 20. Jahrhundert« von Seán Fobbe und Tilko Swalve, https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377, veröffentlicht unter Creative Commons Zero (CC0 1.0). Der Text wurde per Texterkennung (OCR) aus Scans des Gerichts gewonnen; die Erkennungsqualität schwankt."},"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/1991-05-29/3-str-197-91","upstream":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","retrieved":"2026-08-21 23:22:07.791202+00:00"}}