{"status":"available","doknr":"CEBGHSTR-BGH_Strafsenat-3_NA_1990-01-09_3_StR_205_90_NA_NA_a","ecli":null,"court":"BGH","senate":"3. Strafsenat","decided":"1990-01-09","aktenzeichen":"3 StR 205/90","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"BUNDESGERICHTSHOF\n\n3 StR 205/90\n\nBESCHLUSS\n\nin der Strafsache\n\ngegen\nSalvatore T HE aus HER, Teboren am WB.\n\nEB 1932 ins ri ai CB (Italien),\n\nwegen Totschlags\n\nwill\n\nDer 3. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat nach Anhörung\ndes. Beschwerdeführers und des Generalbundesanwalts, zu\nziffer 2 auf dessen Antrag, am 9. Januar 1990 beschlossen:\n\nl. Der Antrag des Verteidigers, über die Revision\ndes Angeklagten auf Grund Hauptverhandlung zu\nentscheiden, wird abgelehnt.\n\nWeder der Grundsatz der sog. Waffengleichheit\nnoch Gründe der Widerspruchsfreiheit der Sachentscheidung gebieten es im Falle gleichzeitiger Revision der Staatsanwaltschaft,\nauch über das Rechtsmittel des Angeklagten\naufgrund einer Hauptverhandlung zu befinden.\nVielmehr ergibt sich die rechtliche\nMöglichkeit formal getrennter Entscheidungen\naus der grundsätzlichen Selbständigkeit der\nRechtsmittel. Dies entspricht auch verbreiteter Übung in der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes (vgl. u.a. BGH, Urteil vom\n\n21. Juni 1990 - 4 StR 118/90). Auf die mit der\nSachrüge gerechtfertigte Revision der Staatsanwaltschaft hat der Senat die angefochtene\nEntscheidung auch auf Rechtsfehler zu Lasten\ndes Angeklagten zu überprüfen (§ 301 StPO),\nso daß dieser ohnehin die Möglichkeit hatte,\nseine sachlich-rechtlichen Bedenken in der\nHauptverhandlung über das Rechtsmittel der\nStaatsanwaltschaft geltend zu machen.\n\n2. Die Revision des Angeklagten gegen das Urteil\ndes Landgerichts Düsseldorf vom 20. Oktober\n1989 wird als unbegründet verworfen, da die\nNachprüfung des Urteils auf Grund der\nRevisionsrechtfertigung keinen Rechtsfehler\nzum Nachteil des Angeklagten ergeben hat\n($S 349 Abs. 2 StPO).\n\nDer Beschwerdeführer hat die Kosten des\nRechtsmittels sowie die der Nebenklägerin im\nRevisionsverfahren erwachsenen notwendigen\n\nAuslagen zu tragen.\n\nRuß Gribbohm Rissing-van Saan\nBlauth Miebach","source":"ce-bgh-str","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/1990-01-09/3-str-205-90","cited_norms":[{"jurabk":"StPO","ref":"§ 301","ref_norm":"301","n":1}],"authoritative_source":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","attribution":{"source":"Bundesgerichtshof","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","license":"Creative Commons Zero (CC0 1.0)","license_url":"https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/","notice":"Amtliche Entscheidung des Bundesgerichtshofs (§ 5 UrhG). Bereitgestellt über den Datensatz »Entscheidungen des Bundesgerichtshofs in Strafsachen aus dem 20. Jahrhundert« von Seán Fobbe und Tilko Swalve, https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377, veröffentlicht unter Creative Commons Zero (CC0 1.0). Der Text wurde per Texterkennung (OCR) aus Scans des Gerichts gewonnen; die Erkennungsqualität schwankt."},"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/1990-01-09/3-str-205-90","upstream":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","retrieved":"2026-08-21 23:21:46.921466+00:00"}}