{"status":"available","doknr":"CEBGHSTR-BGH_Strafsenat-3_NA_1988-07-22_3_StR_254_88_NA_NA_NA","ecli":null,"court":"BGH","senate":"3. Strafsenat","decided":"1988-07-22","aktenzeichen":"3 StR 254/88","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"4\nBUNDESGERICHTSHOF\n\n3 StR 254/88 BESCHLUSS\n\nin der Strafsache\ngegen\n\nJohann S EB aus ME, geboren am EB. WEB 1940\nin Midi / X GET\n\nwegen Vollrauschs\n\nWII\n\nDer 3. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat nach Anhörung\ndes Beschwerdeführers auf Antrag des Generalbundesanwalts am\n22. Juli 1988 gemäß § 349 Abs. 2, 4 StPO einstimmig\nbeschlossen:\n\nl. Auf die Revision des Angeklagten wird\ndas Urteil des Landgerichts Mannheim\nvom 11. März 1988 im Strafausspruch\nmit den Feststellungen aufgehoben.\n\nIm Umfang der Aufhebung wird die Sache\nzu neuer Verhandlung und Entscheidung,\nauch über die Kosten des Rechtsmittels, an eine andere Strafkammer des\nLandgerichts zurückverwiesen.\n\n2. Die weitergehende Revision wird verworfen.\n\nGründe:\n\nDie allein erhobene Sachrüge ist zum Schuldspruch im\nSinne des § 349 Abs. 2 StPO unbegründet, weil die Nachprüfung des Urteils insoweit keinen Rechtsfehler zum Nachteil\ndes Angeklagten ergeben hat.\n\nZum Strafausspruch weist der Generalbundesanwalt zutreffend darauf hin, daß die Urteilsgründe eine zuverlässige\nPrüfung nicht gestatten, ob die strafschärfende Verwertung\n\n(UA S. 24) der Verurteilung des Angeklagten durch Urteil des\nAmtsgerichts Mannheim vom 3. Juli 1964 (UA S. 4) zulässig\nwar. Obgleich das Bundeszentralregister insgesamt 14 Verurteilungen des Angeklagten ausweist (UA S. 4), kann der Senat\nanhand der ihm für die Beurteilung allein zur Verfügung stehenden Urteilsgründe nicht mit Sicherheit ausschließen, daß\ndie Eintragung der durch das bezeichnete Urteil vom\n\n3. Juli 1964 verhängten Strafe von 5 Monaten Gefängnis tilgungsreif war (§ 46 Abs. 1 Nr. 3 BZRG) und daher das Verwertungsverbot des § 51 Abs. 1 BZRG eingreift.\n\nDer Strafausspruch kann daher nicht bestehen bleiben.\n\nRuß Krauth Gribbohm\nzschockelt Detter","source":"ce-bgh-str","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/1988-07-22/3-str-254-88","cited_norms":[{"jurabk":"BZRG","ref":"§ 51","ref_norm":"51","n":1},{"jurabk":"StPO","ref":"§ 349","ref_norm":"349","n":1},{"jurabk":"BZRG","ref":"§ 46","ref_norm":"46","n":1}],"authoritative_source":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","attribution":{"source":"Bundesgerichtshof","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","license":"Creative Commons Zero (CC0 1.0)","license_url":"https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/","notice":"Amtliche Entscheidung des Bundesgerichtshofs (§ 5 UrhG). Bereitgestellt über den Datensatz »Entscheidungen des Bundesgerichtshofs in Strafsachen aus dem 20. Jahrhundert« von Seán Fobbe und Tilko Swalve, https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377, veröffentlicht unter Creative Commons Zero (CC0 1.0). Der Text wurde per Texterkennung (OCR) aus Scans des Gerichts gewonnen; die Erkennungsqualität schwankt."},"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/1988-07-22/3-str-254-88","upstream":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","retrieved":"2026-08-21 23:21:22.156499+00:00"}}