{"status":"available","doknr":"CEBGHSTR-BGH_Strafsenat-3_NA_1986-05-05_3_StR_141_86_NA_NA_NA","ecli":null,"court":"BGH","senate":"3. Strafsenat","decided":"1986-05-05","aktenzeichen":"3 StR 141/86","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"BUNDESGERICHTSHOF\n\n3 StR 141/86 BESCHLUSS\n\nr\nN6)\n\nin der Strafsache\n\nFE u . ji\nTE ia\ni gegen\n\nHans-Jürgen L EEE au: Damn/n ou,\ngeboren am ÜEMMEEEEEEEEg 1551 in vom\n\nwegen Betrugs u.a.\n\n44\n\nDer 3. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat nach Anhörung\n\ndes Beschwerdeführers und des Generalbundesanwalts, zu\nZiffer 2 auf dessen Antrag, am 5. Mai 1986 gemäß § 349\nAbs. 2 und 4 StPO einstimmig beschlossen:\n\nl.\n\nAuf die Revision des Angeklagten wird\ndas Urteil des Landgerichts Wuppertal\nvom 4. November 1985 im Ausspruch über\ndie Einzelfreiheitsstrafen in den Fällen\nII Nrn. 1-4, 6-8 und 10 der Urteilsgründe und im Ausspruch über die\n\nGesamtfreiheitsstrafe aufgehoben.\n\nIm Umfang der Aufhebung wird die Sache\nzu neuer Verhandlung und Entscheidung,\nauch über die Kosten der Revision, an\neine andere Strafkammer des Landgerichts\n\nzurückverwiesen.\n\nDie weitergehende Revision wird ver-\n\nworfen.\n\nGründe:\n\nDie Revision ist bezüglich des Schuldspruchs und der\n\nStrafaussprüche in den Fällen II 5 und 9 der Urteilsgründe\n\nunbegründet, weil die Nachprüfung des angefochtenen Urteils\n\naufgrund der Revisionsrechtfertigung keinen Fehler zum\n\nNachteil des Angeklagten ergeben hat (§ 349 Abs. 2 StPO).\n\nDagegen hat sie zum Strafausspruch im übrigen Erfolg.\nIn den Fällen II 1-4, 6-8 und 10 der Urteilsgründe ist die\nStrafkammer gemäß § 48 StGB aF von einer Mindeststrafe von\nsechs Monaten ausgegangen. Durch Artikel 1 Nr. 1 des Dreiundzwanzigsten Strafrechtsänderungsgesetzes (23. StrÄndG)\nvom 13. April 1986 (BGBl. I 393) ist § 48 StGB aufgehoben\nworden. Dieses Gesetz ist am 1. Mai 1986 in Kraft getreten\n(Art. 10 23. StrÄndG) und muß auch in der Revisionsinstanz\nbeachtet werden (vgl. § 354 a StPO). Der Senat kann nicht\nausschließen, daß die nicht erheblich über der angenommenen\nMindeststrafe von 6 Monaten liegenden Einzelfreiheitsstrafen\ndurch die Anwendung des inzwischen weggefallenen § 48 StGB\nzum Nachteil des Angeklagten beeinflußt worden sind. Die\nAufhebung dieser Einzelstrafen führt zur Aufhebung der an sich\nnicht zu beanstandenden Gesamtfreiheitsstrafe; die rechts-\n\nfehlerfrei getroffenen Feststellungen können bestehen bleiben.\n\nRuß Gribbohm zschockelt\nKutzer Detter","source":"ce-bgh-str","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/1986-05-05/3-str-141-86","cited_norms":[{"jurabk":"StGB","ref":"§ 48","ref_norm":"48","n":3},{"jurabk":"StPO","ref":"§ 349","ref_norm":"349","n":1},{"jurabk":"StPO","ref":"§ 354a","ref_norm":"354a","n":1}],"authoritative_source":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","attribution":{"source":"Bundesgerichtshof","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","license":"Creative Commons Zero (CC0 1.0)","license_url":"https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/","notice":"Amtliche Entscheidung des Bundesgerichtshofs (§ 5 UrhG). Bereitgestellt über den Datensatz »Entscheidungen des Bundesgerichtshofs in Strafsachen aus dem 20. Jahrhundert« von Seán Fobbe und Tilko Swalve, https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377, veröffentlicht unter Creative Commons Zero (CC0 1.0). Der Text wurde per Texterkennung (OCR) aus Scans des Gerichts gewonnen; die Erkennungsqualität schwankt."},"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/1986-05-05/3-str-141-86","upstream":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","retrieved":"2026-08-21 23:20:51.094629+00:00"}}