{"status":"available","doknr":"CEBGHSTR-BGH_Strafsenat-3_NA_1984-06-04_3_StR_168_84_NA_NA_NA","ecli":null,"court":"BGH","senate":"3. Strafsenat","decided":"1984-06-04","aktenzeichen":"3 StR 168/84","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"65°\n\nBUNDESGERICHTSHOF\n\n3 StR 168/84 BESCHLUSS\n\nin der Strafsache\n\ngegen\n\nden Kaufmann Helmut Theo P 5 zus MEEEB-WERNE, sort geboren an WERE 1551,\n\nwegen schwerer Brandstiftung u.a.\n\n65\n\nDer 3. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat auf Antrag\ndes Generalbundesanwalts und nach Anhörung des Beschwerdeführers am 4. Juni 1984 einstimmig beschlossen;\n\nDie Revision des Angeklagten gegen das Urteil\n\ndes Landgerichts Mönchengladbach vom 31. Oktober\n1983 wird als unbegründet verworfen, da die Nachprüfung des Urteils auf Grund der Revisionsrechtfertigung keinen Rechtsfehler zum Nachteil des\nAngeklagten ergeben hat (§ 349 Abs. 2 StPO).\n\nIm Ergebnis zutreffend hat die Strafkammer einen\nstrafbefreienden Rücktritt des Angeklagten Peltzer\nvon der Verabredung zum Versicherungsbetrug verneint. Ein solcher Rücktritt kam nur unter den\nVoraussetzungen des § 31 Abs. 2 StGB in Betracht,\nda der Angeklagte die Tat nicht selbst verhindert\nhat (§ 31 Abs. 1 Nr. 3 StGB). Entscheidend ist, daß\ner nicht von den ihm sonst zur Verfügung stehenden\nund ihm bekannten Möglichkeiten zur Einwirkung auf\nden Zeugen, von der verabredeten Tat Abstand zu\nnehmen, Gebrauch gemacht hat (vgl. UA S. 39). Solange\naus seiner Sicht solche Möglichkeiten bestehen, muß\ner sie ausschöpfen und darf die Verhinderung der\nTat nicht letztlich dem Zufall überlassen. Selbst\nsein Vertrauen darauf, daß alles gutgehen werde,\ngenügt unter solchen Umständen nicht (vgl. BGHSt\n31, 46, 49/50; BGH bei Holtz MDR 1978, 985).\n\nDer Beschwerdeführer hat die Kosten seines\nRechtsmittels zu tragen,\n\nSchmidt Dr. Schauenburg\n\nZschockelt Kutzer\n\n65\n\nDr. Krauth","source":"ce-bgh-str","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/1984-06-04/3-str-168-84","cited_norms":[{"jurabk":"StGB","ref":"§ 31","ref_norm":"31","n":2},{"jurabk":"StPO","ref":"§ 349","ref_norm":"349","n":1}],"authoritative_source":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","attribution":{"source":"Bundesgerichtshof","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","license":"Creative Commons Zero (CC0 1.0)","license_url":"https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/","notice":"Amtliche Entscheidung des Bundesgerichtshofs (§ 5 UrhG). Bereitgestellt über den Datensatz »Entscheidungen des Bundesgerichtshofs in Strafsachen aus dem 20. Jahrhundert« von Seán Fobbe und Tilko Swalve, https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377, veröffentlicht unter Creative Commons Zero (CC0 1.0). Der Text wurde per Texterkennung (OCR) aus Scans des Gerichts gewonnen; die Erkennungsqualität schwankt."},"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/1984-06-04/3-str-168-84","upstream":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","retrieved":"2026-08-21 23:20:19.161901+00:00"}}