{"status":"available","doknr":"CEBGHSTR-BGH_Strafsenat-2_NA_1991-07-17_2_StR_230_91_NA_NA_NA","ecli":null,"court":"BGH","senate":"2. Strafsenat","decided":"1991-07-17","aktenzeichen":"2 StR 230/91","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"\\ n\\\n\nALL\n\nBUNDESGERICHTSHOF\n\n2 StR 230791 BESCHLUSS\n\n1779\nre\n\nin der Strafsache\n\ngegen\n\nKlaus A Em „aus VAR, geboren am MR. EEE 1947 in\nMe, zur Zeit in Strafhaft in anderer Sache,\n\nwegen Betruges u. a.\n\nwıIl\n\nLF\n\nDer 2. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat auf Antrag des\nGeneralbundesanwalts und nach Anhörung des Beschwerdeführers\nam 17. Juli 1991 gemäß S 349 Abs. 1 StPO beschlossen:\n\nDie Revision des Angeklagten gegen das Urteil\ndes Landgerichts Kassel vom 17. Oktober 1990\nwird als unzulässig verworfen.\n\nDer Beschwerdeführer hat die Kosten seines\nRechtsmittels zu tragen.\n\nGründe:\n\nDie Revision ist unzulässig. Der Angeklagte und sein\nVerteidiger haben nach Rechtsmittelbelehrung und Erörterung\nder Sach- und Rechtslage auf Rechtsmittel verzichtet (S 302\nAbs. 1 Satz 1 StPO). Dieser Verzicht war wirksam. Seine\nWirksamkeit wird durch die Art seines Zustandekommens nicht in\nFrage gestellt; denn er ist nicht durch Täuschung herbeigeführt worden. Die Strafkammer hat ihre Zusage, den Haftbefehl\nim Falle des Rechtsmittelverzichts aufzuheben, eingelöst. Eine\nZusage des Inhalts, daß er auf freien Fuß kommen werde, ist\ndem Angeklagten nicht gegeben worden. Deshalb berührt es die\nwirksamkeit des Rechtsmittelverzichts nicht, daß der Staatsanwalt, der einer Aufhebung des Haftbefehls widersprochen\nhatte, im Zusammenhang mit der Erklärung seines eigenen\nRechtsmittelverzichts den sofortigen Vollzug der Strafe\nanordnete.\n\nDer wirksame Rechtsmittelverzicht kann nicht zurückgenommen,\n\nwiderrufen oder angefochten werden (vgl. BGHR StPo\nS 302 Abs.\n\n1 Satz 1 Rechtsmittelverzicht 1 und 5 m. w. N.).\n\nHerdegen Maier Niemöller\n\nGollwitzer Detter","source":"ce-bgh-str","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/1991-07-17/2-str-230-91","cited_norms":[],"authoritative_source":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","attribution":{"source":"Bundesgerichtshof","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","license":"Creative Commons Zero (CC0 1.0)","license_url":"https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/","notice":"Amtliche Entscheidung des Bundesgerichtshofs (§ 5 UrhG). Bereitgestellt über den Datensatz »Entscheidungen des Bundesgerichtshofs in Strafsachen aus dem 20. Jahrhundert« von Seán Fobbe und Tilko Swalve, https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377, veröffentlicht unter Creative Commons Zero (CC0 1.0). Der Text wurde per Texterkennung (OCR) aus Scans des Gerichts gewonnen; die Erkennungsqualität schwankt."},"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/1991-07-17/2-str-230-91","upstream":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","retrieved":"2026-08-21 23:22:10.028609+00:00"}}