{"status":"available","doknr":"CEBGHSTR-BGH_Strafsenat-2_NA_1977-03-09_2_StR_642_76_NA_NA_NA","ecli":null,"court":"BGH","senate":"2. Strafsenat","decided":"1977-03-09","aktenzeichen":"2 StR 642/76","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"TER\n\nBUNDESGERICHTSHOF\n2 StR 642/76 BESCHLUSS\n9.5.77\n\nin der Strafsache\n\ngegen\n\nden Versicherungsvertreter Bernhard S EEE aus\nHOEEEEER , geboren am me 1959 in WERR/Weiiil.,\n\nwegen Hehlerei u.a.\n\nDer 2. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat nach Anhörung des Generalbundesanwalts und des Beschwerdeftihrers\nam 9. März 1977 gemäß § 349 Abs. 4 StPO beschlossen:\n\nAuf die Revision des Angeklagten wird das\nUrteil des Landgerichts in Frankfurt/Main\n\nvom 2. Februar 1976 mit den Feststellungen\naufgehoben.\n\nDie Sache wird zu neuer Verhandlung und Entscheidung, auch über die Kosten des Rechtsmittels, an eine andere Strafkammer des Landgerichts zurückverwiesen.\n\nGründe:\n\nDie Revision des Angeklagten hat Erfolg. Zutreffend\nbeanstandet er die Mitwirkung des Schöffen MM. Dieser\nist zu Unrecht anstelle der gemäß § 54 GVG entbundenen\nHauptschöffin TE zur Dienstleistung herangezogen\nworden. Denn er stand nicht mehr als Hilfsschöffe zur Verfügung. Bereits vorher war er Hauptschöffe geworden und an\ndie Stelle des für andere Sitzungen ausgelosten, dann aber\ngemäß § 52 GVG ausgeschiedenen Schöffen Mei getreten. Da\ndieser noch vor dem Bekanntwerden der Verhinderung der\nSchöffin To in der Schöffenliste gestrichen worden\nwar, gibt der vorliegende Fall keine Veranlassung zur Entscheidung der in der Rechtsprechung uneinheitlich beantworteten Frage, ob für die Ersetzung eines nach § 52 GVG ausscheidenden Hauptschöffen der Zeitpunkt des Bekanntwerdens\n\ndes Wegfallgrundes beim Gericht (so BGH, Urteil vom\n\n24. Juni 1959 - 2 StR 7/59 - sowie vom 2. August 1961\n\n- 2 StR 302/61 -) oder der des Erlasses des Beschlusses\nnach jener Vorschrift (so BGH, Urteil vom 8. Januar 1974\n- 1 StR 529/73 -) oder schließlich der der Streichung des\nausscheidenden Hauptschöffen in der Hauptschöffenliste\n(so BGHSt 10, 252 f und BGH, Urteil vom 9. Februar 1960\n\n- 1 StR 690/59 -) maßgeblich ist.\n\nDer danach gegebene absolute Revisionsgrund des § 338\nNr. 1 StPO zwingt zur Aufhebung des Urteils, so daß auf\ndie übrigen Rügen nicht mehr eingegangen zu werden braucht.\n\nSchumacher willms Kirchhof\n\nBaumgarten Meyer","source":"ce-bgh-str","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/1977-03-09/2-str-642-76","cited_norms":[{"jurabk":"GVG","ref":"§ 52","ref_norm":"52","n":2},{"jurabk":"StPO","ref":"§ 349","ref_norm":"349","n":1},{"jurabk":"StPO","ref":"§ 338","ref_norm":"338","n":1},{"jurabk":"GVG","ref":"§ 54","ref_norm":"54","n":1}],"authoritative_source":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","attribution":{"source":"Bundesgerichtshof","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","license":"Creative Commons Zero (CC0 1.0)","license_url":"https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/","notice":"Amtliche Entscheidung des Bundesgerichtshofs (§ 5 UrhG). Bereitgestellt über den Datensatz »Entscheidungen des Bundesgerichtshofs in Strafsachen aus dem 20. Jahrhundert« von Seán Fobbe und Tilko Swalve, https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377, veröffentlicht unter Creative Commons Zero (CC0 1.0). Der Text wurde per Texterkennung (OCR) aus Scans des Gerichts gewonnen; die Erkennungsqualität schwankt."},"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/1977-03-09/2-str-642-76","upstream":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","retrieved":"2026-08-21 23:18:30.399684+00:00"}}