{"status":"available","doknr":"CEBGHSTR-BGH_Strafsenat-2_NA_1976-04-22_2_StR_777_75_NA_NA_NA","ecli":null,"court":"BGH","senate":"2. Strafsenat","decided":"1976-04-22","aktenzeichen":"2 StR 777/75","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"BUNDESGERICHTSHOF\n\n2 StR 777/75 BESCHLUSS\n\nin der Strafsache\n\ngegen\n\n1. den Schreinerlehrling Rudolf Sch WEB aus DOEEEEED,\ndort geboren am EB 1954, zur Zeit in Untersuchungshaft,\n\n2. den berufslosen Rudolf Peter Sch i m aus rei.\n\ngeboren am EEE 1953 in TEE, zur Zeit in Untersuchungshaft,\n\nwegen Vergehens gegen das Betäubungsmittelgesetz u.a.\n\nDer 2. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat am 22. April 1976\ngemäß § 349 Abs. 2 bis 4 StPO beschlossen:\n\nAuf die Revisionen der Angeklagten wird das Urteil\ndes Landgerichts in Trier vom 26. August 1975 im\nSchuldspruch dahin geändert, daß die Angeklagten\n\nje eines Vergehens nach §§ 1 Abs. 1 Nr. 1 b und\n\nd, 3, 9, 11 Abs. 1 Nr. 1 und Nr. 6 a, Abs. 4 Nr. 4,\n5, 6 a und b des Betäubungsmittelgesetzes, §§ 392,\n397, 398 der Abgabenordnung in Verbindung mit §§ 25\nAbs. 2, 52 StGB schuldig sind.\n\nIm übrigen werden die Revisionen verworfen.\n\nJeder Beschwerdeführer hat die Kosten seines Rechtsmittels zu tragen. Damit ist der Beschluß des Landgerichts vom 14. Oktober 1975 über die Kosten des\nRechtsmittels des Angeklagten Schi} gegenstandslos.\n\nGründe:\n\nDie Nachprüfung des von den Angeklagten angefochtenen Urteils auf die Sachrüge führt nur zu einer geringfügigen Änderung des Schuldspruchs. Für eine Verurteilung\nwegen Besitzes von Betäubungsmitteln (§ 11 Abs. 1 Nr. 4\nund § 11 Abs. 1 Nr. 6 b BetMG) in den Fällen, in denen die\nAngeklagten die Betäubungsmittel selbst verbrauchten, war\nkein Raum, weil die Begehungsform des Besitzes auch ge-\n\ngegenüber der Begehungsform des verbotenen Erwerbs nach\n\n§§ 11 Abs. 1 Nr. 1 oder Nr. 6 a BetMG zurückzutreten hat\n(BGH, Beschluß vom 4. Dezember 1974 - 2 StR 583/74 - und\nvom 6. Mai 1975 - 1 StR 119/75 -; BGHSt 25, 385). Im übrigen hat die Nachprüfung des angefochtenen Urteils auf Grund\nder Revisionsrechtfertigungen der Angeklagten keinen Rechtsfehler zu ihrem Nachteil ergeben.\n\nDie vom Verteidiger des Angeklagten Schi erklärte\nZurücknahme des Rechtsmittels war unbeachtlich, weil der\nVerteidiger insoweit ohne die nach § 302 Abs. 2 StPO er-\n'forderliche ausdrückliche Ermächtigung des. Angeklagten handelte. Der eine wirksame Zurücknahme des Rechtsmittels\nvoraussetzende Beschluß des Landgerichts über die Kosten\ndes Rechtsmittels vom 14. Oktober 1975 entbehrt damit der\nsachlichen Grundlage. Er wird durch die Kostenentscheidung\ndes vorliegenden Beschlusses verdrängt.\n\nSchumacher wWillms Kirchhof\nBaumgarten Buddenberg","source":"ce-bgh-str","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/1976-04-22/2-str-777-75-3","cited_norms":[{"jurabk":"StGB","ref":"§ 25","ref_norm":"25","n":1},{"jurabk":"StGB","ref":"§ 52","ref_norm":"52","n":1},{"jurabk":"StPO","ref":"§ 302","ref_norm":"302","n":1}],"authoritative_source":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","attribution":{"source":"Bundesgerichtshof","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","license":"Creative Commons Zero (CC0 1.0)","license_url":"https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/","notice":"Amtliche Entscheidung des Bundesgerichtshofs (§ 5 UrhG). Bereitgestellt über den Datensatz »Entscheidungen des Bundesgerichtshofs in Strafsachen aus dem 20. Jahrhundert« von Seán Fobbe und Tilko Swalve, https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377, veröffentlicht unter Creative Commons Zero (CC0 1.0). Der Text wurde per Texterkennung (OCR) aus Scans des Gerichts gewonnen; die Erkennungsqualität schwankt."},"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/1976-04-22/2-str-777-75-3","upstream":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","retrieved":"2026-08-21 23:18:22.122231+00:00"}}