{"status":"available","doknr":"CEBGHSTR-BGH_Strafsenat-2_NA_1976-03-05_2_StR_326_75_NA_NA_NA","ecli":null,"court":"BGH","senate":"2. Strafsenat","decided":"1976-03-05","aktenzeichen":"2 StR 326/75","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"BUNDESGERICHTSHOF\n\n2 StR 326/75 BESCHLUSS\n53.7\n\nin der Strafsache\n\ngegen\n\nden Kaufmann Hans-Josef Ve aus Me -K ei,\ndort geboren am EEEEEEEED 19.47,\n\nwegen Vergehens gegen das Lebensmittelgesetz u.a.\n\nDer 2. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat am 5. März 1976\ngemäß § 349 Abs. 2 bis 4 StPO beschlossen:\n\nAuf die Revision des Angeklagten wird das Urteil\ndes Landgerichts in Mainz vom 19. Dezember 1973\n\n1. im Schuldspruch dahin neu gefaßt, daß der\nAngeklagte wegen\n\nvorsätzlichen Inverkehrbringens von gesund-\n\nheitsschädlichen Lebensmitteln in Tateinheit\nmit vorsätzlichen Verstößen gegen die Eiprodukte-Verordnung und die Hackfleisch-Verord-\n\nnung,\n\nfahrlässigen gewerbsmäßigen Inverkehrbringens zum Verzehr nicht geeigneter Lebensmittel in Tateinheit mit fahrlässigem Verstoß\ngegen die Hackfleisch-Verordnung,\n\nfahrlässigen gewerbsmäßigen Inverkehrbringens\nzum Verzehr nicht geeigneter Lebensmittel und\n\nvorsätzlichen Verstoßes gegen die Lebensmittelkennzeichnungs-Verordnung\n\nverurteilt ist\n\n-§ 8 Nr. 2, § 17 Abs. 1 Nr. 1, 8 51 Abs. 1\nNr. 1 und 2, § 52 Abs. 1 Nr. 9, § 53 Abs. 1,\n§ 54 Abs. 1 Nr. 2 des Gesetzes zur Gesamtreform des Lebensmittelrechts (LMBG) vom\n15. August 1974 (BGBl I S. 1945); § 3 Abs. 1,\n§ 11 Abs. 1 Nr. 1 der Eiprodukte-Verordnung\nvom 19. Februar 1975 (BGBl I S, 537 und 1031);\n8 5 Abs. 1 Nr. 2 a und Nr. 4, § 11 Abs. 1 der\nHackfleisch-Verordnung vom 16. Juli 1965 in\nder Fassung der Verordnung vom 16. Mai 1975\n(BGBl I 1965 S. 619; 1975 S. 1281); §§ 1, 2,\n\nC\n\n3 b der Lebensmittelkennzeichnungs-Verord-\n\nnung in der Fassung der Bekanntmachung vom\n\n25. Januar 1972 (BGBl I S. 85) und der Verordnung vom 16. Mai 1975 (BGBl I S. 1281);\n\n88 52, 53 StGB 1975 -,\n\n2. im gesamten Strafausspruch mit den Feststellungen hierzu aufgehoben.\n\nIm Umfang der Aufhebung wird die Sache zu neuer\nVerhandlung und Entscheidung, auch über die Kosten des Rechtsmittels, an eine andere Strafkammer des Landgerichts zurückverwiesen.\n\nDie weitergehende Revision wird verworfen.\n\nGründe:\n\nDie Prüfung des Urteils auf Grund der Revisionsrechtfertigung ergibt nach dem zur Zeit der Entscheidung des Landgerichts geltenden Recht keinen den Angeklagten beschwerenden Rechtsfehler. Gemäß § 2 Abs. 3 StGB 1975, § 354 a StPO\nist jedoch zu berücksichtigen, daß inzwischen das Gesetz\nzur Gesamtreform des Lebensmittelrechts (LMBG) vom 15. August\n1974, die Verordnung zur Anpassung lebensmittelrechtlicher\nVerordnungen an die Straf- und Bußgeldvorschriften des Gesetzes zur Gesamtreform des Lebensmittelrechts vom 16. Mai\n1975 und die Eiprodukte-Verordnung vom 19. Februar 1975 in\nKraft getreten sind, die zum Teil geringere Strafdrohungen\nenthalten, zum Teil die dem Angeklagten zur Last liegenden\nTaten nicht mehr als Vergehen, sondern als Ordnungswidrigkeiten kennzeichnen, Dies führt zur Neufassung des Schuldspruchs und Aufhebung des gesamten Strafausspruchs.\n\nDer Senat hat die jetzt anzuwendenden Vorschriften gemäß § 260 Abs. 5 StPO zusammengefaßt. Im einzelnen sind anzuwenden\n\na)\n\nb)\n\nce)\n\nim Fall II 1 der Urteilsgründe\n§ 8 Nr. 2 LMBG,\n\n8 3 Abs. 1, § 11 Abs. 1 Nr. 1 der\nEiprodukte-Verordnung,\n\n8 5 Abs. 1 Nr. 2 a und 4, § 11 Abs. 1\nder Hackfleisch-Verordnung,\n\n§ 51 Abs. 1 Nr. 1 und 2 LMBG,\n\nim Fall II 2 der Urteilsgründe\n\n§ 17 Abs. 1 Nr. 1 LMBG,\n\n88 8, 11 Abs. 3 der Hackfleisch-Verordnung,\n§ 52 Abs. 1 Nr. 9 LMBG,\n\n§ 53 Abs. 1, Abs. 2 Nr. 1 a LMEG,\n\nim Fall II 3 der Urteilsgründe\n§ 17 Abs. 1 Nr. 1 LMBG,\n\n§ 52 Abs. 1 Nr. 9 LMBG,\n\n§ 53 Abs. 1 LMEG,\n\nd) im Fall II 4 der Urteilsgründe\n\n§§ 1, 2, 3 b der Lebensmittelkennzeichnungs-Verordnung,\n\n§ 54 Abs. 1 Nr. 2 LMEG.\n\nSchumacher RiBGH Prof.Dr.Willns Müller\nkann nicht unterschreiben, da er\nkrank ist,\n\nSchumacher\n\nMeyer Buddenberg\n\n£. Z\n\nUn;","source":"ce-bgh-str","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/1976-03-05/2-str-326-75","cited_norms":[{"jurabk":"StGB","ref":"§ 2","ref_norm":"2","n":1},{"jurabk":"StPO","ref":"§ 260","ref_norm":"260","n":1},{"jurabk":"StPO","ref":"§ 354a","ref_norm":"354a","n":1}],"authoritative_source":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","attribution":{"source":"Bundesgerichtshof","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","license":"Creative Commons Zero (CC0 1.0)","license_url":"https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/","notice":"Amtliche Entscheidung des Bundesgerichtshofs (§ 5 UrhG). Bereitgestellt über den Datensatz »Entscheidungen des Bundesgerichtshofs in Strafsachen aus dem 20. Jahrhundert« von Seán Fobbe und Tilko Swalve, https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377, veröffentlicht unter Creative Commons Zero (CC0 1.0). 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