{"status":"available","doknr":"CEBGHSTR-BGH_Strafsenat-2_NA_1974-09-05_2_StR_547_74_NA_NA_NA","ecli":null,"court":"BGH","senate":"2. Strafsenat","decided":"1974-09-05","aktenzeichen":"2 StR 547/74","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"BUNDESGERICHTSHOF\n\n2 StR 547/74 BESCHLUSS\nMAL\n\nin der Strafsache\n\ngegen\n\nden Arbeiter Ibrahim Dome aus Fi, geboren\nan GEREEEED 1934 in türkei, |\n\n_ wegen unerlaubten Waffenerwerbs\n\nDer 2. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat auf den\n-Vorlegungsbeschluß des Oberlandesgerichts Frankfurt\nam Main vom 5. September 1974 nach Anhörung des Generalbundesanwalts am 11. Dezember 1974 beschlossen:\n\n§ 26 Abs. 1 Nr. 1 des Waffengesetzes vom\n18. März 1938 in der Fassung des Art. 49\ndes Hessischen Gesetzes zur Anpassung des\n'Landesrechts an das Erste Gesetz zur Reform des Strafrechts vom 18. März 1970 |\nist gegenüber § 53 Abs. 3 Nr. 1 a des Waffengesetzes vom 19. September 1972 das mildere Gesetz.\n\nGründe:\n\n. Der Angeklagte trug, als er sich in der Nacht zum\n1. Januar 1972 in einer Gaststätte in FEED\naufhielt, eine Pistole des Kalibers 7,65 mm mit Magazin,\njedoch ohne Munition bei sich, Das Oberlandesgericht, |\ndem die Sache auf die Revision des Angeklagten zur Entscheidung vorliegt, möchte den Angeklagten wegen vorsätzlichen Erwerbs einer Faustfeuerwaffe ohne Waffenerwerbschein nach §§ 11 Abs. 1, 26 Abs. 1 Nr. 1 des Waffengesetzes vom 18. März 1938 in der Fassung des Hessischen\nAnpassungsgesetzes vom 18. März 1970 (GVBl. 1970 Teil I,\nS. 245, 252) schuldig sprechen, sieht sich jedoch daran\ndurch den Beschluß des Senats vom 16. November 1973\n- 2 StR 505/73 - gehindert, in dem der Senat wegen einer\nentsprechenden am 8. Mai 1971 ebenfalls in Frankfurt an\nMain verübten Straftat nicht das Waffengesetz 1938, son-\n\ndern das Waffengesetz vom 19. September 1972 angewandt\nhatte, weil dieses nicht mehr eine zusätzliche Geldstrafe\nandrohe und deshalb als das mildere Gesetz. gemäß 2\n\nAbs. 2 Satz 2 StGB anzusehen sei. Das Oberlandesgericht\nFrankfurt am Main will hiervon abweichen. Es weist in\nseinem Vorlegungsbeschluß (§ 121 Abs. 2 GVG) zutreffend\ndarauf hin, daß die im Waffengesetz 1938 ausgesprochene\nStrafdrohung durch das Hessische Anpassungsgesetz vom\n\n18. März 1970 von einer Gefängnisstrafe bis zu drei Jahren\nund Geldstrafe oder einer dieser Strafen auf eine Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren und Geldstrafe oder eine dieser\nStrafen verringert worden und deshalb im Verhältnis zum\nWaffengesetz 1972 mit der Strafdrohung von Freiheitsstrafe\nbis zu drei Jahren oder Geldstrafe als das mildere Gesetz\nanzusehen ist. Dem tritt der Senat bei.\n\nSchumacher Willms Kirchhof\n\nBaumgarten Meyer","source":"ce-bgh-str","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/1974-09-05/2-str-547-74","cited_norms":[{"jurabk":"GVG","ref":"§ 121","ref_norm":"121","n":1}],"authoritative_source":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","attribution":{"source":"Bundesgerichtshof","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","license":"Creative Commons Zero (CC0 1.0)","license_url":"https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/","notice":"Amtliche Entscheidung des Bundesgerichtshofs (§ 5 UrhG). Bereitgestellt über den Datensatz »Entscheidungen des Bundesgerichtshofs in Strafsachen aus dem 20. Jahrhundert« von Seán Fobbe und Tilko Swalve, https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377, veröffentlicht unter Creative Commons Zero (CC0 1.0). Der Text wurde per Texterkennung (OCR) aus Scans des Gerichts gewonnen; die Erkennungsqualität schwankt."},"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/1974-09-05/2-str-547-74","upstream":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","retrieved":"2026-08-21 23:18:01.108183+00:00"}}