{"status":"available","doknr":"CEBGHSTR-BGH_Strafsenat-2_NA_1970-09-09_2_StR_414_70_NA_NA_NA","ecli":null,"court":"BGH","senate":"2. Strafsenat","decided":"1970-09-09","aktenzeichen":"2 StR 414/70","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"BUNDESGERICHTSHOF\n\n2 ser 414/70 BESCHLUSS\n\nin der Strafsache\n\ngegen\n\nGerhard S ED Acus veE- DEE, zeboren\nam 9. ER 1945 in Wem,\n\nwegen gemeinschaftlichen Diebstahls u.a.\n\nu\n\nDer 2. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat nach\nAnhörung des Generalbundesanwalts in der Sitzung vom\n9. September 1970 beschlossen:\n\n1. Das Gesuch des Angeklagten vom 8. Juli 1970,\nihm gegen die Versäumung der Frist zur Einlegung der Revision gegen das Urteil des Landgerichts in Wiesbaden vom 7. November 1969\nWiedereinsetzung in den vorigen Stand zu gewähren, wird auf seine Kosten als unzulässig\nverworfen.\n\n2. Die Revision des Angeklagten gegen das oben\nbezeichnete Urteil wird als unzulässig verworfen.\n\nEr hat die Kosten des Rechtsmittels zu tragen.\n\nGründe:\n\nDie am 9. Juli 1970 beim Landgericht in Wiesbaden\neingegangene Revision ist verspätet eingelegt. Das Urteil ist am 7. November 1969 in Abwesenheit des Angeklagten unter den Voraussetzungen des § 231 Abs. 2 StPO verkündet worden. Da der Angeklagte dann unbekannt verzog\nund trotz Bemühungen sein Aufenthalt nicht eruittelt\nwerden konnte, wurde es auf Beschluß der Strafkammer\ndurch Aushang an der Gerichtstafel vom 29. Januar bis zum\n4. März 1970 dem Angeklagten öffentlich zugestellt. Diese\nZustellung ist wirksam. Im Falle des § 231 Abs. 2 StPO\nist - anders als im Falle des § 232 Abs. 4 StPO - nicht\neine Zustellung durch Übergabe an den Angeklagten selbst\nvorgeschrieben (vgl. BGH Beschluß vom 2. Mei 1967\n- 1 StR 117/67; Dünnebier in Loewe/Rosenberg StPO,\n\n21. Auflage § 37 Anm. 5 b, KMR StPO § 231 Ann. 3 £).\n\n- 3 -\n\nDie einwöchige Frist zur Revisionseinlegung begann daher mit dem 13. Februar 1970 (§ 40 Abs. 2 StPO). Mithin\n\nhat der Angeklagte die Frist zur Einlegung der Revision\nversäunt.\n\nDas Gesuch um Wiedereinsetzung in den vorigen Stand\ngegen die Versäumung dieser Frist ist unzulässig, da ein\nWiedereinsetzungsgrund nicht glaubhaft gemacht worden\nist (§ 45 StPO).\n\nDas Wiedereinsetzungsgesuch und die Revision waren\ndaher als unzulässig zu verwerfen.\n\nBaldus Kirchhof Henning\n\nMüller Baumgarten","source":"ce-bgh-str","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/1970-09-09/2-str-414-70","cited_norms":[{"jurabk":"StPO","ref":"§ 231","ref_norm":"231","n":2},{"jurabk":"StPO","ref":"§ 40","ref_norm":"40","n":1},{"jurabk":"StPO","ref":"§ 45","ref_norm":"45","n":1},{"jurabk":"StPO","ref":"§ 232","ref_norm":"232","n":1}],"authoritative_source":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","attribution":{"source":"Bundesgerichtshof","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","license":"Creative Commons Zero (CC0 1.0)","license_url":"https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/","notice":"Amtliche Entscheidung des Bundesgerichtshofs (§ 5 UrhG). Bereitgestellt über den Datensatz »Entscheidungen des Bundesgerichtshofs in Strafsachen aus dem 20. Jahrhundert« von Seán Fobbe und Tilko Swalve, https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377, veröffentlicht unter Creative Commons Zero (CC0 1.0). Der Text wurde per Texterkennung (OCR) aus Scans des Gerichts gewonnen; die Erkennungsqualität schwankt."},"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/1970-09-09/2-str-414-70","upstream":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","retrieved":"2026-08-21 23:17:20.305605+00:00"}}