{"status":"available","doknr":"CEBGHSTR-BGH_Strafsenat-2_NA_1970-07-15_2_StR_244_70_NA_NA_NA","ecli":null,"court":"BGH","senate":"2. Strafsenat","decided":"1970-07-15","aktenzeichen":"2 StR 244/70","doktyp":"Urteil","leitsatz":null,"text_plain":"0428 096\n\nBUNDESGERICHTSHOF\n\nIM NAMEN DES VOLKES\n\n> StR 244/70 URTEIL\n\nin der Strafsache\n\ngegen\n\nden Kraftfahrer Bruno B EB zus Ip.\ndort geboren am 9. EEE 1946,\n\nwegen Beleidigung\n\n44\n\nDer 2. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat in\nder Sitzung vom 15. Juli 1970, an der teilgenommen haben:\n\nSenatspräsident Dr. Baldus\n\nals Vorsitzender,\nBundesrichter Kirchhof\nBundesrichter Henning\nBundesrichter Dr. Müller\nBundesrichter Baumgarten\n\nals beisitgende Richter,\nBundesanwalt Dr. EEE ir der Verhandlung,\nBundesanwalt EEE bei der Verkündung\n\nals Vertreter der Bundesanwaltschaft,\nJustizangestellter EB in der Verhandlung,\nJustizhauptsekretär GW bei der Verkündung\n\nals Urkundsbeamte der Geschäftsstelle,\n\nfür Recht erkannt:\n\nDie Revision des Angeklagten gegen das Urteil\ndes Landgerichts in Limburg/Lahn vom 16. März\n1970 wird verworfen. Jedoch ist er nicht hilfsweise zu Gefängnis, sondern zu Freiheitsstrafe\nverurteilt.\n\nDer Angeklagte hat die Kosten des Rechtsmittels\nzu tragen.\n\nVon Rechts wegen\n\nGründe:\n\nnn m a en mn\n\nDie Strafkammer hat den Angeklagten wegen Beleidigung zu einer Geldstrafe von 200,- DM, hilfsweise zu\nzehn Tagen Gefängnis verurteilt. Seine Revision, mit\nder er die Verletzung sachlichen Rechtes rügt, bleibt\nerfolglos.\n\nDer festgestellte Sachverhalt ergibt den äußeren\nTatbestand der Beleidigung wegen Nichtachtung des\nSchamgefühls des lOjährigen Knaben. Die Feststellungen\ntragen aber auch die Bejahung der inneren Tatseite.\nDaß der Angeklagte wußte, man dürfe \"etwas derartiges\nnicht tun\", konnte die Strafkammer ohne weiteres deshalb annehmen, weil er durch die wegen eines gleichartigen Verhaltens ergangene Vorstrafe gewarnt war.\n\nZu Unrecht vermißt die Revision die Feststellung\neiner besonderen Beleidigungsabsicht. § 1§ 5 StGB\nsetzt eine solche Absicht nicht voraus. Ebensowenig\nist erforderlich, daß das Opfer das Verhalten des\nTäters als Beleidigung empfindet (BGH NJW 1951, 368).\n\nAuch die weitere Nachprüfung des Urteils hat\nkeinen Rechtsfehler ergeben.\n\nBaldus Kirchhof Henning\nMüller Baumgarten\n\n74","source":"ce-bgh-str","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/1970-07-15/2-str-244-70","cited_norms":[{"jurabk":"StGB","ref":"§ 5","ref_norm":"5","n":1}],"authoritative_source":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","attribution":{"source":"Bundesgerichtshof","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","license":"Creative Commons Zero (CC0 1.0)","license_url":"https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/","notice":"Amtliche Entscheidung des Bundesgerichtshofs (§ 5 UrhG). Bereitgestellt über den Datensatz »Entscheidungen des Bundesgerichtshofs in Strafsachen aus dem 20. Jahrhundert« von Seán Fobbe und Tilko Swalve, https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377, veröffentlicht unter Creative Commons Zero (CC0 1.0). Der Text wurde per Texterkennung (OCR) aus Scans des Gerichts gewonnen; die Erkennungsqualität schwankt."},"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/1970-07-15/2-str-244-70","upstream":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","retrieved":"2026-08-21 23:17:18.437975+00:00"}}