{"status":"available","doknr":"CEBGHSTR-BGH_Strafsenat-2_NA_1957-10-09_2_StR_379_57_NA_NA_NA","ecli":null,"court":"BGH","senate":"2. Strafsenat","decided":"1957-10-09","aktenzeichen":"2 StR 379/57","doktyp":null,"leitsatz":null,"text_plain":"2661 09€\n\nIn Namen des Volikes\n\nIn der Strafsache\ngegen\n\nden Provisionsvertreter Karı 5 EEE au: rg\n«BB. geboren am «EB ::05 in I@WB/Schiesien,\n\nwegen Meineids\n\nhat der 2. Strafsenat des Bundesgerichtshofs in der Sitzung\nvom 9. Oktober 1957, an der teilgenommen haben:\n\nSenatspräsident Dr. Baldus\nals Vorsitzender,\n\nBundesrichter Dr.Dotterweich\nBundesrichter Scharpenseel\nBundesrichter Dr.Schalscha\n\nBundesrichter Dr.Menges\nals beisitzende Richter,\n\nBundesanwalt Dr. =>\nals Vertreter der Bundesanwaltschaft,\n\nJustizengestellser@iiiitem\nals Urkundsbeamter der Geschäftsstelle,\n\nfür Recht erkannt:\n\nAuf die Revision des Angeklagten wird das Urteil\ndes Landgerichts in Frankfurt am Main vom 16. Mai 1957\nmit den Feststellungen aufgehoben,\n\nDie Sache wird zur neuen Verhandlung und Entscheidung, auch über die Xosten des Rechtsmittels, an das\n\nLandgericht zurückverwiesen.\n\nVon Rechts wegen\n\ngründe:\n\nnr m vn\n\nDie Revision des Angeklagten, den die Strafkammer\nwegen Meineids verurteilt hat, führt zum Erfolg. da\ndie Verfahreusrüge begründet ist.\n\nDie Anklage legte dem Angeklagten ein Verbrechen\ndes Meineids zur Last, Sie wurde ihm am 21. März 1957\nzugestellt. Mit Schriftsatz vom 25. März 1957, eingegangen beim Landgericht am 27. März 1957, beantragte\ner die Bestellung eines Verteidigers, sofern es zur\nHauptverhandlung kommen sollte. Über diesen Antrag ist\nnicht entschieden worden. In der Hauptverhandlung hatte der Angeklagte keinen Verteidiger. Zu Recht findet\ndie Revision in diesem Verfahren eine Verletzung des\n§ 140 Abs. 1 Nr. 2 StPO. Ein Verzicht auf die Beiordnung eines Verteidigers kann nicht darin erblickt werden, daß der Angeklagte die Übergehung seines Antrags\nnicht gerügt und seinen Antrag in der Hauptverhandlung\nnicht wiederholt hat, da keine Umstände vorliegen, aus\ndenen sein Wille zum Verzicht zweifelsfrei zu entnehmen wäre (RGSt 42, 95; 57, 1475 62, 140 /1427; RG GA\n62, 3325 BGH NW 51, 205 Nr. 30).\n\nDas Urteil muß daher aufgehoben werden (§ 538 Nr. 5\nStPOz RGSt 67, 3:0 /3147).\n\nBaldus Dr.Dotterweich Scharpenseeil\n\nDr. Schalscha Menges","source":"ce-bgh-str","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/1957-10-09/2-str-379-57","cited_norms":[{"jurabk":"StPO","ref":"§ 140","ref_norm":"140","n":1}],"authoritative_source":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","attribution":{"source":"Bundesgerichtshof","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","license":"Creative Commons Zero (CC0 1.0)","license_url":"https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/","notice":"Amtliche Entscheidung des Bundesgerichtshofs (§ 5 UrhG). Bereitgestellt über den Datensatz »Entscheidungen des Bundesgerichtshofs in Strafsachen aus dem 20. Jahrhundert« von Seán Fobbe und Tilko Swalve, https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377, veröffentlicht unter Creative Commons Zero (CC0 1.0). Der Text wurde per Texterkennung (OCR) aus Scans des Gerichts gewonnen; die Erkennungsqualität schwankt."},"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/1957-10-09/2-str-379-57","upstream":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","retrieved":"2026-08-21 23:13:57.973869+00:00"}}