{"status":"available","doknr":"CEBGHSTR-BGH_Strafsenat-2_NA_1957-08-02_2_StR_270_57_NA_NA_NA","ecli":null,"court":"BGH","senate":"2. Strafsenat","decided":"1957-08-02","aktenzeichen":"2 StR 270/57","doktyp":null,"leitsatz":null,"text_plain":"in.\n\n2661 024\n\nIm Namen des Vo.ukes\nin der Strafsache\n\ngegen\n\nden Kaufmann Hans 4 EB aus xD, geboren\n\nhart\n\n1908 in DEM. zur Zeit in Untersuchungs-\n\nwegen Sitbtlichkeitsverorechens\n\nhet der Ferien-Strafsenat des Bundesgerichtshofs in der Sitzung vom 2. August 1957, ar der teilgenommen haben:\n\n2 0\n\nBundesrichter Werner\nais Vorsitzender,\n\nBundesrichter Dr.Schalscha\nBundesrichter Hoepner\nBundesrichter Prof. Dr. Lang-Hinrichsen\n\nBundesrichter Dr.Hübner\nala beisivzende Richver,\n\nBundesanwal‘; >\nels Vertreter der Bundesanwa}) tschaft,\n\nJustizangestellter\nals Urkundsbeamter\n\nGeschäftsstelle,\n\nfür Recht erkannt:\n\nAuf die Revision des Angeklagten wird das Urteil\n\ndes Landgerichts in Aachen vom 5.Mürz 1957 mit den Feststellungen aufgehoben. Die Sache wird zu neuer Verhandlung und Entscheidung, auch über die Kosien des Rechtsmittels, an das Landgericht zurückverwiesen.\n\nVon Rechts wegen\n\nfrz are\n\nIH\n\n. “\n.— u un nn\nDu .\n\nPoupep WAS Zn SZ\n\ns\num\n\n..\n\n-2-\n\ngrinde:\n\nDer Angeklagte ist wegen zweier Verbrechen nach $ IT.\nAbs 1 Nr 1 StGB zu zwei Jahren Zuchihaus verurteil, worden.\nMit seiner Revision macht er die Verletrung von Vorschriften\ndes Verfahrens- und des sachlichen Rechts geltend. Die auf\ndie Verletzung den § 177 GVG gestüizte Revisionsrüge führt\nzur Aufhebung des angefochtenen Urteiis.\n\nAusweislich des Hauptverhandlungsprrtckis 13% nach\nder Vernehmung des Angeklagıen zur Sache dis Öffen.lichkeit\nauegeschlossen worden, \"da es sich um remilienangelegenheiten handelt\", Das Protokoli enthält nich;s Über eine Wledorhersteliung der Öffentlichkei. vor der Trscoilsvarkündung.\n\nDa Ale Angaben Über die Öffentlichkeit des Verfahrens zu den\nwesentlichen Förmlichkeiten der Hauvtverhandiung gehören, die\nin das Protokoll aufgenommen werden müssen (§§ 272 Hr 5,\n\n273 StPO), ist gemäß § 274 StPO urter Ausschluß des Gegenbeweises, abgesehen vom Nachweir der Fülschung, bewiesen,\n\ndaß des Urteii in nicht Öffentlicher Sitzung verkündet vworden ist. Diese Verletzung des § 173 GVG ist ein unbedingter\nRevisionsgrund (§ 338 Nr 6 StPO, BGHSt 4, 279 ff).\n\nEines näheren Eingehens auf die weiteren Revisionsrügen bedarf es hiernech nicht. Es sei nur auf folgendes\nhingewiesen;\n\n1.) Der im Beschluß über Ausschluß der Öffentlichkeit\nangegebene Grund entspricht nicht dem Gesetz (§ 172\nGVG); das Protokoll 15ßt auch nicht erkeiinen, daß\nüber die Ausschließung der Öffenilichkeit verhandelt worden ist, d.h., daß die Beteiiigsen gehört\nworden sind (§ 33 StPOs IM § 33 StPO Nr 1 und 2).\n\n- 3.\n\n2,) Eatgegen der Annahme der Revision sind zu den Hauptakten geiangse Beiskten nicht \"herheigeschaffie\"\nBeweismittel im Sinne des § 215 St?0, solange nicht\ndie Verlesung bestimmter Aktenteile heantragt wird\n(Löwe-Rosenberg § 245 StPO Anm 7 b und die dort angeführte Re:htsprechung).\n\nIm übrigen wird der Angeklagte Geiegenasti haben, in\nder neuen Haupsverhandlung Beweisaniräge zu a,sellen, soweit\n\"er weitere Sacheufklärung für erforderi.>h erachisi. Gegebenenfalls wird zu prüfen sein, ot die Viraussetzungen tes\n8 140 Abs 2 StPO gegeben sind\n\nEs besteht kein Anlaß, dem Antrege des Verteidigers\ngemäß die Seche an ein anderes Gericht Su verweisen.\n\nWerner Dr,Scheal.scha Hoepner\n\nLang-kinrichsen Hübner","source":"ce-bgh-str","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/1957-08-02/2-str-270-57","cited_norms":[{"jurabk":"GVG","ref":"§ 173","ref_norm":"173","n":1},{"jurabk":"GVG","ref":"§ 177","ref_norm":"177","n":1},{"jurabk":"StPO","ref":"§ 33","ref_norm":"33","n":1},{"jurabk":"StPO","ref":"§ 274","ref_norm":"274","n":1},{"jurabk":"StPO","ref":"§ 245","ref_norm":"245","n":1},{"jurabk":"StPO","ref":"§ 338","ref_norm":"338","n":1},{"jurabk":"GVG","ref":"§ 172","ref_norm":"172","n":1}],"authoritative_source":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","attribution":{"source":"Bundesgerichtshof","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","license":"Creative Commons Zero (CC0 1.0)","license_url":"https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/","notice":"Amtliche Entscheidung des Bundesgerichtshofs (§ 5 UrhG). Bereitgestellt über den Datensatz »Entscheidungen des Bundesgerichtshofs in Strafsachen aus dem 20. Jahrhundert« von Seán Fobbe und Tilko Swalve, https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377, veröffentlicht unter Creative Commons Zero (CC0 1.0). Der Text wurde per Texterkennung (OCR) aus Scans des Gerichts gewonnen; die Erkennungsqualität schwankt."},"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/1957-08-02/2-str-270-57","upstream":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","retrieved":"2026-08-21 23:13:53.358890+00:00"}}