{"status":"available","doknr":"CEBGHSTR-BGH_Strafsenat-2_NA_1951-12-04_2_StR_392_51_NA_NA_NA","ecli":null,"court":"BGH","senate":"2. Strafsenat","decided":"1951-12-04","aktenzeichen":"2 StR 392/51","doktyp":"Urteil","leitsatz":null,"text_plain":"Im Namen des Volkes\n\nIn der Strafsache\ngegen’\n\n‚„ Haus Ir zur \"geboren\n\n’\n\n1..) den Küfermeister Hclmut_ E\nwohnhaft in\n\nem EEE 1905 in\n\n2.) den Kraftfuhrunternehmer Fritz B Z ‚\n‚, Hotel z. Im, Haus geboren am\n1903 in KB:\n\nwegen Verbrechens gegen die lienschlichkeit u.a.\n\nhat der 2. Strafsenat des Bundesgerichtshofs in der\nSitzung vom 4. Dezember 1951, an der teilgenommen .\nhaben:\nBundesrichter Dr. Kirchner\nals Vorsitzender,\nBundesrichter Dr. Dotterweich\nBundesrichter Werner\nBundesrichter Dr. Sauer\nBundesrichter Sarstedt\n“ als beisitzende Richter,\n\"Oberstaatsanwalt EN\nals Vertreter der Bundesanwaltschaft,\nJustizangestellter m j\nals Urkundsbeamter der Geschäftsstelle,\nfür Recht erkannt: 2\n\nAuf die Revision der Staatsanwaltschaft wird\ndas Urteil des-Landgerichts in Bad Kreuznach\nvom 13. Februar 1951 dahin abgeändert, dass\nder bedingte Erlass der Strafen entfällt.\n\nDie Xosten des Rechtsmittels treffen die Angeklagten.\n\nVon Rechts wegen\n\n(4\n\n2302 058 &\n\n” # ri ..\nEEE\n\nam tne ne\nLı Br AR we\n\n2: FR\nA\nPad\n\n“_ a3\nNA,\n\n..,..\n\nN N ln 2 u Q (24 Zu 2 url Zul zit ul ne Zn Be -.\n\nte\n\n23 FENE EPrSFES .\nAa ee Ton\n\n-2-\n\nGründes\n\nDas Landgericht in Bad Xreuznach hat am 13. Februar\n1951 die Angeklagten wegen Verbrechens gegen die i.enschlichkeit u.a. zu einer Gefänsnisstrafe verurteilt und zwar\nTEE zu. einer Strafe von elf i:onaten, TEE zu\neiner Strafe von acht .Ionaten. Die erkannten Strafen hat\ndas Gericht unter der Bedingung erlassen, dass \"die Angeklagten nicht bis zum 15. September 1952 ein Verbrechen\noder vorsätzliches Vergehen verüben\".\n\nDie Staatsanwaltschaft beschränkt die Revision auf den\nAusspruch des bedingten Straferlasses. Sie rüst Verletzung\ndes § 2 Abs 2 des Straffreiheitsgesetzes vom 31. Dezember\n1949. Das Rechtsmittel ist begründet.\n\nDie Strafkammer nimmt ihre Zuständigkeit zur Entscheidung über den bedingten Straferlass nach § 2 Abs 2 Straffreiheitsgesetz an, da das Gesetz keine eindeutige Bestimmung hierüber enthalte. Das Gesetz bezwecke eine baldige\npolitische Befriedung und erfordere deshalb, mindestens\nbei Taten aus politischen Gründen, eine Entscheidung mit\ndem Erlass des Urteils durch das Gericht.\n\nDiese Ansicht ist rechtsirrig. Der Bundesgerichtshof\nhat schon mit Urteil vom 19. Juni 1951 (1 StR 228/51) entschieden, dass der bedingte Straferlass nach § 2 Abs 2\nStraffreiheitsgesetz erst ausgesprochen werden darf, wenn\ndas Urteil rechtskräftig ist. Die Entscheidung ist nicht\nvom erkennenden Gericht, sondern von der Vollstreckungsbehörde und unter Umständen nach § 458 StPO nachträglich\nvom Gericht zu treffen. Die vom Landgericht angeführten\nGründe sind nur Zweckmässigkceitserwägungen. Solche Erwägungen können die sich aus dem Gesetz ergebende Zuständigkeit nicht abändern. Zudem ist es nicht zutreffend, dass\ndas Straffreiheitsgesetz nur die politische Befriedung be-\n\nzweckt. Es erfasst alle Straftaten und Orädnungswidrigkeiten, die vor dem 15. September 1949 begangen sind.\n\nrate\n\nrule oe\n\nwu:\n\n.\nARE Sa\n\nws . . 3 ı_\n. 4\nDas Gericht hat somit zu Unrecht seine Zuständigkeit\nzur Entscheidung angenommen. Der Ausspruch über den beding-\n\nten Straferlass war nach § 354 StPO vom Revisionsgericht\nzu beseitigen (HRR 1937, 224).\n\n“ Die Entscheidung entspricht dem Antrag des Oberbundesanwalts.\n\nDr. Kirchner Dr. Dotterweich Werner\nDr. Sauer Sarstedt\n\n3\n\nee 7\n\n..\n\nD s 8\n\n%r .\nA\n\nar\nNs\nR\nF\nKr}","source":"ce-bgh-str","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/1951-12-04/2-str-392-51","cited_norms":[{"jurabk":"StPO","ref":"§ 354","ref_norm":"354","n":1},{"jurabk":"StPO","ref":"§ 458","ref_norm":"458","n":1}],"authoritative_source":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","attribution":{"source":"Bundesgerichtshof","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","license":"Creative Commons Zero (CC0 1.0)","license_url":"https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/","notice":"Amtliche Entscheidung des Bundesgerichtshofs (§ 5 UrhG). Bereitgestellt über den Datensatz »Entscheidungen des Bundesgerichtshofs in Strafsachen aus dem 20. Jahrhundert« von Seán Fobbe und Tilko Swalve, https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377, veröffentlicht unter Creative Commons Zero (CC0 1.0). Der Text wurde per Texterkennung (OCR) aus Scans des Gerichts gewonnen; die Erkennungsqualität schwankt."},"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/1951-12-04/2-str-392-51","upstream":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","retrieved":"2026-08-21 23:10:57.885245+00:00"}}