{"status":"available","doknr":"CEBGHSTR-BGH_Strafsenat-1_NA_1998-03-04_1_StR_18_98_NA_NA_NA","ecli":null,"court":"BGH","senate":"1. Strafsenat","decided":"1998-03-04","aktenzeichen":"1 StR 18/98","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"BUNDESGERICHTSHOF\n\nBESCHLUSS\n\n1 StR 18/98 vom\n\n4. März 1998\n\nin der Strafsache\n\ngegen\n\nwegen unerlaubten Handeltreibens mit Betäubungsmitteln in\n\nnicht geringer Menge\n\nDer 1. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat am 4. März\n\n1998 beschlossen:\n\nDie Revision des Angeklagten gegen das Urteil des\nLandgerichts Coburg vom 22. September 1997 wird als\nunbegründet verworfen, da die Nachprüfung des Urteils auf Grund der Revisionsrechtfertigung keinen\nRechtsfehler zum Nachteil des Angeklagten ergeben\nhat (Ss 349 Abs. 2 StPO).\n\nDamit ist der Antrag auf Aufhebung des Haftbefehls\ndes Amtsgerichts Kronach vom 5. März 1997 gegen-\n\nstandslos.\n\nErgänzend zu den Ausführungen in der Antragsschrift\n\ndes Generalbundesanwalts bemerkt der Senat:\n\n1. Zur Rüge der Verletzung des § 245 Abs. 1 StPO\nträgt die Revision nicht vor, weshalb dem Zeugen\nF. nicht das vom Tatgericht ersichtlich angenommene umfassende Auskunftsverweigerungsrecht\n(vgl. BGHSt 10, 104, 105; BGH StV 1987, 328 £.)\nzugestanden habe. Der Vorsitzende mußte weder\ndie Belehrung des Zeugen nach § 55 Abs. 2 StPO\nnoch dessen Entlassung nach der Auskunftsverweigerung begründen (s. § 34 StPO; vgl. auch BGHSt\n15, 253). Die Verteidigung hätte gemäß S 238\nAbs. 2 StPO eine Entscheidung des Gerichts beantragen können, die gegebenenfalls zu begründen\ngewesen wäre (Gollwitzer in LR 24. Aufl. 8§ 238\nRdn. 33; Treier in KK 3. Aufl. § 238 Rdn. 13);\n\ndies hat sie jedoch versäumt.\n\n2. Die Sachrüge ist auch unbegründet, soweit das\nLandgericht den von ihm nach $S 31 BtMG i.V.m.\n§ 49 Abs. 2 StGB gemilderten Strafrahmen des\n§ 29 a Abs. 1 BtMG zu Unrecht mit \"Freiheitsstrafe von einem Jahr bis zu 15 Jahren\" bezeichnet hat. Dabei handelt es sich offensichtlich um\nein Schreibversehen, denn das Landgericht hat\nzuvor ausdrücklich darauf hingewiesen, daß der\nNormalstrafrahmen von einem Jahr bis 15 Jahren\n\nFreiheitsstrafe reicht.\n\nDer Beschwerdeführer hat die Kosten des Rechtsmit-\n\ntels zu tragen.\n\nSchäfer Ulsamer Maul\n\nBrüning wahl","source":"ce-bgh-str","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/1998-03-04/1-str-18-98","cited_norms":[{"jurabk":"BtMG 1981","ref":"§ 29a","ref_norm":"29a","n":1},{"jurabk":"StGB","ref":"§ 49","ref_norm":"49","n":1},{"jurabk":"StPO","ref":"§ 34","ref_norm":"34","n":1},{"jurabk":"StPO","ref":"§ 55","ref_norm":"55","n":1},{"jurabk":"StPO","ref":"§ 245","ref_norm":"245","n":1}],"authoritative_source":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","attribution":{"source":"Bundesgerichtshof","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","license":"Creative Commons Zero (CC0 1.0)","license_url":"https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/","notice":"Amtliche Entscheidung des Bundesgerichtshofs (§ 5 UrhG). Bereitgestellt über den Datensatz »Entscheidungen des Bundesgerichtshofs in Strafsachen aus dem 20. Jahrhundert« von Seán Fobbe und Tilko Swalve, https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377, veröffentlicht unter Creative Commons Zero (CC0 1.0). Der Text wurde per Texterkennung (OCR) aus Scans des Gerichts gewonnen; die Erkennungsqualität schwankt."},"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/1998-03-04/1-str-18-98","upstream":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","retrieved":"2026-08-21 23:23:37.448381+00:00"}}