{"status":"available","doknr":"CEBGHSTR-BGH_Strafsenat-1_NA_1997-11-25_1_StR_675_97_NA_NA_NA","ecli":null,"court":"BGH","senate":"1. Strafsenat","decided":"1997-11-25","aktenzeichen":"1 StR 675/97","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"BUNDESGERICHTSHOF\n\nBESCHLUSS\n\n1 StR 675/97 vom\n\n25. November 1997\n\nin der Strafsache\n\ngegen\n\nwegen unerlaubten Handeltreibens mit Betäubungsmitteln in\n\nnicht geringer Menge u.a.\n\nDer 1. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat am 25. November 1997 beschlossen:\n\nDie Revision des Angeklagten gegen das Urteil\ndes Landgerichts München I vom 12. Mai 1997\nwird als unbegründet verworfen, da die Nachprüfung des Urteils auf Grund der Revisionsrechtfertigung keinen Rechtsfehler zum Nachteil des\n\nAngeklagten ergeben hat (§ 349 Abs. 2 StPO).\n\nDer Beschwerdeführer hat die Kosten des Rechts-\n\nmittels zu tragen:\n\nErgänzend bemerkt der Senat:\n\nDas Landgericht hat es unterlassen, die Änderung der Gerichtsbesetzung bei Beginn der\nHauptverhandlung vom 10. Februar 1997 mitzuteilen. Das hatte jedoch keine Bedeutung für die\nRichtigkeit der tatsächlichen Besetzung des Gerichts, sondern lediglich die Wirkung, daß\nPräklusion hinsichtlich des Besetzungseinwandes\n\nnicht eintreten konnte.\n\nDie Wiederholung der Hauptverhandlung vom\n\n10. Februar am 12. Februar - nach richtiger\nMitteilung der Gerichtsbesetzung und der Ablehnung des Besetzungseinwandes der Verteidigung -\nhatte allerdings keine rechtliche Wirkung. Denn\nder Angeklagte war bereits am 10. Februar zur\nSache vernommen worden; die Präklusion des Besetzungseinwandes konnte deswegen durch Wieder-\n\nholung der \"infizierten Verfahrensteile\"\n\n(Schmid JZ 1969, 757, 760) nicht wiederhergestellt werden (Treier in KK 3. Aufl. und Kleinknecht/Meyer-Goßner, StPO 43. Aufl. je zu\n\ns 222a Rdn. 6).\n\nDie Revision konnte somit die Besetzungsrüge\nerheben, sie bleibt damit aber erfolglos. Entgegen der Meinung der Revision hat die Hauptverhandlung nicht am 12. Februar neu - dann allerdings mit falscher Besetzung - begonnen.\nVielmehr wurde nach dem Protokoll die Hauptverhandlung vom 10. Februar zunächst fortgesetzt\nund sodann nicht ausgesetzt, sondern \"unterbrochen\" und nach Erledigung des Besetzungsein-\n\nwandes durch Beschluß des Gerichts wiederum\n\n\"fortgesetzt\". Maßgebend blieb damit die Gerichtsbesetzung bei Beginn der Hauptverhandlung\nam 10. Februar; diese ist von der Revision\n\nnicht beanstandet worden.\n\nSchäfer Maul Granderath\n\nBrüning Boetticher","source":"ce-bgh-str","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/1997-11-25/1-str-675-97","cited_norms":[{"jurabk":"StPO","ref":"§ 349","ref_norm":"349","n":1}],"authoritative_source":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","attribution":{"source":"Bundesgerichtshof","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","license":"Creative Commons Zero (CC0 1.0)","license_url":"https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/","notice":"Amtliche Entscheidung des Bundesgerichtshofs (§ 5 UrhG). Bereitgestellt über den Datensatz »Entscheidungen des Bundesgerichtshofs in Strafsachen aus dem 20. Jahrhundert« von Seán Fobbe und Tilko Swalve, https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377, veröffentlicht unter Creative Commons Zero (CC0 1.0). Der Text wurde per Texterkennung (OCR) aus Scans des Gerichts gewonnen; die Erkennungsqualität schwankt."},"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/1997-11-25/1-str-675-97","upstream":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","retrieved":"2026-08-21 23:23:32.337161+00:00"}}