{"status":"available","doknr":"CEBGHSTR-BGH_Strafsenat-1_NA_1997-07-08_1_StR_299_97_NA_NA_NA","ecli":null,"court":"BGH","senate":"1. Strafsenat","decided":"1997-07-08","aktenzeichen":"1 StR 299/97","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"BUNDESGERICHTSHOF\n\nBESCHLUSS\n\n1 StR 299/97 vom\n\n16727 7A 8. Juli 1997\n\nin der Strafsache\n\ngegen\n\nMartin Alfred HOEEEEB zus sp seboren am ED\n1966 in MED\n\nwegen räuberischen Angriffs auf Kraftfahrer u.a.\n\nDer 1. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat auf Antrag des\nGeneralbundesanwalts und nach Anhörung des Beschwerdefüh-\n\nrers am 8. Juli 1997 einstimmig beschlossen:\n\nDie Revision des Angeklagten gegen das\nUrteil des Landgerichts München II vom\n12. Februar 1997 wird als unbegründet\nverworfen, da die Nachprüfung des Urteils auf Grund der Revisionsrechtfertigung keinen Rechtsfehler zum Nachteil\ndes Angeklagten ergeben hat (§ 349\n\nAbs. 2 StPO).\n\nErgänzend bemerkt der Senat:\n\nEntgegen der Ansicht des Generalbundesanwalts in seiner Antragsschrift vom\n26. Mai 1997 bedarf es der Aufhebung\ndes Urteils des Amtsgerichts Starnberg\nvom 21. Dezember 1995 nicht.\n\nEs ist vielmehr durch den in entsprechender Anwendung von § 4 Abs. 1 StPo\nzulässigen Verbindungsbeschluß der\n\n1. Strafkammer vom 15. April 1996, der\neine Verschmelzung der Verfahren bewirkte, gegenstandslos geworden und bedarf daher einer gesonderten Aufhebung\nnicht. Die Verschmelzung beider Verfahren hat die Folge, daß insgesamt\nerstinstanzlich zu verhandeln ist\n(BGHSt 36, 348, 350).\n\nEine solche Verbindung bleibt auch nach\nInkrafttreten des Gesetzes zur Entlastung der Rechtspflege vom 11. Januar\n1993 (BGBl I, S. 50) statthaft (vgl.\nKleinknecht/Meyer-Goßner, StPO\n\n43. Aufl. S 4 Rdn. 8a). Der Sinn der\n\nSS 2 bis 4 StPO ist es, aus prozeßökonomischen Gründen die Verschiebung der\nsachlichen Zuständigkeit zu regeln.\nDeshalb steht einer Zusammenfassung von\nStrafsachen entsprechend § 4 Abs. 1\nStPO auch nicht entgegen, daß in einen\nfestgelegten Instanzenzug eingegriffen\nwird (BGHSt aaO, 351). Ebensowenig\nliegt darin ein Verstoß gegen Art. 101\nAbs. 1 Satz 2 GG (vgl. Wendisch in LR,\nStPO 25. Aufl. S 4 Rdn. 10, 15 £f.).\n\nDer Beschwerdeführer hat die Kosten des\n\nRechtsmittels zu tragen.\n\nSchäfer Ulsamer Maul\n\nBrüning Landau","source":"ce-bgh-str","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/1997-07-08/1-str-299-97","cited_norms":[{"jurabk":"StPO","ref":"§ 4","ref_norm":"4","n":2},{"jurabk":"GG","ref":"Art 101","ref_norm":"101","n":1},{"jurabk":"StPO","ref":"§ 349","ref_norm":"349","n":1}],"authoritative_source":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","attribution":{"source":"Bundesgerichtshof","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","license":"Creative Commons Zero (CC0 1.0)","license_url":"https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/","notice":"Amtliche Entscheidung des Bundesgerichtshofs (§ 5 UrhG). Bereitgestellt über den Datensatz »Entscheidungen des Bundesgerichtshofs in Strafsachen aus dem 20. Jahrhundert« von Seán Fobbe und Tilko Swalve, https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377, veröffentlicht unter Creative Commons Zero (CC0 1.0). Der Text wurde per Texterkennung (OCR) aus Scans des Gerichts gewonnen; die Erkennungsqualität schwankt."},"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/1997-07-08/1-str-299-97","upstream":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","retrieved":"2026-08-21 23:23:26.434333+00:00"}}