{"status":"available","doknr":"CEBGHSTR-BGH_Strafsenat-1_NA_1997-06-19_1_StR_168_97_NA_NA_NA","ecli":null,"court":"BGH","senate":"1. Strafsenat","decided":"1997-06-19","aktenzeichen":"1 StR 168/97","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"BUNDESGERICHTSHOF\n\nBESCHLUSS\n\n1 StR 168/97 vom\n\n' 7 Y 19. Juni 1997\n\nin der Strafsache\n\ngegen\n\n1. Melitta MED , geborene BB aus Fe.\ngeboren am EEE 195: ir > EEE,\n\n2. Sonja ME aus ZU, seboren am m 1961\n\nwegen fahrlässiger Tötung u.a.\n\nDer 1. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat auf Antrag des\nGeneralbundesanwalts und nach Anhörung der Beschwerdeführe-\n\nrinnen am 19. Juni 1997 einstimmig beschlossen!\n\nDie Revisionen der Angeklagten gegen\ndas Urteil des Landgerichts Regensburg\nvom 1. Oktober 1996 werden als unbegründet verworfen, da die Nachprüfung\ndes Urteils auf Grund der Revisionsrechtfertigungen keinen Rechtsfehler\nzum Nachteil der Angeklagten ergeben\nhat (§ 349 Abs. 2 StPo).\n\nZur Ablehnung des Antrags zur Beiziehung der Tonbandmitschnitte der polizeilichen Vernehmungen bemerkt der Se-\n\nnat:\n\nDie Tonbänder hätten aufbewahrt werden\nmüssen. Für polizeiliche Protokolle ist\n§ 168 b StPO entsprechend anzuwenden\n(Wache in KK 3. Aufl. § 163 a Rdn. 35).\nS 168 b StPO verweist auch auf $S 168 a\nAbs. 2 StPO, wonach Tonbandmitschnitte\nals vorläufige Aufzeichnungen aufzubewahren sind und erst gelöscht werden\ndürfen, wenn das Verfahren rechtskräftig abgeschlossen oder sonst beendet\nist. Entgegen dieser Vorschrift wurden\nhier die Tonbänder nicht aufbewahrt.\n\nDas war fehlerhaft, doch führt dieser\n\nSchäfer\n\nnicht mehr behebbare Fehler nicht zu\n\neinem Verfahrenshindernis.\n\nZudem setzt ein Antrag dieser Art, um\ndarauf eine Verfahrensrüge stützen zu\nkönnen, grundsätzlich das Vorbringen\nvon Tatsachen voraus, die - über die\ngefertigten Vernehmungsniederschriften\nhinaus - durch die Tonbandmitschnitte\n\nbewiesen werden sollen. Daran fehlt es.\n\nJede Beschwerdeführerin hat die Kosten\nihres Rechtsmittels und die den Nebenklägern im Revisionsverfahren entstan-\n\ndenen notwendigen Auslagen zu tragen.\nUlsamer Maul\n\nBrüning Wahl","source":"ce-bgh-str","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/1997-06-19/1-str-168-97","cited_norms":[{"jurabk":"StPO","ref":"§ 349","ref_norm":"349","n":1},{"jurabk":"StPO","ref":"§ 168b","ref_norm":"168b","n":1}],"authoritative_source":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","attribution":{"source":"Bundesgerichtshof","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","license":"Creative Commons Zero (CC0 1.0)","license_url":"https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/","notice":"Amtliche Entscheidung des Bundesgerichtshofs (§ 5 UrhG). Bereitgestellt über den Datensatz »Entscheidungen des Bundesgerichtshofs in Strafsachen aus dem 20. Jahrhundert« von Seán Fobbe und Tilko Swalve, https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377, veröffentlicht unter Creative Commons Zero (CC0 1.0). Der Text wurde per Texterkennung (OCR) aus Scans des Gerichts gewonnen; die Erkennungsqualität schwankt."},"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/1997-06-19/1-str-168-97","upstream":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","retrieved":"2026-08-21 23:23:25.132648+00:00"}}