{"status":"available","doknr":"CEBGHSTR-BGH_Strafsenat-1_NA_1997-03-06_1_StR_770_96_NA_NA_NA","ecli":null,"court":"BGH","senate":"1. Strafsenat","decided":"1997-03-06","aktenzeichen":"1 StR 770/96","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"BUNDESGERICHTSHOF\n\nBESCHLUSS\n\n1 StR_770/96\n\nber! bion 7 vom\n\n6. März 1997\n\nin der Strafsache\n\ngegen\n1. Otto M aus ‚ geboren am\nGEB 1955 in Ss (Rußland),\nZee, _ ME __ Roco\nGE 1969 in (Kasachstan),\n\n‚ geboren am\n\n3. Sergei PR aus un\nGERD 1956 in SEE (Tadschikistan),\n\n4. Andrei IB aus ı ‚ geboren am\nCB 1968 in (Rußland),\n\nIgor A aus ID, seboren am\n1964 in AU (Rußland),\nEEE aus HOEEEEEER Seboren am Gi\n\"m 15°5 in ER\n\n[8 )\n\na\n\nwegen schwerer räuberischer Erpressung u.a.\n\nDer 1. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat auf Antrag des\nGeneralbundesanwalts und nach Anhörung der Beschwerdeführer\n\nam 6. März 1997 einstimmig beschlossen:\n\nDie Revisionen der Angeklagten gegen das Urteil des\nLandgerichts Heilbronn vom 29. März 1996 werden als\nunbegründet verworfen, da die Nachprüfung des Ur-\n\nteils auf Grund der Revisionsrechtfertigungen keinen Rechtsfehler zum Nachteil der Angeklagten erge-\n\nben hat (§ 349 Abs. 2 StPO).\n\nJeder Beschwerdeführer hat die Kosten seines\n\nRechtsmittels zu tragen.\n\nErgänzend bemerkt der Senat:\n\nIn der Regel ist bei Vorliegen des gesetzlich vertypten Strafmilderungsgrundes nach § 30 Abs. 1 StGB\n(hier in Verbindung mit § 239 b Abs. 2 StGB) zu\nprüfen, ob die Tat als minder schwerer Fall zu beurteilen ist (vgl. BGHR StGB vor § 1/minder schwerer Fall, Strafrahmenwahl 8) - die Rechtsgutgefährdung ist bei einer Verabredung zu einem Verbrechen\nnoch nicht so weit fortgeschritten wie beim ebenfalls gesetzlichen Milderungsgrund des Versuchs.\nHier konnte jedoch ausnahmsweise von der Prüfung\nabgesehen werden, da die Tatvorbereitungen weit\nfortgeschritten waren (Waffe, Fesseln und Unterbringungsort für die Geiseln waren besorgt; die Opfer wurden bereits observiert und der Ausführungs-\n\nzeitpunkt stand kurz bevor) und der Beginn der Tatausführung erst durch Eingreifen der Polizei verhindert wurde (vgl. auch BGH NStZ 1989, 571).\n\nSchäfer Ulsamer Maul\n\nBrüning Wahl","source":"ce-bgh-str","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/1997-03-06/1-str-770-96","cited_norms":[{"jurabk":"StGB","ref":"§ 30","ref_norm":"30","n":1},{"jurabk":"StGB","ref":"§ 239b","ref_norm":"239b","n":1},{"jurabk":"StPO","ref":"§ 349","ref_norm":"349","n":1}],"authoritative_source":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","attribution":{"source":"Bundesgerichtshof","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","license":"Creative Commons Zero (CC0 1.0)","license_url":"https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/","notice":"Amtliche Entscheidung des Bundesgerichtshofs (§ 5 UrhG). Bereitgestellt über den Datensatz »Entscheidungen des Bundesgerichtshofs in Strafsachen aus dem 20. Jahrhundert« von Seán Fobbe und Tilko Swalve, https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377, veröffentlicht unter Creative Commons Zero (CC0 1.0). Der Text wurde per Texterkennung (OCR) aus Scans des Gerichts gewonnen; die Erkennungsqualität schwankt."},"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/1997-03-06/1-str-770-96","upstream":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","retrieved":"2026-08-21 23:23:19.826141+00:00"}}