{"status":"available","doknr":"CEBGHSTR-BGH_Strafsenat-1_NA_1997-01-28_1_StR_765_96_NA_NA_NA","ecli":null,"court":"BGH","senate":"1. Strafsenat","decided":"1997-01-28","aktenzeichen":"1 StR 765/96","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"BUNDESGERICHTSHOF\n\nBESCHLUSS\n\n1 StR 765/96\n\nBhadı\n\nvom\n\n28. Januar 1997\nin der Strafsache\n\ngegen\n\nHeiderose Michaela G u aus PD, dort\ngeboren am GEM 1959.\n\nwegen Beihilfe zum sexuellen Mißbrauch von Kindern\n\nDer 1. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat auf Antrag des\nGeneralbundesanwalts und nach Anhörung der Beschwerdeführerin am 28. Januar 1997 gemäß § 349 Abs. 2 StPO einstimmig\n\nbeschlossen:\n\n1. Die Revision der Angeklagten gegen das\nUrteil des Landgerichts Karlsruhe vom\n26. Juni 1996 wird als unbegründet\nverworfen, da die Nachprüfung des Urteils\nauf Grund der Revisionsrechtfertigung\nkeinen Rechtsfehler zum Nachteil der\nAngeklagten ergeben hat (S 349 Abs. 2\nStPO).\n\n2. Die sofortige Beschwerde der Angeklagten\ngegen die Kostenentscheidung des vorbezeichneten Urteils wird als unbegründet\nverworfen, da die angefochtene Entscheidung den gesetzlichen Vorschriften\n(ss 465, 472, 467 StPO) entspricht.\n\n3. Die Angeklagte hat die Kosten der Rechtsmittel und die den Nebenklägerinnen im Revisionsverfahren entstandenen notwendigen\n\nAuslagen zu tragen.\n\nGründe:\n\nZur Wiedereinsetzungsfrage bemerkt der Senat: Mit\nSchriftsatz vom 7. Januar 1997 hat die Angeklagte vorgetragen, sie sei mit vorheriger Terminsabsprache am 23. September 1996 - zu diesem Zeitpunkt lief die Revisionsbegründungsfrist noch, und zwar bis zum 27. September 1996 - bei\nder Rechtspflegerin beim Amtsgericht Pforzheim erschienen\nund habe diese gebeten, \"die ergänzende Verfahrensrüge\" zu\nProtokoll zu nehmen; dies habe die Rechtspflegerin jedoch\nverweigert mit der Aussage, das sei nicht nötig, da sie (die\nAngeklagte) ja Rechtsanwälte habe, die für sie schon Revisionsrügen eingelegt hätten. Soweit in diesem Schriftsatz\nein Antrag auf Wiedereinsetzung in den vorigen Stand zur\nNachholung von Verfahrensrügen gesehen werden könnte, käme\nWiedereinsetzung hier nicht in Betracht; denn die Angeklagte\n\nhat weder den Antrag binnen einer Woche nach Wegfall des\n\ndargelegten Hindernisses gestellt (S 45 Abs. 1 StPO) noch\nformgerecht die versäumte Handlung nachgeholt (§ 45 Abs. 2\nSatz 2 StPO).\n\nSchäfer Maul Granderath\n\nBrüning Boetticher","source":"ce-bgh-str","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/1997-01-28/1-str-765-96","cited_norms":[{"jurabk":"StPO","ref":"§ 45","ref_norm":"45","n":1},{"jurabk":"StPO","ref":"§ 349","ref_norm":"349","n":1}],"authoritative_source":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","attribution":{"source":"Bundesgerichtshof","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","license":"Creative Commons Zero (CC0 1.0)","license_url":"https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/","notice":"Amtliche Entscheidung des Bundesgerichtshofs (§ 5 UrhG). Bereitgestellt über den Datensatz »Entscheidungen des Bundesgerichtshofs in Strafsachen aus dem 20. Jahrhundert« von Seán Fobbe und Tilko Swalve, https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377, veröffentlicht unter Creative Commons Zero (CC0 1.0). Der Text wurde per Texterkennung (OCR) aus Scans des Gerichts gewonnen; die Erkennungsqualität schwankt."},"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/1997-01-28/1-str-765-96","upstream":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","retrieved":"2026-08-21 23:23:17.804503+00:00"}}