{"status":"available","doknr":"CEBGHSTR-BGH_Strafsenat-1_NA_1993-04-06_1_StR_152_93_NA_NA_NA","ecli":null,"court":"BGH","senate":"1. Strafsenat","decided":"1993-04-06","aktenzeichen":"1 StR 152/93","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"BUNDESGERICHTSHOF\n\nBESCHLUSS\n\n1 _ StR 152/93\n\nvom\n\n6. April 1993\nin der Strafsache\n\ngegen\n\nHeinz LÜEEEN . ohne festen Wohnsitz, geboren am\n\nCE 1946 ir. CE\n\nwegen Betrugs u.a.\n\n68\n\neg\n\nDer 1. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat auf Antrag des\nGeneralbundesanwalts und nach Anhörung des Beschwerdeführers\nam 6. April 1993 gemäß S 349 Abs. 2 und 4 StPO einstimmig\nbeschlossen:\n\n1. Auf die Revision des Angeklagten wird das\nUrteil des Landgerichts München I vom\n21. September 1992, soweit es ihn betrifft, im Ausspruch über die Anordnung\neiner Sperre für die Erteilung einer neuen\nFahrerlaubnis mit den Feststellungen aufgehoben.\n\n2. Im Umfang der Aufhebung wird die Sache zu\nneuer Verhandlung und Entscheidung, auch\nüber die Kosten des Rechtsmittels, an eine\nandere Strafkammer des Landgerichts zurückverwiesen.\n\n3. Die weitergehende Revision wird verworfen.\n\nGründe:\n\nDer Generalbundesanwalt hat in seiner Antragsschrift\nvom 9. März 1993 ausgeführt:\n\n\"Der Angeklagte beanstandet mit Recht, daß er auf die\nMöglichkeit der Anordnung einer Sperre für die Erteilung einer neuen Fahrerlaubnis weder in der zur Haupt-\n\nverhandlung zugelassenen Anklage (Bd. III Bl. 336-378,\n403 d.A.) noch während der Hauptverhandlung durch das\nGericht (Bd. III Bl. 503-537 d.A.) hingewiesen worden\nist. Daß die Sitzungsvertreterin der Staatsanwaltschaft\nin ihrem Schlußvortrag die Anordnung einer Sperre beantragt hatte (Bd. III Bl. 528 d.A.), reicht nicht aus\n(BGHSt 19, 141; 22, 29, 31). Nach Sachlage läßt sich\nnicht ausschließen, daß der Ausspruch über die Anordnung einer Sperre auf dem unterbliebenen Hinweis beruht\n(BGHSt 18, 288, 289; BGH bei Kusch, NStZ 1992, 28). Das\nUrteil muß deshalb in diesem Punkt aufgehoben werden.\"\n\nDem tritt der Senat bei.\n\nIm übrigen hat die vom Angeklagten wirksam auf die\nFälle II 3 und 7 der Gründe beschränkte Nachprüfung des Urteils auf Grund der Revisionsrechtfertigung keinen Rechtsfehler zum Nachteil des Angeklagten ergeben.\n\nGribbohm Ulsamer Maul\n\nFoth Brüning","source":"ce-bgh-str","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/1993-04-06/1-str-152-93","cited_norms":[],"authoritative_source":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","attribution":{"source":"Bundesgerichtshof","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","license":"Creative Commons Zero (CC0 1.0)","license_url":"https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/","notice":"Amtliche Entscheidung des Bundesgerichtshofs (§ 5 UrhG). Bereitgestellt über den Datensatz »Entscheidungen des Bundesgerichtshofs in Strafsachen aus dem 20. Jahrhundert« von Seán Fobbe und Tilko Swalve, https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377, veröffentlicht unter Creative Commons Zero (CC0 1.0). Der Text wurde per Texterkennung (OCR) aus Scans des Gerichts gewonnen; die Erkennungsqualität schwankt."},"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/1993-04-06/1-str-152-93","upstream":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","retrieved":"2026-08-21 23:22:36.178594+00:00"}}