{"status":"available","doknr":"CEBGHSTR-BGH_Strafsenat-1_NA_1992-09-08_1_StR_587_92_NA_NA_NA","ecli":null,"court":"BGH","senate":"1. Strafsenat","decided":"1992-09-08","aktenzeichen":"1 StR 587/92","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"BUNDESGERICHTSHOF\n\nBESCHLUSS\n\n1 StR 587/92\n\nvom\n\n8. September 1992\nin der Strafsache\n\ngegen\n\nMario S gm zus BEE. Sort geboren an\nCERREEEED 1970.\n\nwegen unerlaubten Handeltreibens mit Betäubungsmitteln u.a.\n\n4\n\nDer 1. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat nach Anhörung\ndes Generalbundesanwalts und des Beschwerdeführers am\n8. September 1992 beschlossen:\n\nDie Revision des Angeklagten gegen das Urteil\ndes Landgerichts Bayreuth vom 21. Mai 1992\nwird als unzulässig verworfen (§ 349 Abs. 1\nStPO).\n\nDer Beschwerdeführer hat die Kosten des\nRechtsmittels zu tragen.\n\nGründe:\n\nDer von Rechtsanwalt Hg mit Schreiben vom 26. Mai\n\n1992 erklärte, am 27. Mai 1992 beim Landgericht eingegangene\nRechtsmittelverzicht ist wirksam. Rechtsanwalt HB Hat\nmit gesondertem, an die Staatsanwaltschaft gerichteten\nschreiben vom 26. Mai 1992 unter Bezugnahme auf den Rechtsmittelverzicht \"im ausdrücklichen Auftrage des Verurteilten\n\nbeantragt, daß die Jugendstrafe ... in Bayreuth vollstreckt\" wird. Der vor Ablauf der Rechtsmittelfrist unter\nBezugnahme auf einen Rechtsmittelverzicht im ausdrücklichen\nAuftrag des Verurteilten gestellte Antrag zur Strafvollstreckung belegt, daß die gemäß S 302 Abs. 2 StPO für einen\nRechtsmittelverzicht erforderliche Bevollmächtigung (vgl.\nRuß in KK 2. Aufl. § 302.Rdn. 20), die auch mündlich erteilt\nwerden kann (vgl. Ruß aaO Rdn. 22 m.w.Nachw.), vorlag. Im\nHinblick auf den genannten Antrag vom 26. Mai 1992 zur\nStrafvollstreckung kann die - auch in einem Schreiben von\n\nRechtsanwalt I ] vom 3. Juni 1992 nochmals genannte - Erklärung des Angeklagten gegenüber Rechtsanwalt HB \"es\nsolle kein Rechtsmittel eingelegt werden\" nicht, wie jetzt\nRechtsanwalt Dr. Dr. MD] meint, dahin ausgelegt werden,\nder Angeklagte habe im Hinblick auf eine damals von ihm\nschon gewollte Revisionseinlegung durch Rechtsanwalt\n\nDr. Dr. DB lediglich nicht gewollt, daß Rechtsanwalt\n\nHP Revision einlect.\n\nDer am 27. Mai 1992 beim Landgericht eingegangene wirksame Rechtsmittelverzicht führt dazu, daß die von Rechtsanwalt Dr. Dr. DEE mit Schreiben vom 28. Mai 1992 eingelegte Revision als unzulässig zu verwerfen ist (vgl. Pikart\nin KK 2. Aufl. § 349 Rän. 5 m.w.Nachw.).\n\nGribbohm Maul Foth\n\nRichter am Bundesgerichtshof Dr. Brüning ist wegen\nUrlaubs verhindert zu\nunterschreiben,\n\nGribbohm Wahl","source":"ce-bgh-str","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/1992-09-08/1-str-587-92","cited_norms":[{"jurabk":"StPO","ref":"§ 349","ref_norm":"349","n":1}],"authoritative_source":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","attribution":{"source":"Bundesgerichtshof","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","license":"Creative Commons Zero (CC0 1.0)","license_url":"https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/","notice":"Amtliche Entscheidung des Bundesgerichtshofs (§ 5 UrhG). Bereitgestellt über den Datensatz »Entscheidungen des Bundesgerichtshofs in Strafsachen aus dem 20. Jahrhundert« von Seán Fobbe und Tilko Swalve, https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377, veröffentlicht unter Creative Commons Zero (CC0 1.0). Der Text wurde per Texterkennung (OCR) aus Scans des Gerichts gewonnen; die Erkennungsqualität schwankt."},"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/1992-09-08/1-str-587-92","upstream":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","retrieved":"2026-08-21 23:22:26.874271+00:00"}}