{"status":"available","doknr":"CEBGHSTR-BGH_Strafsenat-1_NA_1992-08-13_1_StR_422_92_NA_NA_NA","ecli":null,"court":"BGH","senate":"1. Strafsenat","decided":"1992-08-13","aktenzeichen":"1 StR 422/92","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"BUNDESGERICHTSHOF\n\nBESCHLUSS\n\n1 StR 422/92\n\nvom\n13. August 1992\nin der Strafsache\n\ngegen\n\nRalph Joachim KB zus EB. sort geboren am\nGESEEBB :>;>,\n\nwegen Vergewaltigung u. a.\n\n24\n\nDer 1. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat auf Antrag des\nGeneralbundesanwalts und nach Anhörung des Beschwerdeführers\nam 13. August 1992 einstimmig beschlossen:\n\nDie Revision des Angeklagten gegen das Urteil des\nLandgerichts Bamberg vom 8. Januar 1992 wird als\nunbegründet verworfen, da die Nachprüfung des Urteils auf Grund der Revisionsrechtfertigung keinen\nRechtsfehler zum Nachteil des Angeklagten ergeben\nhat (8 349 Abs. 2 StPO).\n\nDaß die Verlesung des von Dr. TBB aussestellten\nAttests zu Beweiszwecken gemäß S 256 StPO erfolgte,\nwird vom Protokoll nicht bestätigt. Verlesen wurde\ndas Attest vielmehr - ohne daß § 256 StPO genannt\nwurde - im Rahmen der Vernehmung des Angeklagten\nzur Sache. Alles spricht dafür, die Verlesung sei\nzum Zweck des Vorhalts geschehen. In UA Seite 13\nist, damit korrespondierend, die Angabe des Angeklagten festgehalten, die Verletzungen seien \"richtig dokumentiert\".\n\n§ 256 StPO verbietet nicht die Verlesung zum Zweck\ndes Vorhalts an den Angeklagten, wenn daraufhin nur\ndessen Angaben zu Beweiszwecken verwertet werden\n(vgl. Gollwitzer in Löwe/Rosenberg, StPO 24. Aufl.\nRdn. 44; Paulus in KMR 7, Aufl. Rdn. 24; aA Kleinknecht/Meyer, StPO 40. Aufl. Rdn. 17, der sich zu\nUnrecht auf RGSt 14, 4 beruft; Mayr in KK 2. Aufl.\nRan. 8; alle Rdn. zu S 256).\n\nLF\n\nEin Verfahrensfehler ist somit nicht bewiesen.\n\nDer Beschwerdeführer hat die Kosten des Rechtsmittels und die den Nebenklägerinnen im Revisionsver-\n\nfahren entstandenen notwendigen Auslagen zu tragen.\n\nGribbohm ulsamer Foth\nBrüning Wahl","source":"ce-bgh-str","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/1992-08-13/1-str-422-92","cited_norms":[{"jurabk":"StPO","ref":"§ 256","ref_norm":"256","n":2}],"authoritative_source":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","attribution":{"source":"Bundesgerichtshof","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","license":"Creative Commons Zero (CC0 1.0)","license_url":"https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/","notice":"Amtliche Entscheidung des Bundesgerichtshofs (§ 5 UrhG). Bereitgestellt über den Datensatz »Entscheidungen des Bundesgerichtshofs in Strafsachen aus dem 20. Jahrhundert« von Seán Fobbe und Tilko Swalve, https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377, veröffentlicht unter Creative Commons Zero (CC0 1.0). Der Text wurde per Texterkennung (OCR) aus Scans des Gerichts gewonnen; die Erkennungsqualität schwankt."},"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/1992-08-13/1-str-422-92","upstream":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","retrieved":"2026-08-21 23:22:25.657806+00:00"}}