{"status":"available","doknr":"CEBGHSTR-BGH_Strafsenat-1_NA_1992-02-27_1_StR_754_91_NA_NA_NA","ecli":null,"court":"BGH","senate":"1. Strafsenat","decided":"1992-02-27","aktenzeichen":"1 StR 754/91","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"43\n\nBUNDESGERICHTSHOF\n\nBESCHLUSS\n\nı StR 754/91\n\nvom\n\n27. Februar 1992\nin der Strafsache\n\ngegen\n\nrail Hu aus NEE. senoren an\n\n1962 in zu (Jugoslawien),\n\nwegen Mordes\n\n43\n\nDer 1. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat auf Antrag des\nGeneralbundesanwalts und nach Anhörung des Beschwerdeführers\nam 27. Februar 1992 einstimmig beschlossen:\n\nDie Revision des Angeklagten gegen das Urteil\ndes Landgerichts Nürnberg-Fürth vom 21. Dezember 1990 wird als unbegründet verworfen,\nda die Nachprüfung des Urteils auf Grund der\nRevisionsrechtfertigung keinen Rechtsfehler\nzum Nachteil des Angeklagten ergeben hat\n\n(s 349 Abs. 2 StPO).\n\nDer Vereidigung der Zeugin Schmidt stand ein\nVerbot nach § 60 Nr. 2 StPO wegen Verdachts\nder versuchten Strafvereitelung nicht entgegen. Die Zeugin hatte noch am Tatort die Tat\ngeschildert, den Täter zutreffend beschrieben, seinen möglichen Aufenthaltsort mitgeteilt und lediglich aus Angst und Aufregung\nangegeben, den Namen nicht zu wissen, obwohl\nihr der Vorname - was sie am gleichen Tag berichtigte - bekannt war. Bei dieser Sachlage\nlag die Annahme fern, es sei ihr darauf angekommen, den Täter der Bestrafung zu entziehen, sie habe zu diesem Zweck (\"absichtlich\")\nden Vornamen verschwiegen (vgl. Ruß in LK\n\n10. Aufl. 8 258 Rdn. 21; Dreher/Tröndle, StGB\n45. Aufl. § 258 Rdn. 11). Das gleiche gilt\nfür den Verdacht, die Zeugin habe \"wissentlich\" im Sinne des § 258 StGB gehandelt, sie\n\nhabe es also als sichere Folge ihres Handelns\nangesehen, daß der Täter durch ihr Verhalten\nder Strafe entzogen werde.\n\nDeshalb mußten weder die Urteilsgründe noch\ndas Protokoll der Hauptverhandlung erkennen\nlassen, warum der Tatrichter (auf Antrag der\nVerteidigung) die Zeugin vereidigte (BGHR\nStPO S 60 Nr. 2 Tatbeteiligung 3).\n\nDer Beschwerdeführer hat die Kosten des\nRechtsmittels zu tragen.\n\nGribbohm Maul\n\nBrüning Wahl\n\n43\n\nFoth","source":"ce-bgh-str","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/1992-02-27/1-str-754-91","cited_norms":[{"jurabk":"StGB","ref":"§ 258","ref_norm":"258","n":1},{"jurabk":"StPO","ref":"§ 60","ref_norm":"60","n":1}],"authoritative_source":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","attribution":{"source":"Bundesgerichtshof","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","license":"Creative Commons Zero (CC0 1.0)","license_url":"https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/","notice":"Amtliche Entscheidung des Bundesgerichtshofs (§ 5 UrhG). Bereitgestellt über den Datensatz »Entscheidungen des Bundesgerichtshofs in Strafsachen aus dem 20. Jahrhundert« von Seán Fobbe und Tilko Swalve, https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377, veröffentlicht unter Creative Commons Zero (CC0 1.0). Der Text wurde per Texterkennung (OCR) aus Scans des Gerichts gewonnen; die Erkennungsqualität schwankt."},"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/1992-02-27/1-str-754-91","upstream":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","retrieved":"2026-08-21 23:22:19.600891+00:00"}}