{"status":"available","doknr":"CEBGHSTR-BGH_Strafsenat-1_NA_1991-11-12_1_StR_578_91_NA_NA_a","ecli":null,"court":"BGH","senate":"1. Strafsenat","decided":"1991-11-12","aktenzeichen":"1 StR 578/91","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"BUNDESGERICHTSHOF\n\nBESCHLUSS\n\n1 StR 578/91\n\nMt. 1n:597\n\nin der Strafsache\n\ngegen\n\nNurettin x m aus D , geboren am\nEEE 1957 in SWR (Türkei),\n\nwegen unerlaubten Handeltreibens mit Betäubungsmitteln\n\nwımII\n\n85\n\n85°\n\nDer 1. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat nach Anhörung\ndes Generalbundesanwalts und des Beschwerdeführers am\n12. November 1991 gemäß $S 349 Abs. 1 StPO beschlossen:\n\nDie Revision des Angeklagten gegen das Urteil\ndes Landgerichts Baden-Baden vom 18. März\n\n1991 wird als unzulässig verworfen.\n\nDer Angeklagte hat die Kosten seines Rechtsmittels zu tragen.\n\nGründe:\n\nDie Revision ist nicht in zulässiger Weise begründet\nworden, weil der Schriftsatz vom 31. Mai 1991, mit dem die\nSachrüge erhoben ist, nicht von dem gerichtlich bestellten\nVerteidiger Rechtsanwalt HM, sondern von Rechtsanwalt\nkin unterzeichnet worden ist. Auf diesen bezog sich die\ngerichtliche Bestellung nicht. Rechtsanwalt KUÜEER war auch\nnicht vom Angeklagten bevollmächtigt. Wie Rechtsanwalt Hp\ndem Senat mitgeteilt hat, hat vielmehr er Rechtsanwalt\nxin zum Unterschreiben der Revisionsbegründung bevollmächtigt. Untervollmacht kann der gerichtlich bestellte Verteidiger jedoch nicht erteilen (BGH StV 1981, 393; BGH,\nBeschl. vom 9. Februar 1982 - 1 StR 816/81; Pikart in KK\n2. Aufl. § 345 Rdn. 11). Der Umstand, daß der Angeklagte\nRechtsanwalt HB am 3. September 1990 eine Vollmacht\nerteilt hatte, die ihn auch zur Erteilung einer Untervollmacht berechtigte, ändert daran nichts. Diese Vollmacht\nist durch die am 26. September 1990 erfolgte gerichtliche\n\nBestellung von Rechtsanwalt HWih erloschen (BGH bei Holtz\nMDR 1978, 461; BGH NStZ 1991, 94, 95; Kleinknecht/Meyer,\nStPO 40. Aufl. § 142 Rdn. 7).\n\nDem Angeklagten ist es unbenommen, Wiedereinsetzung in\nden vorigen Stand unter Nachholung einer formgerechten Re-\n\nvisionsbegründung zu beantragen.\n\nGribbohm Ulsamer Maul\n\nGranderath wahl","source":"ce-bgh-str","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/1991-11-12/1-str-578-91","cited_norms":[],"authoritative_source":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","attribution":{"source":"Bundesgerichtshof","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","license":"Creative Commons Zero (CC0 1.0)","license_url":"https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/","notice":"Amtliche Entscheidung des Bundesgerichtshofs (§ 5 UrhG). Bereitgestellt über den Datensatz »Entscheidungen des Bundesgerichtshofs in Strafsachen aus dem 20. Jahrhundert« von Seán Fobbe und Tilko Swalve, https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377, veröffentlicht unter Creative Commons Zero (CC0 1.0). Der Text wurde per Texterkennung (OCR) aus Scans des Gerichts gewonnen; die Erkennungsqualität schwankt."},"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/1991-11-12/1-str-578-91","upstream":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","retrieved":"2026-08-21 23:22:14.310964+00:00"}}