{"status":"available","doknr":"CEBGHSTR-BGH_Strafsenat-1_NA_1991-07-02_1_StR_302_91_NA_NA_NA","ecli":null,"court":"BGH","senate":"1. Strafsenat","decided":"1991-07-02","aktenzeichen":"1 StR 302/91","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"BUNDESGERICHTSHOF\n\n1 StR 302/91 BESCHLUSS\n7.4\n\nin der Strafsache\n\ngegen\n\nVe Ss EB aus EEE Sort geboren am\nEEE :>::.\n\nwegen Betrugs\n\nwıIIl\n\nDer 1. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat nach Anhörung,\n\nzu 3. auf Antrag des Generalbundesanwalts und nach Anhörung\ndes Beschwerdeführers am 2. Juli 1991 nach $S 349 Abs. 2 und\n\nStPO einstimmig beschlossen:\n\nl.\n\nAuf die Revision des Angeklagten wird\ndas Urteil des Landgerichts Mannheim vom\n21. Februar 1991, soweit es ihn betrifft, im gesamten Strafausspruch mit\n\nden Feststellungen aufgehoben.\n\nIm Umfang der Aufhebung wird die Sache\nzu neuer Verhandlung und Entscheidung,\nauch über die Kosten des Rechtsmittels,\nan eine andere Strafkammer des Landge-\n\nrichts zurückverwiesen.\n\nDie weitergehende Revision wird ver-\n\nworfen.\n\nGründe:\n\nZum Schuldspruch hat die Nachprüfung des Urteils auf-\n\ngrund der Revisionsrechtfertigung keinen Rechtsfehler zum\nNachteil des Angeklagten ergeben. Doch hat der Strafaus-\n\nspruch insgesamt keinen Bestand.\n\nEntgegen dem Verwertungsverbot des § 51 Abs. 1 BZRG hat\n\ndie Strafkammer straferschwerend eine - tilgungsreife - Vor-\n\nverurteilung berücksichtigt. Zwar ist der Angeklagte nach\n\nden Urteilsfeststellungen durch Urteil des Amtsgerichts\nMannheim vom 15. Juli 1982 zur Jugendstrafe von zwei Jahren\nbei Strafaussetzung zur Bewährung verurteilt worden; indes\nist diese Strafe mit Wirkung vom 14. August 1985 erlassen\nund der Strafmakel beseitigt worden ($S 46 Abs. 1 Nr. 1 d und\nf BZRG). Die spätere Verurteilung vom 11. März 1985 zu einer\nGeldstrafe von 30 Tagessätzen war seit dem 11. März 1990\ntilgungsreif ($S 46 Abs. 1 Nr. 1 a BZRG) und stand seitdem\nder Tilgung der Verurteilung vom 15. Juli 1982 nicht mehr\nentgegen (§ 47 Abs. 3 Satz 1 BZRG) mit der Folge des Verwertungsverbotes gemäß S 51 Abs. 1 BZRG. Einen Verstoß gegen\ndas registerrechtliche Verwertungsverbot hat das Revisionsgericht auf die Sachrüge hin zu beachten (vgl. Granderath\nZRP 1985, 319, 321 m.w.Nachw.).\n\nGribbohm Ulsamer Maul\nFoth Granderath","source":"ce-bgh-str","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/1991-07-02/1-str-302-91","cited_norms":[{"jurabk":"BZRG","ref":"§ 47","ref_norm":"47","n":1},{"jurabk":"BZRG","ref":"§ 51","ref_norm":"51","n":1}],"authoritative_source":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","attribution":{"source":"Bundesgerichtshof","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","license":"Creative Commons Zero (CC0 1.0)","license_url":"https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/","notice":"Amtliche Entscheidung des Bundesgerichtshofs (§ 5 UrhG). Bereitgestellt über den Datensatz »Entscheidungen des Bundesgerichtshofs in Strafsachen aus dem 20. Jahrhundert« von Seán Fobbe und Tilko Swalve, https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377, veröffentlicht unter Creative Commons Zero (CC0 1.0). Der Text wurde per Texterkennung (OCR) aus Scans des Gerichts gewonnen; die Erkennungsqualität schwankt."},"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/1991-07-02/1-str-302-91","upstream":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","retrieved":"2026-08-21 23:22:09.378069+00:00"}}