{"status":"available","doknr":"CEBGHSTR-BGH_Strafsenat-1_NA_1991-05-16_1_StR_230_91_NA_NA_NA","ecli":null,"court":"BGH","senate":"1. Strafsenat","decided":"1991-05-16","aktenzeichen":"1 StR 230/91","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"BUNDESGERICHTSHOF\n\n1 StR 230/91 BESCHLUSS\n‚To. 5.51\n\nin der Strafsache\n\ngegen\n\nGünter W u aus voii seboren am\nGER 1965 ir rg,\n\nwegen unerlaubter Einfuhr von Betäubungsmitteln\n\nin nicht geringer Menge u.a.\n\nwill\n\noA\n\nDer 1. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat auf Antrag des\nGeneralbundesanwalts und nach Anhörung des Beschwerdeführers\ngemäß § 349 Abs. 2 und 4 StPO am 16. Mai 1991 einstimmig\n\nbeschlossen:\n\n1. Auf die Revision des Angeklagten wird\ndas Urteil des Landgerichts Ravensburg\nvom 1. Februar 1991 unter Aufhebung des\nAusspruchs über die Gesamtstrafe dahin\ngeändert, daß der Angeklagte wegen unerlaubter Einfuhr von Betäubungsmitteln in\nnicht geringer Menge in Tateinheit mit\nunerlaubtem Handeltreiben mit Betäubungsmitteln zu zwei Jahren Freiheitsstrafe verurteilt ist. '--\n\n2. Die weitergehende Revision wird verworfen, weil die Nachprüfung des Urteils\nauf Grund der Revisionsrechtfertigung\nsonst keinen Rechtsfehler ergeben hat.\n\n3. Der Beschwerdeführer hat die Kosten des\n\nRechtsmittels zu tragen.\n\nGründe:\n\nDas Landgericht durfte die Geldstrafe aus dem Strafbefehl vom 1. Juni 1990 nicht nach S 55 StGB in eine Gesamtstrafe einbeziehen, weil die im vorliegenden Verfahren abgeurteilte Tat nach dem 25. Mai 1990 noch 13 Tage lang, also\nbis zum 7. Juni 1990 (somit über den 1. Juni 1990 hinaus)\n\nandauerte.\n\nDie Frage, ob das Urteil des Landgerichts dennoch\nbestehen bleiben müsse, um den Angeklagten im Ergebnis nicht\nschlechter zu stellen (vgl. BGHSt 12, 95; 15, 164), verneint\nder Senat schon im Hinblick auf die günstigere Aussetzungsregelung des $S 57 Abs. 2 Nr. 1 StGB bei Freiheitsstrafen,\n\ndie zwei Jahre nicht übersteigen.\nDagegen bestand aus den vom Generalbundesanwalt ge-\n\nnannten Gründen kein Anlaß, die Sache zu neuer Entscheidung\nüber eine etwaige Strafaussetzung zur Bewährung zurückzuver-\n\nweisen.\n\nGribbohm Maul j Foth\n\nGranderath Brüning","source":"ce-bgh-str","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/1991-05-16/1-str-230-91","cited_norms":[],"authoritative_source":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","attribution":{"source":"Bundesgerichtshof","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","license":"Creative Commons Zero (CC0 1.0)","license_url":"https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/","notice":"Amtliche Entscheidung des Bundesgerichtshofs (§ 5 UrhG). Bereitgestellt über den Datensatz »Entscheidungen des Bundesgerichtshofs in Strafsachen aus dem 20. Jahrhundert« von Seán Fobbe und Tilko Swalve, https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377, veröffentlicht unter Creative Commons Zero (CC0 1.0). Der Text wurde per Texterkennung (OCR) aus Scans des Gerichts gewonnen; die Erkennungsqualität schwankt."},"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/1991-05-16/1-str-230-91","upstream":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","retrieved":"2026-08-21 23:22:07.065069+00:00"}}