{"status":"available","doknr":"CEBGHSTR-BGH_Strafsenat-1_NA_1990-03-20_1_StR_132_90_NA_NA_NA","ecli":null,"court":"BGH","senate":"1. Strafsenat","decided":"1990-03-20","aktenzeichen":"1 StR 132/90","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"BUNDESGERICHTSHOF\n\nBESCHLUSS\n\n1 StR 132/90\n\nin der Strafsache\n\ngegen\n\nIon BB aus ED (Neckar), geboren am\nGENE 1962 in De Rumänien,\n\nwegen versuchter sexueller Nötigung u.a.\n\nwIII\n\nDer 1. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat auf Antrag des\nGeneralbundesanwalts und nach Anhörung des Beschwerdeführers\nam 20. März 1990 gemäß § 346 Abs. 2 StPO beschlossen:\n\nDer Antrag des Angeklagten auf Entscheidung\n\ndes Revisionsgerichts wird zurückgewiesen.\nGründe:\n\nZu Recht hat das Landgericht Stuttgart mit Beschluß vom\n29. Januar 1990 die Revision des Angeklagten gegen das Urteil\nvom 8. November 1989 gemäß $S 346 Abs. 1 StPO als unzulässig\nverworfen, weil innerhalb der mit Zustellung des Urteils am\n22. Dezember 1989 (Bd. II Bl. 214 d. A.) in Lauf gesetzten\nMonatsfrist die Revisionsamträge und ihre Begründung weder zu\nProtokoll der Geschäftsstelle noch durch eine vom Verteidiger\nunterzeichnete Schrift angebracht worden sind (S 345 StPO).\n\nFür die vorsorglich beantragte Wiedereinsetzung in den\nvorigen Stand ist schon deshalb kein Raum, weil die versäumte\nProzeßhandlung nicht nachgeholt worden ist ($S 45 Abs. 2\nSatz 2 StPO). Der Angeklagte hat auch nicht glaubhaft gemacht, daß ihn an der Versäumung der Revisionsbegründungsfrist kein Verschulden trifft (S 44 Satz 1, § 45 Abs. 2\nSatz 1 StPO). Sein Verteidiger hatte ihm erklärt, er werde\ndie Revision nur dann begründen, wenn er Anhaltspunkte für\neine Rechtsverletzung finden werde (Bd. II Bl. 226/227\nd. A.). Der Angeklagte hätte sich deshalb vor Ablauf der\nFrist vergewissern müssen, ob der Verteidiger die Revision\nbegründen will, und er hätte sie notfalls selbst zu Protokoll\nder Geschäftsstelle begründen müssen. Über diese Möglichkeit\n\nist der Angeklagte bei Verkündung des Urteils b\n\nelehrt worden\n(Bd. II Bl. 169 Rd. A.).\n\nSchauenburg Ulsamer Maul\n\nGranderath v. Gerlach","source":"ce-bgh-str","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/1990-03-20/1-str-132-90","cited_norms":[{"jurabk":"StPO","ref":"§ 45","ref_norm":"45","n":1},{"jurabk":"StPO","ref":"§ 346","ref_norm":"346","n":1}],"authoritative_source":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","attribution":{"source":"Bundesgerichtshof","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","license":"Creative Commons Zero (CC0 1.0)","license_url":"https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/","notice":"Amtliche Entscheidung des Bundesgerichtshofs (§ 5 UrhG). Bereitgestellt über den Datensatz »Entscheidungen des Bundesgerichtshofs in Strafsachen aus dem 20. Jahrhundert« von Seán Fobbe und Tilko Swalve, https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377, veröffentlicht unter Creative Commons Zero (CC0 1.0). Der Text wurde per Texterkennung (OCR) aus Scans des Gerichts gewonnen; die Erkennungsqualität schwankt."},"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/1990-03-20/1-str-132-90","upstream":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","retrieved":"2026-08-21 23:21:49.548180+00:00"}}