{"status":"available","doknr":"CEBGHSTR-BGH_Strafsenat-1_NA_1989-08-29_1_StR_460_89_NA_NA_NA","ecli":null,"court":"BGH","senate":"1. Strafsenat","decided":"1989-08-29","aktenzeichen":"1 StR 460/89","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"S\n5\n\nBUNDESGERICHTSHOF\n\n1 StR 460/89 BESCHLUSS\n\n7 5\n\nin der Strafsache\n\ngegen\n\n1. Erich willi S aus H r\ngeboren am 1954 in St -Bad C F\n2. Uwe He aus ‚ geboren am\n1962 in St P\n\n3. Gunter Ho ‚ ohne festen Wohnsitz, geboren am\n\nu 9% ns\n\n4. Uwe-Matthias WEB aus EEE, geboren am\nEEE 1960 in Stun,\n\nwegen Zuhälterei u.a.\n\nwWIII\n\nDer 1. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat auf Antrag des\nGeneralbundesanwalts am 29. August 1989 gemäß S§ 349 Abs. 4\nStPO einstimmig beschlossen:\n\nAuf die Revisionen der Angeklagten wird das\nUrteil des Landgerichts Stuttgart vom 5. Januar 1989 mit den Feststellungen aufgehoben.\n\nDie Sache wird zu neuer Verhandlung und Entscheidung, auch über die Kosten der Rechtsmittel, an eine andere Strafkammer des Landgerichts zurückverwiesen.\n\nGründe:\n\nDie Angeklagten rügen mit Recht, daß das Urteil nicht\n\n-innerhalb der in § 275 Abs. 1 Satz 2 StPO bestimmten Frist zu\n\nden Akten gebracht worden ist. Die Hauptverhandlung hat\n\n24 Tage gedauert. Das Urteil wurde am 5. Januar 1989 verkündet. Es hätte daher gem. § 275 Abs. 1 Satz 2 StPO innerhalb\nvon elf Wochen, also bis zum 23. März 1989, zu den Akten gebracht werden müssen. Tatsächlich ist es jedoch erst am\n\n4. April 1989 zu den Akten gelangt.\n\nNach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs verlängert sich die Grundfrist von fünf Wochen nach einer Hauptverhandlung, die länger als drei Tage gedauert hat, um zwei\n\n‚Wochen, und wenn die Hauptverhandlung länger als zehn Tage\n\ngedauert hat, für den folgenden und jeden weiteren begonnenen\nAbschnitt von zehn Hauptverhandlungstagen um zwei weitere\n\nWochen (BGHSt 35, 259; BGH NStZ 1984, 466; 1985, 184; BGH,\nBeschl. vom 31. Januar 1989 - 5 StR 15/89). Danach betrug der\nZeitraum, in dem das Urteil im vorliegenden Fall zu den Akten\nzu bringen war, elf Wochen und nicht, wie die Strafkammer\noffenbar irrtümlich angenommen hat, 13 Wochen. Der Verstoß\ngegen § 275 Abs. 1 Satz 2 StPO stellt einen absoluten Revisionsgrund dar (§ 338 Nr. 7 StPO).\n\nSchauenburg Kuhn Ulsamer\n\nGranderath v. Gerlach","source":"ce-bgh-str","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/1989-08-29/1-str-460-89","cited_norms":[{"jurabk":"StPO","ref":"§ 275","ref_norm":"275","n":3},{"jurabk":"StPO","ref":"§ 349","ref_norm":"349","n":1},{"jurabk":"StPO","ref":"§ 338","ref_norm":"338","n":1}],"authoritative_source":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","attribution":{"source":"Bundesgerichtshof","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","license":"Creative Commons Zero (CC0 1.0)","license_url":"https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/","notice":"Amtliche Entscheidung des Bundesgerichtshofs (§ 5 UrhG). Bereitgestellt über den Datensatz »Entscheidungen des Bundesgerichtshofs in Strafsachen aus dem 20. Jahrhundert« von Seán Fobbe und Tilko Swalve, https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377, veröffentlicht unter Creative Commons Zero (CC0 1.0). Der Text wurde per Texterkennung (OCR) aus Scans des Gerichts gewonnen; die Erkennungsqualität schwankt."},"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/1989-08-29/1-str-460-89","upstream":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","retrieved":"2026-08-21 23:21:40.171761+00:00"}}