{"status":"available","doknr":"CEBGHSTR-BGH_Strafsenat-1_NA_1989-07-18_1_StR_301_89_NA_NA_NA","ecli":null,"court":"BGH","senate":"1. Strafsenat","decided":"1989-07-18","aktenzeichen":"1 StR 301/89","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"BUNDESGERICHTSHOF\n\n1 StR 301/89 BESCHLUSS\n\nALı\n\n.” S x ‘\nN‘ -,\n\nin der Strafsache\n\ngegen\n\nFelice F EB aus x , geboren am\nGE 1956 in NE (Italien),\n\nwegen Beihilfe zum schweren Raub u.a.\n\nwıIl\n\nDer 1. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat auf Antrag des\nGeneralbundesanwalts und nach Anhörung des Beschwerdeführers\nam 18. Juli 1989 gemäß § 349 Abs. 4 StPO einstimmig\n\nbeschlossen:\n\nAuf die Revision des Angeklagten Fontanella\nwird das Urteil des Landgerichts Coburg vom\n23. Januar 1989 im Strafausspruch mit den\nFeststellungen aufgehoben, soweit es diesen\nAngeklagten betrifft.\n\nIm Umfang der Aufhebung wird die Sache zu\nneuer Verhandlung und Entscheidung, auch\nüber die Kosten des Rechtsmittels, an eine\nandere Strafkammer des Landgerichts zurück-\n\nverwiesen.\n\nGründe:\n\nDie auf den Strafausspruch beschränkte Revision des\nAngeklagten hat mit der Sachrüge Erfolg.\n\nDas Vorliegen eines minder schweren Falles ist für\nTäter und Gehilfen gesondert zu prüfen. Die Bewertung der\nTat des Gehilfen erfolgt unter Berücksichtigung seines Tatbeitrages und der Art und des Gewichtes der Haupttat (BGHR\nStGB vor § 1 minder schwerer Fall, Gehilfe 2; BGH StV 1984,\n254). Den Ausführungen des Landgerichts ist zu entnehmen,\n\ndaß es die Ablehnung eines minder schweren Falles für Täter\nund Gehilfen einheitlich und nur nach dem Gewicht der Haupttat beurteilt hat.\n\nDer Tatrichter hat zudem einen gesetzlich vertypten\nStrafmilderungsgrund, wie die Regelung des § 27 Abs. 2\nSatz 2 StGB, zunächst in die Prüfung miteinzubeziehen, ob\nein minder schwerer Fall vorliegt (BGH NStZ 1984, 357; BGHR\naaO Gesamtwürdigung unvollständige 4, Beihilfe). Erst wenn\ndann ein minder schwerer Fall bereits ohne Berücksichtigung\ndieses Milderungsgrundes angenommen oder trotz dessen Berücksichtigung abgelehnt wird, bleibt Raum für die dann\nzwingende Strafrahmenmilderung nach § 27 Abs. 2 Satz 2\nStGB.\n\nSchauenburg Kuhn Foth\nGranderath Brüning","source":"ce-bgh-str","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/1989-07-18/1-str-301-89","cited_norms":[{"jurabk":"StGB","ref":"§ 27","ref_norm":"27","n":2},{"jurabk":"StPO","ref":"§ 349","ref_norm":"349","n":1}],"authoritative_source":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","attribution":{"source":"Bundesgerichtshof","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","license":"Creative Commons Zero (CC0 1.0)","license_url":"https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/","notice":"Amtliche Entscheidung des Bundesgerichtshofs (§ 5 UrhG). Bereitgestellt über den Datensatz »Entscheidungen des Bundesgerichtshofs in Strafsachen aus dem 20. Jahrhundert« von Seán Fobbe und Tilko Swalve, https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377, veröffentlicht unter Creative Commons Zero (CC0 1.0). Der Text wurde per Texterkennung (OCR) aus Scans des Gerichts gewonnen; die Erkennungsqualität schwankt."},"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/1989-07-18/1-str-301-89","upstream":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","retrieved":"2026-08-21 23:21:38.229590+00:00"}}