{"status":"available","doknr":"CEBGHSTR-BGH_Strafsenat-1_NA_1988-11-22_1_StR_627_88_NA_NA_NA","ecli":null,"court":"BGH","senate":"1. Strafsenat","decided":"1988-11-22","aktenzeichen":"1 StR 627/88","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"BUNDESGERICHTSHOF 7500 KARLSRUHE I,den\n\nHerrenstraße 45 a\n\nPostfach 1661 ne\n1. Strafsenat Fernsprecher (0721) 159-0 £&\n. Durchwahl 159 -\nDer Vorsitzende Telex-Nr.: 07825828\n\nTelefax-Nr. : 159606\n\n1 StR 627/88\n\nBESCHLUSS\nin der Strafsache\ngegen\nRainer T EN , seborener A, aus CHE :\ngeboren am EEE 1953 in 2 9\nwegen unerlaubter Einfuhr von Betäubungsmitteln\nDer Antrag des Rechtsanwalts EB auf\nBeiordnung als Pflichtverteidiger im Revisionsverfahren wird abgelehnt.\nGründe:\nDurch den nach § 349 Abs. 2 StPO ergangenen Beschluß\ndes Senats vom 22. November 1988 ist das Verfahren rechts-\n\nkräftig abgeschlossen. Bei dieser Verfahrenslage kommt eine\n\nBeiordnung als Pflichtverteidiger nicht mehr in Betracht.\n\ng2\n\nEine rückwirkende Bestellung ist unzulässig und wäre unwirksam (OLG Karlsruhe, Die Justiz 1986, 96; Kleinknecht/Meyer,\nStPO 38. Auflage § 141 Rdn. 8 mit weit. Rechtsprechungsnachweisen); tatsächlich hat der Rechtsanwalt nach Antragstellung auch keine weiteren Verfahrenshandlungen - in Frage kam\nnur noch die Gegenerklärung nach S 349 Abs. 3 Satz 2 StPO -\n\nvorgenommen.\n\nAn dieser Rechtslage ändert sich nichts dadurch, daß\nder beim Bundesgerichtshof am 16. März 1989 eingegangene Antragsschriftsatz dem Landgericht schon am 24. Oktober 1988\n\nzugegangen war.\n\nee\n\nIm übrigen war der Angeklagte im letzten Verfahrensabschnitt - nach Zustellung des Antrags des Generalbundesanwalts gemäß S 349 Abs. 2 StPO am 17. Oktober 1988 - nicht\nohne Verteidiger. Rechtsanwalt SEN Hatte zwar seine Bestellung zum Pflichtverteidiger beantragt, sein Wahlmandat\naber noch nicht niedergelegt.\n\n(Dr. Schauenburg)","source":"ce-bgh-str","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/1988-11-22/1-str-627-88","cited_norms":[{"jurabk":"StPO","ref":"§ 349","ref_norm":"349","n":1}],"authoritative_source":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","attribution":{"source":"Bundesgerichtshof","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","license":"Creative Commons Zero (CC0 1.0)","license_url":"https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/","notice":"Amtliche Entscheidung des Bundesgerichtshofs (§ 5 UrhG). Bereitgestellt über den Datensatz »Entscheidungen des Bundesgerichtshofs in Strafsachen aus dem 20. Jahrhundert« von Seán Fobbe und Tilko Swalve, https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377, veröffentlicht unter Creative Commons Zero (CC0 1.0). Der Text wurde per Texterkennung (OCR) aus Scans des Gerichts gewonnen; die Erkennungsqualität schwankt."},"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/1988-11-22/1-str-627-88","upstream":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","retrieved":"2026-08-21 23:21:27.122360+00:00"}}