{"status":"available","doknr":"CEBGHSTR-BGH_Strafsenat-1_NA_1988-11-15_1_StR_613_88_NA_NA_NA","ecli":null,"court":"BGH","senate":"1. Strafsenat","decided":"1988-11-15","aktenzeichen":"1 StR 613/88","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"BUNDESGERICHTSHOF\n\n1 StR 613/88 BESCHLUSS\n\nin der Strafsache\n\ngegen\n\nKaug Nadi DEE aus RE Jeboren am\nEEE 1955 in nu x (Gamnia),\n\nwegen unerlaubten Handeltreibens mit\n\nBetäubungsmitteln\n\nwII\n\nADS\n\n-2- 05\n\nDer 1. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat auf Antrag des\nGeneralbundesanwalts am 15. November 1988 gemäß S 349 Abs. 4\nStPO einstimmig beschlossen:\n\nAuf die Revision des Angeklagten wird das Urteil\ndes Landgerichts Regensburg vom 18. Juli 1988 mit\nden Feststellungen aufgehoben. Die Sache wird zu\nneuer Verhandlung und Entscheidung, auch über die\nKosten des Rechtsmittels, an eine andere Straf-\n\nkammer des Landgerichts zurückverwiesen.\n\nGründe:\n\nZu Unrecht hat das Landgericht die von der Verteidigung\nals Zeuge benannte Gewährsperson als unerreichbar angesehen.\nZwar hatte der Leiter des Polizeipräsidiums dem Zeugen\nKriminalkommissar EM keine Aussagegenehmigung erteilt,\nsoweit es um Angaben zu Person und Anschrift der Gewährsperson ging; für diese Entscheidung war der Leiter des\nPolizeipräsidiums zuständig (S 70 Abs. 3 Bayer. Beamtengesetz i.V.m. $S 3 Abs. 2 der VO über beamten- und richterrechtliche Zuständigkeiten im Geschäftsbereich des Bayer.\nStaatsministeriums des Innern vom 5. Oktober 1981\nBayRS 2030-3-2-1-I). Indes war damit keine abschließende\nEntscheidung über die Offenlegung der erbetenen Daten\ngetroffen. Das Landgericht hatte zu Recht den Leiter des\nPolizeipräsidiums gebeten, \"Auskunft über Name und Anschrift\n\ndes Gewährsmannes zu geben\". Über dieses Ersuchen hatte,\n\nwenn die Auskunft verweigert werden sollte, entsprechend\n\n§ 96 StPO die oberste Dienstbehörde zu entscheiden\n\n(BGHSt 30, 34; BGH, Beschl. vom 4. Februar 1988\n\n- 1 StR 643/87). Das ist nicht geschehen; das Landgericht\nhat sich zu Unrecht mit der Versagung der Aussagegenehmigung\nfür Kriminalkommissar EWEEM zufrieden gegeben.\n\nEs liegt auf der Hand, daß das Urteil auf dem Rechtsfehler beruhen kann.\n\nSchauenburg Kuhn Ulsamer\n\nFoth v. Gerlach","source":"ce-bgh-str","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/1988-11-15/1-str-613-88","cited_norms":[{"jurabk":"StPO","ref":"§ 96","ref_norm":"96","n":1}],"authoritative_source":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","attribution":{"source":"Bundesgerichtshof","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","license":"Creative Commons Zero (CC0 1.0)","license_url":"https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/","notice":"Amtliche Entscheidung des Bundesgerichtshofs (§ 5 UrhG). Bereitgestellt über den Datensatz »Entscheidungen des Bundesgerichtshofs in Strafsachen aus dem 20. Jahrhundert« von Seán Fobbe und Tilko Swalve, https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377, veröffentlicht unter Creative Commons Zero (CC0 1.0). Der Text wurde per Texterkennung (OCR) aus Scans des Gerichts gewonnen; die Erkennungsqualität schwankt."},"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/1988-11-15/1-str-613-88","upstream":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","retrieved":"2026-08-21 23:21:26.889453+00:00"}}