{"status":"available","doknr":"CEBGHSTR-BGH_Strafsenat-1_NA_1988-09-22_1_StR_532_88_NA_NA_NA","ecli":null,"court":"BGH","senate":"1. Strafsenat","decided":"1988-09-22","aktenzeichen":"1 StR 532/88","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"N\nEr\n\nBUNDESGERICHTSHOF\n\n1 StR 532/88 BESCHLUSS\n\nin der Strafsache\n\ngegen\nJasvir S GE zus B- , geboren am\nEEE 1961 ir TEE, \"SEE (Indien),\n\nwegen versuchten Mordes\n\nDer 1. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat auf Antrag des\n\nGeneralbundesanwalts und nach Anhörung des Beschwerdeführers\nam 22. September 1988 gemäß § 349 Abs. 2 und 4 StPO einstimmig beschlossen:\n\n1. Auf die Revision des Angeklagten wird\ndas Urteil des Landgerichts Coburg vom\n21. Juni 1988 dahin geändert, daß die\nVerurteilung wegen gefährlicher Körper-\n\nverletzung entfällt.\n\n2. Die weitergehende Revision wird ver-\n\nworfen.\n\n3. Der Beschwerdeführer hat die Kosten\ndes Rechtsmittels zu tragen.\n\nGründe:\n\nNeben der Verurteilung wegen versuchten Mordes kommt\neine Verurteilung wegen tateinheitlich begangener gefährlicher Körperverletzung nicht in Betracht; es besteht Gesetzeskonkurrenz (BGH bei Holtz MDR 1986, 622; BGH, Beschl.\nvom 14. Juli 1988 - 1 StR 152/88). Der Senat ändert den\nSchuldspruch. Der Strafausspruch kann bestehen bleiben. Zwar\nhat die Strafkammer strafschärfend erwogen, der Angeklagte\nhabe durch sein Tun \"zwei Strafgesetze erfüllt\", doch kommt\nnach dem Zusammenhang damit wesentlich die von der Schuld-\n\nspruchänderung nicht berührte Überlegung zum Ausdruck, daß\n\ndas Stechen mit dem Messer zu einer erheblichen Verletzung\ndes Tatopfers geführt hat; der Tatbestand des versuchten\nMordes hätte eine solche Verletzung nicht erfordert.\n\nIm übrigen hat die Überprüfung des angefochtenen Urteils auf Grund der Revisionsrechtfertigung keinen Rechtsfehler zum Nachteil des Angeklagten ergeben.\n\nMaul Kuhn Foth\n\nv. Gerlach Brüning","source":"ce-bgh-str","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/1988-09-22/1-str-532-88","cited_norms":[],"authoritative_source":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","attribution":{"source":"Bundesgerichtshof","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","license":"Creative Commons Zero (CC0 1.0)","license_url":"https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/","notice":"Amtliche Entscheidung des Bundesgerichtshofs (§ 5 UrhG). Bereitgestellt über den Datensatz »Entscheidungen des Bundesgerichtshofs in Strafsachen aus dem 20. Jahrhundert« von Seán Fobbe und Tilko Swalve, https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377, veröffentlicht unter Creative Commons Zero (CC0 1.0). Der Text wurde per Texterkennung (OCR) aus Scans des Gerichts gewonnen; die Erkennungsqualität schwankt."},"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/1988-09-22/1-str-532-88","upstream":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","retrieved":"2026-08-21 23:21:24.921464+00:00"}}