{"status":"available","doknr":"CEBGHSTR-BGH_Strafsenat-1_NA_1988-05-30_1_StR_218_88_NA_NA_NA","ecli":null,"court":"BGH","senate":"1. Strafsenat","decided":"1988-05-30","aktenzeichen":"1 StR 218/88","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"BUNDESGERICHTSHOF\n\n1 StR 218/88 BESCHLUSS\n\nin der Strafsache\n\ngegen\n\nHans Peter G EN zus ce seporen am\nGER 1927 in xp,\n\nwegen Betrugs\n\nZA\n\nBl\n\nDer 1. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat auf Antrag\ndes Generalbundesanwalts und nach Anhörung des Beschwerdeführers am 30. Mai 1988 gemäß § 349 Abs. 1 StPO beschlossen:\n\nl. Die Revision des Angeklagten gegen das Urteil\ndes Landgerichts München I vom 8. Dezember 1987\n\nwird als unzulässig verworfen.\n\n2. Der Angeklagte trägt die Kosten des Rechts-\n\nmittels.\nGründe:\n\nDie vom Angeklagten selbst mit Schreiben vom 14. Dezember\n1987 eingelegte Revision ist unzulässig. Denn zuvor hatte der\nVerteidiger durch Schreiben vom 10. Dezember 1987 - eingegangen bei dem Landgericht München I am 11. Dezember 1987 -\nrechtswirksam Rechtsmittelverzicht gemäß $S 302 StPO erklärt.\nDer Angeklagte bestreitet ohne Erfolg die Wirksamkeit dieses\nRechtsmittelverzichts. Zwar kann der Verteidiger den Verzicht\nauf Rechtsmittel nur mit besonderer Ermächtigung des Angeklagten erklären (vgl. Kleinknecht/Meyer StPO 38. Aufl. § 302\nRdn. 30 m.w.N.). Eine bestimmte Form ist indes für die Ermächtigung, die auch nicht ausdrücklich erklärt zu werden\nbraucht, nicht vorgeschrieben; sie kann schriftlich, mündlich,\nauch fernmündlich erteilt werden (vgl. Kleinknecht/Meyer aaO\nRdn. 32 m.w.N.).\n\nDer Senat ist aufgrund der schriftlichen Erklärungen des\nVerteidigers Dr. RUE vom 25. Februar 1988 und des Rechtsreferendars >’ vom 22. März 1988 auch unter Berücksichtigung der Schreiben des Angeklagten vom 23. April 1988\nund 7. Mai 1988 davon überzeugt, daß der Angeklagte den\nVerteidiger mündlich ermächtigt hat, den Rechtsmittelverzicht\n\nzu erklären.\n\nIm übrigen weist der Senat darauf hin, daß die vom\nAngeklagten selbst eingelegte Revision im Falle ihrer\nWirksamkeit deshalb unzulässig wäre, weil sie nicht\nform- und fristgerecht (SS 344, 345 StPpo) begründet worden\nist und insoweit auch eine Wiedereinsetzung in den vorigen\n\nStand nicht mehr in Betracht käme.\n\nSchauenburg Ulsamer Foth\n\nSchimansky v. Gerlach","source":"ce-bgh-str","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/1988-05-30/1-str-218-88","cited_norms":[{"jurabk":"StPO","ref":"§ 349","ref_norm":"349","n":1}],"authoritative_source":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","attribution":{"source":"Bundesgerichtshof","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","license":"Creative Commons Zero (CC0 1.0)","license_url":"https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/","notice":"Amtliche Entscheidung des Bundesgerichtshofs (§ 5 UrhG). Bereitgestellt über den Datensatz »Entscheidungen des Bundesgerichtshofs in Strafsachen aus dem 20. Jahrhundert« von Seán Fobbe und Tilko Swalve, https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377, veröffentlicht unter Creative Commons Zero (CC0 1.0). Der Text wurde per Texterkennung (OCR) aus Scans des Gerichts gewonnen; die Erkennungsqualität schwankt."},"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/1988-05-30/1-str-218-88","upstream":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","retrieved":"2026-08-21 23:21:19.455465+00:00"}}