{"status":"available","doknr":"CEBGHSTR-BGH_Strafsenat-1_NA_1987-12-10_1_StR_627_87_NA_NA_NA","ecli":null,"court":"BGH","senate":"1. Strafsenat","decided":"1987-12-10","aktenzeichen":"1 StR 627/87","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"BUNDESGERICHTSHOF\n\n1 StR 627/87 BESCHLUSS\n\nin der Strafsache\n\ngegen\n\nden Bautechniker Wolfgang Georg W EB aus\n\nNEED, geboren an EEE 1950 in rei,\n\nwegen unerlaubten Handeltreibens mit Betäubungsmitteln u.a.\n\n27\n\nDer 1. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat nach\nAnhörung - zu 3. auf Antrag - des Generalbundesanwalts und nach Anhörung des Beschwerdeführers am\n10. Dezember 1987 gemäß § 349 Abs. 2 und 4 StPO\neinstimmig beschlossen;\n\n1. Auf die Revision des Angeklagten wird\ndas Urteil des Landgerichts Nürnberg-Fürth vom 20. Juli 1987 im Strafausspruch mit den Feststellungen aufgehoben.\n\n2. Im Umfang der Aufhebung wird die Sache\nzu neuer Verhandlung und Entscheidung\nan eine andere Strafkammer des Landgerichts zurückverwiesen. Sie hat auch\nüber die Kosten des Rechtsmittels zu\nbefinden.\n\n3. Die weitergehende Revision wird verworfen.\n\nGründe:\n\nDie Nachprüfung des Urteils auf Grund der Revisionsrechtfertigung ergibt im Schuldspruch keinen Rechtsfehler\nzum Nachteil des Angeklagten. Dagegen bedarf der Strafausspruch neuer Verhandlung, weil die Erörterungen des\nLandgerichts zum besonders schweren Fall gemäß § 29 Abs. 3\nBtMG besorgen lassen, das Landgericht habe nicht berücksichtigt, daß § 21 StGB und § 31 BtMG, deren Voraussetzungen im Urteil bejaht werden, dazu führen können, den besonders schweren Fall zu verneinen, und deshalb schon in\n\ndiesem Zusammenhang heranzuziehen sind (vgl. BGH NStZ\n1986, 368 m.w.Nachw.). Ob das im vorliegenden Fall zu\neiner milderen Strafe führt, hat der Senat nicht zu\nentscheiden; jedenfalls kann im Hinblick auf die erkannte Strafe (3 Jahre 6 Monate Freiheitsstrafe) sowie\nauf die unterschiedlichen Höchststrafen gemäß § 29\n\nAbs. 1 BtMG (4 Jahre) und § 29 Abs. 3, § 31 BtMG, § 8 21,\n49 StGB (11 Jahre 3 Monate) ein Einfluß des Rechtsfehlers nicht von vornherein ausgeschlossen werden.\n\nMaul Ulsamer Foth\n\nGranderath v. Gerlach","source":"ce-bgh-str","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/1987-12-10/1-str-627-87","cited_norms":[{"jurabk":"BtMG 1981","ref":"§ 31","ref_norm":"31","n":2},{"jurabk":"BtMG 1981","ref":"§ 29","ref_norm":"29","n":2},{"jurabk":"StGB","ref":"§ 21","ref_norm":"21","n":1}],"authoritative_source":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","attribution":{"source":"Bundesgerichtshof","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","license":"Creative Commons Zero (CC0 1.0)","license_url":"https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/","notice":"Amtliche Entscheidung des Bundesgerichtshofs (§ 5 UrhG). Bereitgestellt über den Datensatz »Entscheidungen des Bundesgerichtshofs in Strafsachen aus dem 20. Jahrhundert« von Seán Fobbe und Tilko Swalve, https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377, veröffentlicht unter Creative Commons Zero (CC0 1.0). Der Text wurde per Texterkennung (OCR) aus Scans des Gerichts gewonnen; die Erkennungsqualität schwankt."},"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/1987-12-10/1-str-627-87","upstream":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","retrieved":"2026-08-21 23:21:13.701042+00:00"}}