{"status":"available","doknr":"CEBGHSTR-BGH_Strafsenat-1_NA_1985-12-04_1_StR_394_85_NA_NA_NA","ecli":null,"court":"BGH","senate":"1. Strafsenat","decided":"1985-12-04","aktenzeichen":"1 StR 394/85","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"d6\nBUNDESGERICHTSHOF\n\n1 StR 394/85 BESCHLUSS\n\nin der Strafsache\n\ngegen\n\n1. Hendrikus H GB aus RO (Niederlande),\ngeboren am EEE 1341 in GR (Niederlande),\n\n2. Henric Marc Hein K GW zus (EB (Niederiande),\ngeboren am EB 1945 in ACER (Niederlande),\n\nwegen unerlaubter Einfuhr von Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge u.a.\n\nwu f6\n\nDer 1. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat auf Antrag\ndes Generalbundesanwalts und nach Anhörung der Beschwer-\n\ndeführer am 4. Dezember 1985 einstimmig beschlossen:\n\nDie Revisionen der Angeklagten gegen das Urteil des Landgerichts Würzburg vom 22. Novenber 1984 werden als unbegründet verworfen,\n\nda die Nachprüfung des Urteils auf Grund der\nRevisionsrechtfertigungen unter Berücksichtigung der Gegenerklärungen keinen Rechtsfehler\nzum Nachteil der Angeklagten ergeben hat\n\n(S 349 Abs. 2 und 3 StPO).\n\nRichtig ist zwar - wie der Senat durch Beiziehung der Unterlagen festgestellt hat -, daß der\n\nam 29. November 1977 vor dem Präsidenten des\nLandgerichts Köln allgemein geleistete Eid des\nDolmetschers sich nur auf Fälle bezieht, in denen er \"von einem Gericht oder Notar im Bereich\ndes Landgerichts Köln zugezogen\" wird; die bloße\nBerufung auf diesen Eid vor dem Landgericht Würzburg war fehlerhaft. Doch kann - wie der Generalbundesanwalt unter Hinweis auf Entscheidun-\n\ngen des Bundesgerichtshofs (BGH, Urt. vom 27. August\n1953 - 3 StR 147/53 - bei Dallinger MDR 1953, 722;\nUrt. vom 17. Januar 1984 - 5 StR 755/83) zutreffend\nausführt - ausgeschlossen werden, daß das Urteil\nauf dem Rechtsfehler beruht, der Dolmetscher also,\nweil er nicht nach § 189 Abs. 1 GVG vereidigt\nwurde, weniger zuverlässig übertrug als er dies\nsonst getan hätte; denn sowohl das Gericht als\nauch der Dolmetscher gingen davon aus, der allgemeine Eid, auf den der Dolmetscher sich jetzt\nberufen hatte, binde ihn auch in diesem Verfah-\n\nren.\n\nJeder Beschwerdeführer hat die Kosten seines\n\nRechtsmittels zu tragen.\n\nSchauenburg Maul Schikora\n\nFoth Granderath\n\nde","source":"ce-bgh-str","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/1985-12-04/1-str-394-85","cited_norms":[{"jurabk":"GVG","ref":"§ 189","ref_norm":"189","n":1}],"authoritative_source":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","attribution":{"source":"Bundesgerichtshof","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","license":"Creative Commons Zero (CC0 1.0)","license_url":"https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/","notice":"Amtliche Entscheidung des Bundesgerichtshofs (§ 5 UrhG). Bereitgestellt über den Datensatz »Entscheidungen des Bundesgerichtshofs in Strafsachen aus dem 20. Jahrhundert« von Seán Fobbe und Tilko Swalve, https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377, veröffentlicht unter Creative Commons Zero (CC0 1.0). Der Text wurde per Texterkennung (OCR) aus Scans des Gerichts gewonnen; die Erkennungsqualität schwankt."},"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/1985-12-04/1-str-394-85","upstream":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","retrieved":"2026-08-21 23:20:43.880812+00:00"}}